TEIL EINS: Schritt 1-182

Schritt 1: Jetzt bin ich ohne Kenntnis.

Es muss einen Ausgangspunkt in jeder Entwicklungsphase geben. Du musst stets von dort beginnen, wo du dich befindest, nicht von dort, wo du sein möchtest. Du beginnst hier in dem Wissen, dass du ohne Kenntnis bist. Das soll nicht bedeuten, dass Kenntnis nicht bei dir wäre. Es soll lediglich bedeuten, dass du nicht mit Kenntnis bist. Kenntnis wartet darauf, dass du voranschreitest. Kenntnis wartet darauf, sich dir hinzugeben. Deshalb beginnst du jetzt, dich darauf vorzubereiten, in eine Beziehung mit Kenntnis einzutreten, jenem höheren Aspekt des Verstandes, den du aus deiner Uralten Heimat mitgebracht hast.

Verbringe heute dreimal jeweils 10 Minuten damit, darüber nachzudenken, was Kenntnis ist, aber wende dabei nicht einfach deine eigenen Ideen an und greife nicht einfach auf dein vergangenes Verständnis zurück, sondern denke darüber nach, was Kenntnis wirklich ist.

ÜBUNG 1: Drei 10-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 2: Kenntnis ist bei mir. Wo bin ich?

Kenntnis ist bei dir, vollständig, aber sie befindet sich in einem Bereich deines Verstandes, zu dem du noch keinen Zugang erlangt hast. Kenntnis stellt dein Wahres Selbst, deinen Wahren Verstand und deine wahren Beziehungen im Universum dar. Sie umfasst zudem deine größere Berufung auf dieser Welt und eine perfekte Verwendung deines Wesens, all deiner inneren Fähigkeiten und Begabungen, sogar deiner Beschränkungen – damit all dies zum Guten in der Welt dargebracht werden kann.

Kenntnis ist bei dir, aber wo bist du? Denke heute darüber nach, wo du bist. Wenn du nicht bei Kenntnis bist, wo bist du dann? Überlege daher heute bei drei Gelegenheiten, jeweils für 10 Minuten, wo du bist, nicht einfach nur körperlich oder geographisch, sondern wo du dich hinsichtlich deines Bewusstseins über dich selbst auf dieser Welt befindest. Denke sehr, sehr sorgfältig nach. Lasse dich nicht durch deinen Verstand von dieser Ausrichtung ablenken. Es ist jetzt, zu Beginn deiner Vorbereitung, wichtig, diese Fragen sehr ernsthaft zu stellen.

ÜBUNG 2: Drei 10-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 3: Was weiß ich wirklich?

Frage dich heute, was du wirklich weißt, und unterscheide das, was du weißt, von allem, was du glaubst oder erhoffst oder für dich oder deine Welt willst, wovor du Angst hast, an was du glaubst, was du liebgewonnen hast und dem du einen Wert beimisst. Unterscheide diese Frage von all diesen Neigungen so gut du kannst, und frage dich selbst “Was weiß ich wirklich?” Du musst jede Antwort, die du auf diese Frage gibst, fortlaufend untersuchen, um zu erkennen, ob sie deine Überzeugungen oder deine Vermutungen oder die Überzeugungen oder Vermutungen anderer Personen oder sogar der Menschheit als Ganzes abbildet.
Stelle dir diese Frage heute bei drei Gelegenheiten, jeweils für 10 Minuten, und denke sehr ernsthaft über deine Antwort nach und über die Bedeutung dieser Frage, “Was weiß ich wirklich?”
ÜBUNG 3: Drei 10-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 4: Ich will das, was ich zu wissen glaube.

Du willst das, was du zu wissen glaubst, und dies bildet die Grundlage deines Verständnisses von dir selbst und deiner Welt. Tatsächlich bildet dies die Grundlage für dein gesamtes Selbstbild. Bei ehrlicher Überprüfung wirst du jedoch feststellen, dass dein Verständnis vornehmlich auf Vermutungen beruht und dass diese Vermutungen im Großen und Ganzen nicht, falls überhaupt, auf deinen Erfahrungen beruht haben.
Denke heute in deinen drei kurzen Übungszeiten, in denen du deine ganze Aufmerksamkeit der Untersuchung deiner Vermutungen widmest, über diejenigen Dinge nach, von denen du wirklich glaubst, dass du sie weißt, einschließlich derjenigen Dinge, bei denen du bisher nicht daran gedacht hast, sie zu hinterfragen. Die heutige Übung setzt somit die vorherigen Schritte fort, bei denen du beginnst, den Unterschied zwischen dem, was du zu wissen glaubst, und wahrer Kenntnis an sich, sowie die Beziehung zwischen dem, was du für Kenntnis hältst, und deinen eigenen Vermutungen, Überzeugungen und Hoffnungen zu erkennen.
Es ist daher in jeder Übungseinheit sehr wichtig, dass du über die Dinge nachdenkst, die du zu wissen glaubst. Wenn du erkennst, dass sie vornehmlich auf deinen Vermutungen beruhen, wirst du erkennen, wie schwach dein Fundament auf der Welt ist. Dieses Verständnis mag erschütternd und beunruhigend sein, aber es ist absolut notwendig für dich, um den Anreiz und den Wunsch in dir zu wecken, dein wahres Fundament auf der Welt zu entdecken.
ÜBUNG 4: Drei 10-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 5: Ich glaube das, was ich glauben will.

Diese Aussage veranschaulicht die große Torheit der Menschheit und ihre gefährlichsten Formen von Selbsttäuschung. Überzeugungen beruhen in erster Linie auf dem, was gewünscht wird, nicht auf dem, was wirklich geschieht und nicht auf dem, was echt ist. Sie können zwar tatsächlich Ausdruck der höheren Ideale der Menschheit sein und insoweit beinhalten sie ein wahres Abbild, aber in der alltäglichen Anwendung sowie in den meisten Fragen von praktischer Bedeutung stützen die Menschen ihre Überzeugungen auf Dinge, die sie erhoffen, nicht auf Dinge, die wirklich existieren. Du brauchst ein sehr fundiertes Verständnis davon, dass das Erreichen einer jeden Lösung und eines jeden konstruktiven Beitrags stets mit der gegenwärtigen Wirklichkeit beginnen muss. Das, was du bist, und das, was du heute hast, müssen deinen Ausgangspunkt bilden.
Denke in deinen heutigen drei Übungszeiten daher über diese Aussage nach. Untersuche, was du glaubst, und untersuche sodann, was du willst. Du wirst feststellen, dass sogar deine angsterfüllten oder negativen Überzeugungen mit deinen ehrgeizigen Bestrebungen zusammenhängen. Nur eine gewissenhafte Durchführung der heutigen Übung wird dir dies offenbaren.
ÜBUNG 5: Drei 10-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 6: Ich besitze ein wahres Fundament auf der Welt.

Jenseits der Überzeugungen und Vermutungen, die deine eigene Angst und Unsicherheit verbergen, besitzt du ein wahres Fundament auf der Welt. Dieses Fundament beruht auf deinem Leben jenseits dieser Welt, denn von dort bist du gekommen und dorthin wirst du zurückkehren. Du bist von einem Ort gekommen, an den du zurückkehren wirst, und du bist nicht mit leeren Händen gekommen.
Verbringe heute zwei längere Übungszeiten von je 15 bis 20 Minuten damit, darüber nachzudenken, was dein wahres Fundament sein könnte. Denke über alle deine Vorstellungen hierzu nach. Dies ist eine enorm wichtige Frage. Du musst dein großes Verlangen danach erkennen, um diese Frage mit Aufrichtigkeit und durchdringender Tiefe stellen zu können.
Ohne wahres Fundament würden deine echten Erfolge und Fortschritte letztendlich ohne Hoffnung bleiben. Es ist deshalb ein großer Segen, dass du dies besitzt, auch wenn es dir unbekannt ist.
ÜBUNG 6: Zwei 15- bis 20-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 7: Rückblick

Gehe in den beiden heutigen Übungszeiten alles, was wir bisher behandelt haben, noch einmal durch, beginne dabei mit dem ersten Schritt und fahre fort bis zum Schritt des vorangegangenen Tages. Betrachte sodann die Reihenfolge aller Schritte zusammen. An dieser Stelle ist es von Bedeutung, dass du nicht von dir verlangst, irgendwelche Schlussfolgerungen zu ziehen, sondern dass du Fragen stellst und erkennst, in welchem Ausmaß du wahre Kenntnis benötigst. Wenn du heute diese Übung mit Aufrichtigkeit durchführst, wird deutlich erkennbar, dass du dieses große Verlangen hast. Du bist ohne deine Annahmen verwundbar, aber gleichzeitig bist du in der Lage, Wahrheit und Gewissheit im Leben zu empfangen.
Führe heute zwei Übungseinheiten von jeweils 30 Minuten durch, in denen du diese Dinge eingehend betrachtest.
ÜBUNG 7: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 8: Heute werde ich still sein.

Übe heute in deinen beiden Meditationsübungen für je 15 Minuten Stille. Beginne mit drei tiefen Atemzügen und konzentriere dich dann auf einen inneren Punkt. Es kann ein imaginärer Punkt sein oder ein Punkt in deinem physischen Körper. Widme ihm einfach deine volle Aufmerksamkeit, mit geschlossenen Augen, ohne Urteil und ohne Bewertung. Sei nicht entmutigt, wenn sich deine Versuche anfangs als schwierig erweisen. Etwas Wichtiges im Leben zu beginnen, kann am Anfang schwierig sein, aber wenn du Ausdauer zeigst, wirst du dieses große Ziel erreichen, denn in der Stille können alle Dinge erkannt werden.
ÜBUNG 8: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 9: In der Stille können alle Dinge erkannt werden.

Die Stille des Verstandes lässt einen Grösseren Verstand hervortreten und seine Weisheit enthüllen. Diejenigen, die Stille mit dem Wunsch nach Kenntnis heranbilden, werden sich auf das Hervortreten einer größeren Offenbarung und wahrer Einsicht vorbereiten. Die Einsicht kann während einer Übungseinheit oder während einer beliebigen alltäglichen Aktivität hervortreten. Entscheidend ist hierbei, dass die Vorbereitung durchgeführt worden ist.
Führe heute zweimal die gestrige Übung der Stille durch, aber übe ohne ein Ergebnis zu erwarten. Benutze die Übung nicht dazu, irgendeine Art von Frage aufzuwerfen, denn du übst Stille, in der alle Spekulation, alle Fragen und alles Suchen ein Ende findet. Übe heute zweimal, für jeweils 15 Minuten, abermals Stille.
ÜBUNG 9: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Warum mache ich das überhaupt?

Eine sehr gute Frage! Warum machst du das überhaupt? Warum stellst du solche Fragen? Warum strebst du nach höheren Dingen? Warum betreibst du diesen Aufwand? Diese Fragen sind unvermeidlich. Wir rechnen mit ihnen. Weshalb machst du das? Du tust dies, weil es wesentlich ist. Wenn dein Leben mehr sein soll als ein rein oberflächliches und instabiles Leben, musst du tiefer eindringen und darfst dich nicht mit schwachen Vermutungen und hoffnungsvollen Erwartungen zufrieden geben. Ein größeres Geschenk erwartet dich, aber du musst dich mental, emotional und körperlich darauf vorbereiten. Ohne Kenntnis bist du dir deines Zwecks nicht bewusst. Du bist dir deiner Herkunft und deiner Bestimmung nicht bewusst, und du wirst durch dieses Leben gehen, als wäre es nichts weiter als ein unruhiger Traum.

 

Schritt 10: Was ist Kenntnis?

Lass uns sagen, dass Kenntnis nicht das ist, was üblicherweise damit in Verbindung gebracht wird. Sie hat nichts mit Gedanken zu tun. Sie ist keine Anhäufung von Informationen. Sie ist kein Glaubenssystem. Sie ist kein Prozess der Selbstbewertung. Sie ist das große Mysterium deines Lebens. Ihre äußerlichen Manifestationen sind tiefe Intuition, große Einsicht, unerklärliches Wissen, eine weise Wahrnehmung in der Gegenwart und in der Zukunft sowie ein weises Verständnis der Vergangenheit. Aber trotz dieser großen Verstandesleistungen ist Kenntnis größer als all das. Sie ist dein Wahres Selbst, ein Selbst, das nicht vom Leben getrennt ist.
ÜBUNG 10: Lies diese Lektion heute dreimal.

 

Schritt 11: Ich bin nicht getrennt vom Leben.

Ungeachtet der großartigen Gebilde, die auf deiner Individualität und all dem, was mit dir persönlich zusammenhängt, errichtet wurden – deinem Körper, deinen Vorstellungen, deinen Schwierigkeiten, deinen spezifischen Ausdruckformen, deinen Eigenheiten, deinen Begabungen – bist du nicht getrennt vom Leben. Dies ist so offensichtlich, wenn du dich selbst mit Einfachheit anschaust und erkennst, dass eben dieser Aufbau deines Körpers, der eigentliche Stoff deines physischen Lebens, vollständig aus dem gemacht ist, was das Leben in materieller Hinsicht ist. Es ist ziemlich offenkundig, dass du aus dem gleichen “Zeug” gemacht bist wie alles andere um dich herum. Das Mysteriöse an dir ist dein Verstand. Das scheint ein abgetrennter Bereich des Verstehens zu sein, aber er ist ebenso Teil des Lebens wie deine physische Materie. Du bist ein Individuum, das seine Quelle und seine vollkommene Einheit mit dem Leben nicht kennt. Deine Individualität ist derzeit eine Last, aber sie wird ein großes Glück für dich sein, wenn sie das Leben selbst zum Ausdruck bringen kann.
ÜBUNG 11: Lies diese Lektion heute dreimal.

 

Schritt 12: Meine Individualität soll dem Leben selbst Ausdruck verleihen.

Hier ist deine Einzigartigkeit ein großer Vorzug und eine Quelle der Freude, keine Quelle der schmerzhaften Entfremdung und keine Quelle schmerzhafter Urteile gegen dich selbst oder andere. Diese Besonderheit erhöht dich nicht und erniedrigt dich nicht gegenüber anderen. Sie unterstreicht lediglich den eigentlichen Zweck deiner Individualität und ihrer großen Verheißung für die Zukunft. Du bist hier, um etwas zum Ausdruck zu bringen. Das ist die wirkliche Bedeutung, die deiner Individualität zukommt, denn du willst nicht mehr getrennt sein.
Führe heute bei zwei Gelegenheiten zweimal Übungen der Stille durch, bei denen du diejenige Übung durchführst, die wir zuvor erläutert haben.
ÜBUNG 12: Zwei 15-minütige Übungseinheiten

 

Schritt 13: Ich will getrennt sein, um einzigartig zu sein.

Dieser Gedanke erläutert das wahre Motiv für Trennung, doch er ist unnötig. Wir präsentieren ihn an dieser Stelle nicht als eine Affirmation, sondern als Ausdruck deines jetzigen Zustandes. Du willst getrennt sein, weil dies dein Selbst definiert; dein Selbst definiert sich durch Trennung, nicht durch Einbindung. Trennung ist die Ursache deines gesamten Schmerzes und der Verwirrung deines Verstandes. Dein körperliches Leben veranschaulicht ein getrenntes Leben, allerdings nur aus einem ganz bestimmten Blickwinkel. Wenn man es aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, veranschaulicht es ganz und gar keine Trennung. Es ist vielmehr der einzigartige Ausdruck einer Größeren Realität.
Konzentriere dich heute bei zwei Gelegenheiten für jeweils 15 Minuten auf den heutigen Leitgedanken. Denke ernsthaft darüber nach, was diese Lektion bedeutet, und nutze deine eigene Erfahrung, um über ihre Bedeutung für dein Leben nachzudenken. Denke darüber nach, was dich dein Wunsch nach Trennung an Zeit, Energie und Schmerzen gekostet hat. Erkenne deinen Beweggrund für Trennung, und du wirst wissen, dass du frei sein willst.
ÜBUNG 13: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 14: Rückblick

Gehe abermals alle vorangegangenen Lektionen noch einmal durch. Lies in dieser Wiederholungseinheit nochmals alle Anweisungen, die zu jedem Schritt gegeben wurden. Rekapituliere auch all deine Übungseinheiten, um die Tiefe deiner Mitwirkung an den Übungen und die Ergebnisse, die du dabei erfahren hast, zu ermitteln. Während deines Lehrplans wirst du den Inhalt deiner eigenen Erfahrung erforschen. Dies wird aufeinander aufbauen und dir schließlich das Wissen um deine eigenen Kenntnis enthüllen.
Verbringe heute eine Übungseinheit von ungefähr 45 Minuten damit, alle Anweisungen noch einmal durchzugehen und die Ergebnisse sowie die Qualität deiner Übungen zu rekapitulieren. Morgen wollen wir gemeinsam mit der nächsten Phase unserer Vorbereitung beginnen..
ÜBUNG 14: Eine 45-minütige Übungseinheit.

 

Schritt 15: Ich werde heute meiner Erfahrung zuhören.

“Heute werde ich meiner Erfahrung zuhören, um den Inhalt meines Verstandes zu ermitteln.”

Erkenne, dass der wahre Inhalt deines Verstandes unter all dem begraben liegt, was du seit dem Tag deiner Geburt hinzugefügt hast. Dieser wahre Inhalt möchte sich im Rahmen deines gegenwärtigen Lebens und deiner gegenwärtigen Situation zum Ausdruck bringen. Um dies wahrzunehmen, musst du aufmerksam hinhören und mit der Zeit den Unterschied zwischen dem wahren Inhalt deines Verstandes und seinen Botschaften an dich und all den anderen Impulsen und Wünschen, die du verspürst, erkennen. Die Fähigkeit, Gedanken von Kenntnis zu trennen, ist eine der großen Fähigkeiten, die zu erlernen du in diesem Kurs die Gelegenheit haben wirst.
Heute wird eine 45-minütige Übung dem inneren Zuhören gewidmet werden. Dies wird erfordern, dass du ohne Selbsturteil hinhörst, auch wenn der Inhalt deiner Gedanken störend ist. Selbst wenn der Inhalt deiner Gedanken unangenehm ist, musst du ohne Urteil hinhören, damit sich dein Verstand öffnen kann. Du horchst nach etwas, das tiefer als der Verstand liegt, aber du musst durch den Verstand hindurchgehen, um dorthin zu gelangen.
ÜBUNG 15: Eine 45-minütige Übungseinheit.

Schritt 16: Jenseits meines Verstandes befindet sich Kenntnis.

Jenseits deines Verstandes befindet sich Kenntnis, der wahre Kern deines Seins, dein Wahres Selbst, nicht dasjenige Selbst, das du selbst konstruiert hast, um in der Welt zurechtzukommen, sondern dein Wahres Selbst. Von diesem Wahren Selbst kommen Gedanken und Eindrücke, Neigungen und Führung. Das meiste von dem, was dein Wahres Selbst dir mitteilen will, kannst du noch nicht hören, aber mit der Zeit wirst du lernen zu hören, während dein Verstand zur Ruhe kommt und wenn du dein Hör- und Wahrnehmungsvermögen in der erforderlichen Weise verfeinerst.
Übe heute bei drei Gelegenheiten zu je 15 Minuten. Höre noch sorgfältiger hin als am Tag zuvor. Horche nach tieferen Neigungen. Auch hier musst du wieder ganz ohne Urteil hinhören. Du darfst nichts hinzufügen. Du musst tief horchen, damit du lernst, etwas zu hören.
ÜBUNG 16: Drei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 17: Heute will ich die Wahrheit hören.

Der Wunsch, die Wahrheit zu hören, ist etwas, das sowohl ein Prozess als auch das Ergebnis wahrer Vorbereitung ist. Die Entwicklung der Fähigkeit zu hören und des Verlangens zu hören wird dir geben, was du suchst. Die Wahrheit ist für dich äußerst nützlich, aber auf den ersten Blick kann sie sich sehr erschütternd und enttäuschend auf deine anderen Pläne und Ziele auswirken. Du musst bereit sein, dies zu riskieren, wenn du die Gewissheit und die Stärke, die die Wahrheit dir geben wird, erlangen willst. Die Wahrheit führt stets zur Auflösung von Konflikten, sie lässt dich stets dein Selbst erfahren, sie vermittelt dir stets ein Gefühl der gegenwärtigen Realität und sie bietet dir stets eine Führung, damit du weiter voranschreiten kannst.
Übe heute in deinen drei 15-minütigen Übungseinheiten, der Wahrheit zuzuhören, und versuche dabei, über den Verstand und die Gefühle hinaus zu horchen. Mach dir keine Sorgen, falls du nur das Rauschen deiner eigenen Gedanken hören kannst. Erinnere dich, dass du die Fähigkeit zuzuhören derzeit entwickelst. Das ist das Wichtigste. Genau wie beim Trainieren eines Muskels in deinem Körper, trainierst du jetzt diejenige Fähigkeit deines Verstandes, die Zuhören genannt wird. Übe daher an diesem Tag zuzuhören und verwende diese Übungseinheit dafür, dich diesem Ziel zu widmen, damit du spüren kannst, wie die Wahrheit in dir erwacht.
ÜBUNG 17: Drei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 18: Heute spüre ich, wie die Wahrheit in mir hervortritt.

Die Wahrheit muss umfassend erfahren werden. Sie ist keine bloße Idee; sie ist nicht bloß eine Vorstellung, auch wenn Vorstellungen und Gedanken mit ihr einhergehen können. Sie ist eine Erfahrung und daher ist sie etwas, das tief empfunden wird. Für diejenigen, die damit beginnen, sie zu durchdringen, kann sie sich auf leicht unterschiedliche Arten manifestieren, aber sie wird gleichwohl hervortreten. Sie ist etwas, das du spüren musst. Um ein Gefühl der Orientierung zu bekommen, muss dein Verstand still sein. Die Wahrheit ist etwas, das du mit deinem ganzen Körper spüren wirst, mit deinem ganzen Sein.
Kenntnis spricht nicht in jedem Augenblick zu dir, aber sie hält immer eine Botschaft für dich bereit. In die Nähe von Kenntnis zu gelangen, bedeutet, dass du zunehmend wie Kenntnis selbst wirst – einheitlicher, beständiger, ehrlicher, hingebungsvoller, konzentrierter, selbstdisziplinierter, mitfühlender und besser imstande, dich selbst zu lieben. All diese Eigenschaften werden herangebildet, während du dich dem Ursprung all dieser Eigenschaften näherst.
Übe heute, dich in diese Richtung zu bewegen, und spüre hierbei, wie die Wahrheit in dir erwacht. Dies wird alle einzelnen Aspekte von dir zusammenfügen und dir eine einheitliche Erfahrung von dir selbst vermitteln. Richte in deinen drei 15-minütige Übungszeiten deine volle Aufmerksamkeit darauf zu spüren, wie die Wahrheit in dir erwacht. Übe in Stille und sei nicht entmutigt, wenn es zunächst schwierig ist. Übe einfach, und du wirst voranschreiten.
Verfolge auch im Laufe dieses Tages, ohne Zweifel und ohne Zögern, dein wahres Ziel im Leben. Von diesem wahren Ziel werden all die wichtigen Dinge kommen, die du wirst erreichen müssen, ebenso wie die große Macht der Vision und der Wahrnehmung, die es dir ermöglichen wird, jene Personen zu finden, für die du auf die Welt gekommen bist, um sie hier zu finden.
ÜBUNG 18: Drei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 19: Heute möchte ich sehen.

Der Wunsch zu sehen ist wie der Wunsch zu wissen. Er erfordert gleichfalls eine Verfeinerung der Fähigkeiten deines Verstandes. Mit klarem Blick zu sehen, bedeutet, dass du ohne irgendwelche Vorlieben siehst. Es bedeutet, dass du in der Lage bist, dasjenige wahrzunehmen, was tatsächlich geschieht, anstatt das, was du zu sehen wünscht. Es geschieht tatsächlich etwas jenseits deiner Wünsche. Dies ist vollkommen wahr. Der Wunsch zu sehen ist daher der Wunsch, eine größere Wahrheit zu sehen. Dies erfordert eine größere Ehrlichkeit und eine größere Offenheit des Verstandes.
Übe heute in deinen beiden Übungseinheiten, auf einen einfachen, ganz alltäglichen Gegenstand zu schauen. Lasse den Gegenstand nicht aus deinen Augen, sondern schaue und übe, sehr gewissenhaft hinzuschauen. Versuche nicht, irgendetwas zu sehen. Du schaust einfach mit offenem Verstand. Wenn der Verstand offen ist, erfährt er seine eigene Tiefe, und er erlebt die Tiefe dessen, was er wahrnimmt.
Wähle einen einfachen Gegenstand, der sehr wenig Bedeutung für dich besitzt, und betrachte ihn heute zweimal für mindestens je 15 Minuten. Lass deinen Verstand ganz still werden. Atme tief und gleichmäßig, während du auf den Gegenstand blickst. Lasse deinen Verstand in sich selbst zur Ruhe kommen.
ÜBUNG 19: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 20: Ich werde nicht zulassen, dass Zweifel und Verwirrung meinen Fortschritt hemmen.

Was kann deinen Fortschritt hemmen, außer deine eigene Unentschlossenheit, und was kann Unentschlossenheit hervorrufen, außer das, was eine Verwirrung des Verstandes erzeugt? Du hast ein größeres Ziel, was in diesem Vorbereitungsprogramm veranschaulicht wird. Lasse nicht zu, dass Zweifel und Verwirrung zu Hindernissen für dich werden. Ein wahrer Schüler zu sein bedeutet, dass du sehr wenige Vermutungen anstellst und dass du dich selbst auf eine Weise lenkst, die du dir nicht selbst verordnet hast, sondern die dir von einer Höheren Macht dargebracht wird. Die Höhere Macht will dich auf ihre eigene Ebene des Könnens heben. Auf diese Weise empfängst du das Geschenk der Vorbereitung, damit du es anderen geben kannst. Auf diese Weise wird dir das gegeben, mit dem du dich nicht selbst versorgen kannst. Du erkennst deine individuelle Macht und deine Fähigkeit, weil sie entwickelt werden müssen, damit du einen Lehrplan wie diesen durchlaufen kannst. Du erkennst auch deine Einbindung in das Leben und wie das Leben danach strebt, dir bei deiner wahren Entwicklung zu dienen.

Führe daher die gleiche Übung durch, die du am Tag zuvor in deinen beiden Übungszeiten unternommen hast, und lasse dich nicht von Zweifeln oder von Verwirrung abhalten. Sei heute ein wahrer Schüler. Achte darauf, dass du dich auf deine Übung konzentrierst. Gib dich der Übung hin. Sei heute ein wahrer Schüler.
ÜBUNG 20: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 21: Rückblick

Rekapituliere in deiner dritten Wiederholungsübung alle Lektionen der vergangenen Woche sowie die Ergebnisse dieser Lektionen. Übe heute, keine Schlussfolgerungen zu ziehen, sondern erkenne einfach den Verlauf der Entwicklung und achte auf die Fortschritte, die du bislang gemacht hast. Es ist noch zu früh, um gültige Schlussfolgerungen ziehen zu können, auch wenn es sehr verlockend sein mag, dies zu tun. Beginnende Schüler sind nicht in der Lage, ihren Lehrplan beurteilen zu können. Dieses Recht muss verdient werden und kommt später, wenn du möchtest, dass deine Urteile eine echte Wirkung entfalten und weise sind.
Gehe daher in deiner Übungseinheit den letzten Übungsabschnitt und alles, was bislang erfahren worden ist, noch einmal durch.
ÜBUNG 21: Eine 45-minütige Übungseinheit.

 

Schritt 22: Ich bin umgeben von den Lehrern Gottes.

Du bist tatsächlich von den Lehrern Gottes umgeben, die eine Ausbildung durchlaufen haben, die in vielerlei Hinsicht ähnlich derjenigen ist, die du jetzt absolvierst. Obwohl sie in zahlreichen verschiedenen Formen, zu verschiedenen Zeitaltern, in verschiedenen Welten dargebracht wurde, wurde ihnen eine ähnliche Ausbildung gegeben, die auf ihren früheren Verstandeszustand und ihre früheren Lebensumstände weise zugeschnitten war.
Spüre heute in zwei 15-minütigen Übungszeiten die Präsenz der Lehrer Gottes. Du kannst sie noch nicht mit deinen Augen sehen, und du kannst sie noch nicht mit deinen Ohren hören, weil diese Sinneskräfte noch nicht ausreichend verfeinert worden sind, aber du kannst ihre Präsenz spüren, denn ihre Präsenz umgibt und schützt dich. Lasse dich in deiner Übung nicht von anderen Gedanken stören. Lasse keine Zweifeln oder Verwirrung zu, denn du musst dich vorbereiten, um den Lohn, den du anstrebst, zu empfangen, und du musst wissen, dass du nicht allein auf der Welt bist, um die Stärke, das Vertrauen und die Quelle der Weisheit zu besitzen, die notwendig sind, um dasjenige zu erreichen, weswegen du hierher gesandt worden bist.
Du bist umgeben von den Lehrern Gottes. Sie sind hier, um dich zu lieben, dich zu unterstützen und dich zu führen.
ÜBUNG 22: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 23: Ich werde geliebt, umgeben und unterstützt von den Lehrern Gottes.

Die Wahrheit dessen wird offensichtlich werden, während du dich vorbereitest, aber vorerst erfordert sie möglicherweise großes Vertrauen. Dieser Gedanke stellt möglicherweise bestehende Vorstellungen oder Überzeugungen infrage, aber er ist dennoch wahr. Gottes Plan ist unsichtbar und wird nur von wenigen erkannt, weil nur sehr wenige die Offenheit des Verstandes und das hohe Maß an Aufmerksamkeit besitzen, die es ihnen ermöglichen, dasjenige zu erkennen, was offenkundig um sie herum geschieht, was zu diesem Zeitpunkt aber ganz und gar nicht offenkundig für sie ist. Deine Lehrer lieben dich, umgeben dich und unterstützen dich, denn du trittst in die Kenntnis ein. Dies ruft sie an deine Seite. Du bist einer der wenigen, die die Aussicht und die Möglichkeit besitzen, aus dem Schlaf deiner eigenen Einbildung in die Gnade der Wirklichkeit zu erwachen.
Spüre daher heute in deinen beiden Übungseinheiten diese Liebe, Unterstützung und Führung. Es ist ein Gefühl. Es sind keine Gedanken. Es ist ein Gefühl. Es ist etwas, das man spüren muss. Liebe ist etwas, das du spüren musst, um sie zu kennen. Du wirst von deinen Lehrern wirklich geliebt, umgeben und unterstützt, und du bist ihres großen Geschenks an dich vollkommen würdig.
ÜBUNG 23: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 24: Ich bin der Liebe Gottes würdig.

Du bist der Liebe Gottes gewiss würdig. Eigentlich bist du in Wirklichkeit die Liebe Gottes. Ohne jegliche Verstellung, in deinem innersten Kern, ist dies dein Wahres Selbst. Es ist noch nicht dasjenige Selbst, das du erfährst, und bis du es erfährst, behaupte nicht, dass dies deine Erfahrung sei. Aber sei dir wahrlich bewusst, dass dies dein Selbst ist. Du bist eine Person, aber du bist größer als eine Person. Wie kannst du der Liebe Gottes unwürdig sein, wenn es das ist, was du bist? Deine Lehrer umgeben dich und versorgen dich mit dem, was du bist, damit du dich selbst und deine wahre Beziehung mit dem Leben erfahren kannst.
Übe heute in deinen beiden Übungszeiten noch einmal, die Liebe, Unterstützung und Führung deiner Lehrer zu empfangen, und falls irgendein Gedanke dies verhindern sollte, falls irgendein Gefühl dies unterbinden sollte, erinnere dich an deine große Würdigkeit. Du bist würdig, nicht für das, was du auf der Welt getan hast. Du bist würdig dafür, wer du bist, wo du herkommst und wohin du gehst. Dein Leben mag voll von Irrtümern und Fehlern, falschen Entscheidungen und schlecht getroffenen Wahlen sein, aber du bist doch aus deiner Uralten Heimat gekommen, in die du zurückkehren wirst. Deine Würdigkeit in den Augen Gottes bleibt unverändert. Es gibt lediglich große Bemühungen, deine Irrtümer zu korrigieren, damit du dein Wahres Selbst erfahren kannst, sodass es der Welt dargebracht werden kann.
Übe daher in deinen Übungszeiten Empfänglichkeit und die Erfahrung wahrer Würdigkeit. Lasse keinen Gedanken zu, der in Widerspruch zur größten Wahrheit des Lebens steht.
ÜBUNG 24: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 25: Ich bin eins mit der größten Wahrheit des Lebens.

Was ist die größte Wahrheit des Lebens? Sie ist etwas, das erfahren werden muss, denn keine große Wahrheit kann in einem bloßen Gedanken enthalten sein, obwohl Gedanken sie im Rahmen deiner derzeitigen Erfahrungen widerspiegeln können. Eine große Wahrheit ist stets das Ergebnis einer großer Beziehung. Du führst eine große Beziehung mit dem Leben. Du führst eine große Beziehung mit deinen wahren Lehrern, die in dir weilen. Schließlich wirst du auch mit jenen in deinem äußeren Leben große Beziehungen erfahren, aber zunächst musst du den Ursprung deiner großen Beziehung so erfahren, wie sie bereits vorhanden ist. Danach muss sie nur noch auf die äußere Welt übertragen werden, was du mit der Zeit auf ganz natürliche Weise tun wirst.
Übe in deinen beiden Übungseinheiten, diese Beziehung zu spüren. Wieder bist du aufgefordert, zu empfangen, weil du dies empfangen musst, um es zu geben. Sobald es empfangen worden ist, wird es sich ganz von selbst auf natürliche Weise geben. Im Zuge dessen wird deine Würdigkeit wiedererrichtet, weil sie vollkommen offenkundig ist. Du brauchst weder dich selbst noch deine Erfahrung falsch darzustellen. Eine große Liebe auf ehrliche Weise zu teilen, bedeutet, dass du es erfahren musst. Es ist diese Erfahrung, die wir dir heute vermitteln wollen.
ÜBUNG 25: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 26: Meine Irrtümer bringen meine Kenntnis hervor.

Es ist zwecklos, Irrtümer zu rechtfertigen, aber Irrtümer können dazu führen, dass du die Wahrheit zu würdigen lernst, und dadurch können sie dich zu wahrer Kenntnis führen. Dies ist der einzige Wert, den sie überhaupt haben. Wir entschuldigen Irrtümer nicht, aber falls Irrtümer auftreten, wollen wir, dass sie deinem wahrsten Bedürfnis dienen, damit du aus ihnen lernst und sie nicht mehr wiederholst. Du sollst deine Irrtümer nicht einfach vergessen, denn das kannst du nicht. Du sollst deine Irrtümer nicht rechtfertigen, denn dies macht dich unehrlich. Du sollst nicht denken, dass deine Irrtümer dir einen reinen Dienst erweisen, denn sie waren tatsächlich schmerzhaft. Dies bedeutet in Wahrheit, dass du Irrtümer als Irrtümer erkennen und dann versuchen sollst, sie zu deinem eigenen Wohl zu verwenden. Der Schmerz und die Beschwerlichkeiten der Irrtümer müssen akzeptiert werden, denn dies lehrt dich, was real ist und was nicht, was einen Wert für dich hat und was keinen Wert hat. Deine Irrtümer zugunsten der Entwicklung zu nutzen, bedeutet, dass du die Irrtümer akzeptiert hast und jetzt versuchst, sie zu verwenden, um einen Nutzen daraus zu ziehen, denn bis aus einem Irrtum ein Nutzen gewonnen werden kann, bleibt er nur ein Irrtum und wird eine Quelle des Schmerzes und der Unbehaglichkeit für dich bleiben.
Schaue heute in deinen beiden 30-minütigen Übungseinheiten auf bestimmte Irrtümer, die du begangen hast und die sehr schmerzhaft gewesen sind. Versuche nicht, ihren Schmerz zu verdrängen, sondern erkenne, wie du sie in deinen derzeitigen Lebensumständen zu deinem eigenen Vorteil nutzen kannst. Die Verwendung von Irrtümern auf diese Weise kann dir zeigen, was zu tun ist und welche Korrekturen oder Anpassungen vorgenommen werden müssen, um die Qualität deines Lebens zu verbessern. Denke daran, dass jede Auflösung von Irrtümern stets wahre Erkenntnis und wahre Wahrnehmung in Beziehungen schafft.
Schaue in deinen Übungseinheiten noch einmal zurück auf die Irrtümer, die dir in den Sinn kommen, während du alleine ruhig dasitzt, und erkenne, wie ein jeder davon jetzt zu deinem Vorteil genutzt werden kann. Was soll aus ihnen gelernt werden? Was muss getan werden, das zuvor nicht getan worden ist? Was darf nicht getan werden, das zuvor getan worden ist? Wie können diese Irrtümer schon im Vorfeld erkannt werden? Was waren die Zeichen, die ihnen vorausgegangen sind, und wie können solche Zeichen im Vorfeld von Irrtümern künftig erkannt werden?
Nutze diese Übungseinheiten für diesen auf dein Inneres gerichteten Prozess, und wenn du damit fertig bist, sprich mit niemandem über die Ergebnisse, sondern lasse die Untersuchung auf natürliche Weise fortfahren, so wie es auf natürliche Weise geschehen wird.
ÜBUNG 26: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 27: Ich besitze eine Weisheit, die ich entdecken möchte.

Diese Affirmation stellt deinen wahren Willen dar. Falls du dies nicht spürst, bedeutet es, dass du an etwas festhältst, das unwahr und ohne wahres Fundament in deinem Sein ist. Falls du jemals das Gefühl gehabt hast, dass die Wahrheit dich betrogen hat, dann hast du ihren Wert nicht erkannt. Vielleicht hat sie deine Pläne und Ziele vereitelt. Vielleicht hast du etwas verloren, das du unbedingt haben wolltest. Vielleicht hinderte sie dich daran, etwas anzustreben, das begehrenswert war. Aber in allen Fällen hat sie dich vor Schmerz und Elend bewahrt. Bis deine wahre Aufgabe erkannt wird, kannst du nicht würdigen, wie die Wahrheit dir gedient hat, denn bis deine Aufgabe entdeckt wird, wirst du versuchen, andere Aufgaben für dich zu beanspruchen und sie zu rechtfertigen. Wenn die Wahrheit von diesen anderen Aufgaben abrät oder sie ablehnt, kann es zu großer Verwirrung und zu Konflikten kommen. Doch bedenke, dass die Wahrheit dich stets vor einem größeren Irrtum bewahrt hat, den du ansonsten begangen hättest.
Menschen können Kenntnis nicht erfahren, weil sie mit Gedanken und Urteilen beschäftigt sind. Diese Gedanken und Urteile bilden eine in sich geschlossene Welt für ein Individuum, eine in sich geschlossene Welt, aus der sie nicht hinaus schauen können. Sie sehen nur den Inhalt ihrer Gedanken, und dies verfärbt ihre Erfahrungen vom Leben so stark, dass sie das Leben überhaupt nicht erkennen können.
Schaue und erkenne daher in deinen beiden 30-minütigen Übungseinheiten, wie die Wahrheit dir gedient hat. Schaue auf Erfahrungen, die glücklich waren. Schaue auf Erfahrungen, die schmerzhaft waren. Schaue besonders bei schmerzhaften Erfahrungen darauf, wie die Wahrheit dir gedient hat. Schaue ganz offen. Verteidige nicht eine frühere Position, falls du der Versuchung unterliegen solltest, dies zu tun. Wenn der Schmerz eines Verlustes aus einem früheren Zeitpunkt noch fortbesteht, akzeptiere diesen Schmerz und seine Enttäuschung, aber versuche hinzuschauen und zu erkennen, wie dir durch diesen Verlust wahrlich gedient wurde.
Diese Sichtweise, dass deine Erfahrungen dir dienen, ist etwas, das du kultivieren musst. Sie rechtfertigt nicht die Erfahrung selbst. Begreife dies. Sie gibt dir lediglich die Möglichkeit, deine Erfahrung zugunsten deiner Fortentwicklung und deiner Stärkung zu nutzen. Die Wahrheit ist in der Welt der Illusionen tätig, um jenen zu helfen, die in ihren Leben auf Wahrheit antworten. Du antwortest auf Wahrheit, denn ansonsten würdest du dieses Entwicklungsprogramm nicht durchführen. Dadurch bist du an den Punkt gelangt, wo es scheint, dass die Wahrheit mit anderen Dingen konkurriert und deshalb nur sehr schwer zu erkennen ist. In diesem Entwicklungsprogramm wird die Wahrheit von allem anderen so unterschieden, dass du sie unmittelbar erfahren kannst und du dir nicht im Unklaren bist hinsichtlich ihrer Erscheinung oder ihrer Nützlichkeit in deinem Leben. Denn die Wahrheit ist hier, um dir zu dienen, ebenso wie du hier bist, um der Wahrheit zu dienen.
ÜBUNG 27: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 28: Rückblick

Lass uns unsere vierte Wiederholungseinheit mit einem besonderen Gebet beginnen:
“Ich akzeptiere meine Kenntnis als ein Geschenk Gottes. Ich akzeptiere meine Lehrer als meine älteren Brüder und Schwestern. Ich akzeptiere meine Welt als einen Ort, an dem Kenntnis zurückerlangt und beigetragen werden kann. Ich akzeptiere meine Vergangenheit als eine Demonstration des Lebens ohne Kenntnis. Ich akzeptiere die Wunder meines Lebens als eine Demonstration der Präsenz von Kenntnis, und ich gebe mich jetzt hin, um das höchste Gut in mir heranzubilden, damit es der Welt gegeben werden kann.”
Lass uns noch einmal die vergangene Übungswoche rekapitulieren und dabei abermals alle Anweisungen lesen und mit jedem Schritt nachvollziehen, was sich in deinen Übungseinheiten ereignet hat. Achte darauf, dich selbst zu fragen, wie tief du an den Übungen beteiligt warst – wie sehr du suchen und forschen wolltest, wie sorgfältig du deine eigene Erfahrung untersucht hast und wie stark du die Motivation verspürt hast, alle möglicherweise bestehenden Hindernisse zu überwinden.
Unsere 45-minütige Übungseinheit wird beginnen, dir einen Ausblick auf deine Entwicklung im Rahmen dieser Vorbereitung zu geben. Dies geschieht nicht nur zu deinem eigenen Nutzen, sondern auch zum Nutzen jener, denen du in Zukunft dienen wirst, denn so wie du jetzt empfängst, so wirst du den Wunsch haben zu geben, in jedem Zusammenhang und auf jede Weise, die für dich geeignet sind. Du musst begreifen, wie Menschen lernen und wie Menschen sich entwickeln. Dies muss aus deiner eigenen Erfahrung kommen und die Liebe und das Mitgefühl darstellen, die die natürliche Ausstrahlung deiner Kenntnis sind. Lasse dich auch diesmal nicht durch Zweifel oder Verwirrung von deinem wahren Einsatz abhalten.
ÜBUNG 28: Eine 45-minütige Übungseinheit.

 

Schritt 29: Ich werde mich heute selbst beobachten, um über Kenntnis zu lernen.

Beobachte dich an diesem besonderen Übungstag während des ganzen Tages, und halte dabei so gut wie möglich dein Bewusstsein für deine Gedanken und dein Verhalten aufrecht. Um diese Fähigkeit der Selbstbeobachtung zu entwickeln, musst du so weit wie möglich frei von Urteilen sein, denn Urteile halten dich davon ab, aufmerksam zu sein. Du musst dich selbst erforschen, so als ob du jemand anderes wärest, mit dem du sehr viel objektiver umgehen kannst.
Lass uns heute zu jeder vollen Stunde üben. Du wirst zu jeder Stunde in dich gehen müssen, um deine Gedanken zu betrachten und dein gegenwärtiges Verhalten zu beobachten. Diese konstante Selbstüberprüfung wird dir ermöglichen, dich weit mehr mit deinen gegenwärtigen Erfahrungen zu befassen, und sie wird deiner Kenntnis gestatten, ihre günstige Wirkung auf dich in weit größerem Umfang auszuüben. Kenntnis weiß, was du benötigst, und sie weiß, wie sie dir dienen kann, aber du musst lernen, wie man empfängt. Mit der Zeit wirst du auch lernen müssen zu geben, damit du noch mehr empfangen kannst. Dein Empfangen ist wichtig, weil es dich die Lage versetzt, zu geben, und Geben ist das Wesen der Erfüllung in dieser Welt. Aber du kannst nicht aus einem Zustand der Armut geben. Daher muss dein Geben wahrhaft sein und der überquellenden Empfänglichkeit entstammen, die du in dir selbst und in deinen Beziehungen mit anderen und mit dem Leben kultiviert hast.
Jede Übungseinheit braucht nur einige Minuten zu dauern, aber sie sollte deine volle Aufmerksamkeit erhalten. Du brauchst deine Augen nicht zu schließen, aber wenn es angemessen ist, kann es hilfreich sein. Du kannst mitten in einem Gespräch mit jemandem üben. Es gibt tatsächlich nur sehr wenige Umstände, die diesen Moment der Innenschau verhindern. Frage dich während der Übung einfach “Wie fühle ich mich?” und “Was tue ich jetzt gerade?” Das ist alles. Dann spüre, ob es etwas gibt, das du tun musst und das du derzeit nicht tust. Falls keine Korrekturen vorgenommen werden müssen, mache weiter mit dem, was du gerade tust. Falls Korrekturen vorgenommen werden müssen, erledige sie so zweckmäßig wie möglich. Lasse dich von deiner inneren Führung leiten, was sie auch tun wird, falls du nicht von Impulsen, Ängsten oder Ehrgeiz beherrscht wirst. Beobachte dich selbst an diesem Tag.
ÜBUNG 29: Stündliche Übung.

 

Schritt 30: Heute werde ich meine Welt beobachten.

Beobachte an diesem Tag deine Welt und befolge dabei den gleichen Übungsplan wie am Vortag. Beobachte deine Welt ohne Urteil und beobachte ohne Urteil, was du auf der Welt machst. Dann spüre, ob irgendetwas getan werden muss. Auch hier werden deine stündlichen Übungen nur wenige Minuten in Anspruch nehmen, und während du übst, werden sie immer schneller, klarer und effektiver werden.
Wir möchten, dass du die Welt ohne Urteil betrachtest, denn dies wird dir ermöglichen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Glaube nicht, dass du die Welt bereits so gesehen hast, wie sie wirklich ist, denn das, was du gesehen hast, ist dein Urteil über die Welt. Die Welt, die du ohne Urteil sehen wirst, ist eine ganz andere Welt, die du noch niemals zuvor gesehen hast.
ÜBUNG 30: Stündliche Übung.

 

Schritt 31: Ich möchte eine Welt sehen,die ich noch niemals zuvor gesehen habe.

Dies entspricht deinem Verlangen nach Kenntnis. Es entspricht deinem Verlangen nach Frieden. All dies stellt das gleiche Verlangen dar. Dieses Verlangen entspringt deiner Kenntnis. Es kann mit anderen Wünschen in Konkurrenz treten. Es kann andere Dinge bedrohen, obwohl es dies nicht notwendigerweise tun muss. Daher spiegelt die heutige Affirmation deinen wahren Willen im Leben wider. Wenn dies bekräftigt wird, wird es für dich immer offenkundiger, und du wirst es im Laufe der Zeit immer stärker erfahren können.

Spüre heute zu jeder vollen Stunde dein Verlangen, eine andere Welt zu sehen. Schaue auf die Welt ohne Urteil und sage zu dir selbst: “Ich möchte eine andere Welt sehen.” Tue dies zu jeder Stunde. Versuche, keine Übungseinheit zu versäumen. Übe, egal wie du dich fühlst, egal was geschieht. Du bist größer als deine emotionalen Zustände und daher brauchst du sie nicht zu leugnen, auch wenn sie im Laufe der Zeit unter Kontrolle gebracht werden müssen. Du bist mehr als die Bilder, die du um dich herum siehst, denn sie repräsentieren zumeist dein Urteil über die Welt. Übe an diesem Tag ohne Urteil hinzuschauen und zu spüren, während du schaust.

ÜBUNG 31: Stündliche Übung.

 

Schritt 32: Die Wahrheit ist bei mir. Ich kann sie spüren.

Die Wahrheit ist bei dir. Du kannst sie spüren und sie kann in deinen Verstand und in deine Gefühle hineinleuchten, wenn du sie gewähren lässt. Setze heute deine Vorbereitung fort zur Entwicklung des Verlangens nach Wahrheit und der Fähigkeit, die Wahrheit zu erfahren.

Sitze in deinen beiden längeren Übungszeiten von je 30-minütiger Dauer ganz ruhig da mit geschlossenen Augen, während du tief und regelmäßig atmest und versuchst, die Wahrheit jenseits der ständigen Ruhelosigkeit deines Verstandes zu spüren. Nutze deinen Atem, um tiefer zu gehen, denn deine Atmung wird dich stets über deine Gedanken hinaus tragen, wenn du gewissenhaft an ihr festhältst. Lasse dich durch nichts ablenken oder abbringen. Falls etwas in deinen Verstand eindringt und du Schwierigkeiten hast, es loszulassen, sage dir, dass du etwas später darauf zurückkommen wirst, aber dass du gerade jetzt eine kleine Ruhepause von deinem Verstand einlegst. Übe, die Wahrheit zu spüren. Denke die Wahrheit nicht. Übe, die Wahrheit zu spüren.

ÜBUNG 32: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 33: Ich habe eine Mission in meinem Leben zu erfüllen.

Du hast im Leben eine Mission zu erfüllen, eine Mission, die dir gegeben wurde, bevor du hierher kamst, eine Mission, auf die du zurückblicken wirst, nachdem du diesen Ort verlassen hast. Sie umfasst die Wiedererlangung von Kenntnis und die richtige Zusammenarbeit mit anderen, um bestimmte Ergebnisse auf der Welt zu erzielen. Es kommt in diesem Moment nicht so sehr darauf an, dein aktuelles Leben zu bewerten, um herauszufinden, ob es diesen höheren Zweck widerspiegelt, denn du bist gegenwärtig noch mit der Wiedererlangung von Kenntnis befasst. Wenn deine Kenntnis stärker wird, wird sie ihre Güte auf dich und durch dich scheinen lassen. Deine Aktivitäten werden dann so angepasst, wie es erforderlich ist. Daher musst du der Vergangenheit oder deinen aktuellen Aktivitäten keine Vorwürfe machen oder sie entschuldigen, denn du hältst jetzt an einer größeren Stärke in dir fest.

Verweile heute in deinen beiden langen Übungszeiten bei dem Gedanken, dass es für dich eine große Mission im Leben gibt. Denke hierüber nach. Lasse dich nicht sofort von deiner eigenen ersten Antwort überzeugen. Denke sorgfältig darüber nach. Denke nach, was dies bedeuten könnte. Denke an die Momente in deinem Leben, als du bereits zuvor hierüber nachgedacht hast oder es für möglich gehalten hast. In deinen beiden Übungszeiten wirst du dann die Gelegenheit erhalten, hierüber nachzudenken, aber gib acht – ziehe noch keine Schlussfolgerungen.

ÜBUNG 33: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 34: Ich bin ein beginnender Schüler der Kenntnis.

Du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis. Unabhängig davon, für wie intuitiv du dich halten magst, unabhängig davon, für wie verstandesmäßig begabt du dich halten magst, unabhängig davon, für wie emotional ehrlich du dich halten magst, ungeachtet deiner anerkannten Fortschritte, du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis. Sei froh, dass dem so ist, denn beginnende Schüler befinden sich in der Lage, alle Dinge zu lernen und ihre Leistungen nicht verteidigen zu müssen. Wir schmälern deine Leistungen nicht, sondern wollen das Licht der Wahrheit auf die Größe scheinen lassen, die darauf wartet, in dir entdeckt zu werden, eine Größe, die dir wahre Gleichheit im Leben geben wird und die dir mit der Zeit offenbaren wird, für welche ganz spezifische Aufgabe du hierhergekommen bist.

Beginne deine beiden Übungszeiten, indem du dir zugestehst, ein beginnender Schüler der Kenntnis zu sein, und indem du dich daran erinnerst, keine voreiligen Schlüsse über diesen Lehrplan oder über deine Fähigkeiten als Schüler zu ziehen. Solche Urteile sind verfrüht und spiegeln nur selten in irgendeiner Weise die Wahrheit wider. Sie sind meist eine Form der Selbstentmutigung und dienen überhaupt keinem würdigen Zweck.

Nachdem du dir den heutigen Leitgedanken selbst verkündet hast und dich daran erinnerst, nicht zu urteilen, übe dich in deinen beiden Übungseinheiten für jeweils 15 Minuten in innerer Stille. Versuche, die Wahrheit in dir zu spüren. Konzentriere deinen Verstand auf einen Punkt, entweder einen physischen Punkt oder, falls nötig, einen imaginären Punkt. Lasse dein Inneres zur Ruhe kommen. Lasse dich soweit wie möglich ruhig werden, und sei nicht entmutigt, falls Schwierigkeiten auftauchen. Du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis und kannst daher alle Dinge lernen.

ÜBUNG 34: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 35: Rückblick

Diese Wiederholungsübung wird dir die Gelegenheit geben, etwas über den Weg der Kenntnis in der Größeren Gemeinschaft zu lernen. Gehe in zwei 30-minütigen Übungszeiten deine Anweisungen der Vorwoche sowie deine Erfahrungen während der Übungen noch einmal durch. Tue dies mit so wenig Urteil wie möglich. Schaue und erkenne lediglich, welche Anweisungen gegeben wurden, was du getan hast und was das Ergebnis war. Diese objektive Überprüfung wird dir den größten Zugang zu Einsicht und Verständnis mit einem Minimum an Schmerz und Selbstmissbrauch vermitteln. Du lernst jetzt, dein Leben objektiv zu betrachten ohne den Inhalt deiner Emotionen zu unterdrücken. Anstatt zu versuchen, einen Aspekt von dir zu zerstören, versuchst du einfach, einen anderen heranzubilden.

Verwende daher in deiner Wiederholungsübung Folgendes als Wegweiser: “Ich werde schauen, aber ich werde nicht urteilen.” Auf diese Weise wirst du in der Lage sein, Dinge zu erkennen. Erinnere dich, wie viel einfacher es für dich sein kann, Einblick in das Leben eines anderen zu erlangen und wie wenig Einblick du in dein Eigenes hast. Größere Objektivität gegenüber anderen ist deshalb möglich, weil du nicht versuchst, ihr Leben für einen bestimmten Zweck zu benutzen, und je mehr du dies versuchst, desto weniger wirst du sie, ihre Natur, ihre Entwicklung oder ihr Schicksal verstehen können. Je weniger du also versuchst, dein Leben zu benutzen, desto mehr wirst du in der Lage sein, es zu verstehen, es zu schätzen und mit seinem inneren Mechanismus zu arbeiten, um einen größeren Fortschritt zu erzielen.

ÜBUNG 35: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

Schritt 36: Mein Leben ist ein Mysterium, das es zu erforschen gilt.

Dein Leben ist wahrlich ein Mysterium und, ja, es erfordert wahrhaftig, dass du es erforscht, wenn du seinen Zweck, seine Bedeutung und seine wahre Richtung begreifen möchtest. Dies ist für dein Glück und deine Erfüllung in der Welt von Bedeutung, denn wenn du dein Leben sorgfältig betrachtet hast, wirst du feststellen, dass du nicht mit kleinen Dingen zufrieden gewesen bist. Denn dir, der du Kenntnis suchst, muss etwas Größeres gegeben werden. Du musst die bloße Oberfläche der Dinge, die die meisten Menschen anscheinend ausreichend stimuliert, durchdringen. Du musst deine tiefere Sehnsucht akzeptieren, ansonsten wirst du dir selbst unnötiges Leid und Konflikte zufügen. Es ist nicht wichtig, welchen Dingen andere Leute Wert beimessen. Wichtig ist, was du wertschätzt. Wenn du eine größere Bedeutung suchst, welche die wahre Bedeutung ist, dann musst du die Oberfläche deines Verstandes durchdringen.

Konzentriere dich heute in deinen zwei Übungseinheiten in der Meditation wieder auf das Gefühl der Präsenz deiner spirituellen Lehrer. Dies ist etwas, das du versuchen musst zu tun. Es bedeutet einfach zu entspannen, zu atmen und deinem Verstand zu erlauben, sich zu öffnen. Die Qualität deiner Beziehung mit deinen Lehrern ist wichtig, um dir Kraft und Ermutigung zu geben, denn du könntest zurecht an deinen eigenen Fähigkeiten zweifeln, aber du hast guten Grund, den Fähigkeiten deiner Lehrer voll zu vertrauen, die diesen Weg bereits zuvor auf ihrem Weg zur Kenntnis beschritten haben. Sie kennen den Weg, den sie dir jetzt mitteilen wollen.

ÜBUNG 36: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 37: Es gibt einen Weg zur Kenntnis.

Wie könnte es keinen Weg zur Kenntnis geben, wenn sie dein Wahres Selbst ist? Wie könnte es keine Möglichkeit für Kenntnis geben, sich zum Ausdruck zu bringen, wenn sie die natürlichste Ausdrucksform ist? Wie könnte es keine Möglichkeit für Kenntnis geben, dich in Beziehungen zu führen, wenn Kenntnis die perfekte Quelle all deiner Beziehungen ist? Es gibt einen Weg zur Kenntnis. Er erfordert Geschick und Willen. Beides wird einige Zeit brauchen, um sich zu entwickeln. Du musst lernen, das Wahre wertzuschätzen und nicht Wert auf das Falsche zu legen und es braucht Zeit, um zu lernen, beides voneinander zu trennen und es zu erkennen. Es braucht Zeit, um zu lernen, dass das Falsche dich nicht zufriedenstellt und dass die Wahrheit dich zufriedenstellt. Dies muss durch Versuch und Irrtum und durch Kontrast erlernt werden. Wenn du dich der Kenntnis näherst, wird dein Leben reichhaltiger, gewisser und unmittelbarer. Wenn du dich von ihr entfernst, begibst du dich wieder in Verwirrung, Frustration und Wut.

Verbringe in deinen heutigen beiden Übungseinheiten, die keine Meditationsübungen sein werden, mindestens 15 Minuten damit, über all die Möglichkeiten nachzudenken, wie Zugang zu Kenntnis erlangt werden kann. Schreibe auf einem Blatt Papier all die Möglichkeiten auf, wie Kenntnis erreicht werden kann. Verbringe beide Übungseinheiten damit, dies zu tun, und schöpfe alle Möglichkeiten aus, die dir in den Sinn kommen. Versuche, ganz konkret zu sein. Nutze deine Phantasie, aber zeige Wege auf, die dir sehr real und sinnvoll vorkommen. Auf diese Weise wirst du wissen, was du darüber denkst, wie ein Weg zur Kenntnis gefunden werden kann, und daran wirst du erkennen, dass Gott den Weg zur Kenntnis kennt.

ÜBUNG 37: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 38: Gott kennt den Weg zur Kenntnis.

Wie kannst du deinen Weg finden, wenn du dich verirrt hast? Wie kannst du Gewissheit kennen, wenn du das Vorläufige so sehr wertschätzt? Wie kannst du die Macht deines eigenen Lebens kennen, wenn du durch die Androhung von Verlust und Zerstörung so eingeschüchtert bist? Das Leben ist gut zu dir, denn es bietet dir nicht nur den Lohn an, sondern auch den Weg zum Lohn. Bliebe es dir überlassen, wäre das in der Tat grausam, denn du müsstest jede einzelne Möglichkeit ausprobieren, die du dir überhaupt ausdenken könntest, und dann hättest du noch all die Möglichkeiten, die andere erdacht haben, und sogar noch jene Möglichkeiten, Kenntnis zu erreichen, die andere erfolgreich angewandt haben, die jedoch nicht für dich funktionieren. Wie kannst du in deiner kurzen Zeitspanne in der Welt all dies erreichen und dabei deine Lebenskraft bewahren? Wie kannst du deine Hoffnung auf Kenntnis aufrechterhalten, wenn dich so viele Möglichkeiten enttäuschen werden?

Habe heute Vertrauen in dem Wissen, dass Gott den Weg zur Kenntnis kennt und du dem Weg, der aufgezeigt wird, bloß zu folgen brauchst. Auf diese Weise entsteht Kenntnis auf einfache Weise in dir, weil sie anerkannt wird, denn nur Gott kennt die Kenntnis in dir, und nur die Kenntnis in dir kennt Gott. Wenn die beiden miteinander in Resonanz treten, werden sie besser erkennbar. Darin findest du Frieden.

Übe in deinen heutigen beiden Übungszeiten von jeweils 30-minütiger Dauer die Präsenz Gottes zu spüren, schweigend, in der Stille. Ohne an Gott zu denken, ohne zu spekulieren, ohne zu fragen, ohne zu zweifeln, sondern einfach nur fühlend. Das, worauf du dich jetzt konzentrierst, ist keine Einbildung, auch wenn du daran gewöhnt bist, dich auf Einbildungen zu konzentrieren. In Stille und Ruhe wird alles deutlich. Gott ist ganz still, denn Gott geht nirgendwo hin. Wenn du still wirst, wirst du die Macht Gottes spüren.

ÜBUNG 38: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 39: Die Macht Gottes ist bei mir.

Die Macht Gottes ist bei dir. Sie liegt in deiner Kenntnis. Lerne daher, deine Kenntnis wiederzuerlangen, und du wirst lernen, die Macht, die Gott dir gegeben hat, zurückzugewinnen, und du wirst deine Macht ebenfalls wiedererlangen, denn deine Macht wird notwendig sein, damit du dich der Macht Gottes nähern kannst. Dadurch wird alles, was wahrhaft machtvoll ist, und alles, was wahrhaft gut ist, in dir und in Gott bestätigt werden. Lasse diesen Tag daher einen Tag sein, an dem diese Präsenz und diese Kraft in deinem Leben erfahren wird. Du brauchst dir Gott nicht in deiner Phantasie vorzustellen. Du brauchst dir keine Bilder oder Vorstellungen zu machen, um dein Verständnis oder deinen Glauben zu stärken. Du brauchst lediglich die Übungen anwenden, die dir hier gegeben werden.

Gehe in deinen beiden tiefen Meditationsübungen von je 30 Minuten noch einmal in die Stille und erlaube dir, die Macht Gottes zu spüren. Nutze deine eigene Macht, um deinen Verstand zu lenken, und lasse dich nicht von Zweifeln oder Ängsten hiervon abbringen. Die Macht Gottes stellt das Mysterium deines Lebens dar, denn sie stellt die Macht dar, die du von Gott mitgebracht hast, damit sie entsprechend dem Größeren Plan auf richtige Weise in der Welt genutzt wird. Lasse dich daher die Übung mit Hingabe, mit Einfachheit und mit Demut durchführen, damit du die Macht Gottes spüren kannst.

ÜBUNG 39: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 40: Heute werde ich die Macht Gottes spüren.

Gottes Macht ist so vollständig und so umfassend, dass sie alles durchdringt. Nur der Verstand derjenigen, die getrennt sind und die sich in der Wertschätzung ihrer eigenen Gedanken verirrt haben, kann überhaupt von der großen Güte Gottes getrennt werden. Diejenigen, die Gott geantwortet haben, werden mit der Zeit zu Gottes Boten, sodass sie die Gaben der Gnade denjenigen geben können, die in Verwirrung zurückbleiben.

All die scheinbaren Mächte deiner Welt – die Naturgewalten, die Unvermeidbarkeit deines Todes, die allgegenwärtige Bedrohung durch Krankheit, Verlust und Zerstörung sowie alle Erscheinungsformen von Konflikten – sind allesamt vorübergehende Bewegungen in der großen Stille Gottes. Es ist diese große Stille, die dich aufruft, zum Frieden und zur vollen Freude Gottes zurückzukehren, aber du musst dich vorbereiten.

Heute bereitest du dich in deinen beiden 30-minütigen Übungseinheiten vor. Versuche in ruhiger Meditation, die Macht Gottes zu spüren. Du brauchst keine magischen Vorstellungen heraufzubeschwören, denn diese Macht ist etwas, das du fühlen kannst, da sie überall ist. Egal, wie deine Umstände oder dein Zustand sind, ob sie für deine Entwicklung günstig sind oder nicht, heute kannst du die Macht Gottes spüren.
ÜBUNG 40: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 41: Ich habe keine Angst vor der Macht Gottes.

Diese Affirmation ist so wichtig für dein Glück, denn du musst wieder lernen, der Macht der Liebe und der Macht Gottes zu vertrauen. Hierzu musst du deine früheren Gedanken, Vermutungen und Bewertungen über vergangene schmerzhafte Erfahrungen loslassen. Es ist schmerzhaft, von dem, was du über alle Maßen liebst, getrennt zu sein, und der einzige Weg, um diese Trennung aufrecht zu erhalten ist, alles, was du liebst, zu verleumden, ihm eine böse Absicht zu unterstellen und dann Schuld in dir zu erzeugen. Um die Macht Gottes zu spüren und zu akzeptieren, müssen das Böse und die Schuld dich verlassen. Du musst dich weiter hinaus wagen, um dasjenige zu erkunden, was vollkommen natürlich ist. Es ist als ob du gleichzeitig sowohl Neuland beschreitest als auch heimkehrst.
Übe heute daher zweimal in der Stille, die Macht Gottes zu spüren. Erwarte keine Antworten von Gott. Du brauchst überhaupt nicht zu sprechen, sondern nur gegenwärtig zu sein, denn wenn du lernst, eine Beziehung mit dem zu unterhalten, was die Quelle all deiner Beziehungen ist, können die Informationen, die du benötigst, auf einfache Weise zu dir kommen, um dich zu führen, dir Trost zu spenden und dich zu korrigieren, soweit notwendig. Aber zunächst musst du die Macht Gottes spüren, und darin wirst du deine eigene Stärke finden.

ÜBUNG 41: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 42: Rückblick

Rekapituliere in deiner heutigen Wiederholungsübung alle Anweisungen, die in der vergangenen Woche dargelegt worden sind, und deine Übungserfahrungen. Lege heute besonderes Augenmerk darauf, zu erkennen, wie tief und wie sorgfältig du übst. Stelle sicher, dass du die Lektionen nicht abänderst oder anpasst, damit sie deinem Geschmack oder deinen Erwartungen entsprechen. Bedenke, dass du lediglich den Lehrplan zu befolgen brauchst, um seinen wahren Lohn zu empfangen. Dein Beitrag ist klein. Unser Beitrag ist groß. Wir stellen die Mittel zur Verfügung. Du brauchst sie nur befolgen, mit Zuversicht und in wahrer Erwartung. Indem du dies befolgst, wirst du Geduld, scharfes Wahrnehmungsvermögen, Vertrauen, Beständigkeit und Selbstwertgefühl entwickeln. Weshalb Selbstwertgefühl? Weil du dir selbst einen großen Wert beimessen musst, um dir zu gestatten, dich den großen Gaben der Kenntnis zu nähern. Nichts anderes wird Selbsthass und Selbstzweifel wirksamer und vollständiger auflösen als der Empfang der Gaben, die für dich bestimmt sind.
Gehe daher heute im Rahmen deiner einen langen Übungseinheit die Übungen der vergangenen Woche noch einmal durch. Schaue und erkenne ohne Urteil, was dargeboten wurde, was du getan hast und was möglicherweise sonst noch getan werden kann, um deine Übung zu vertiefen, damit du ihren Nutzen noch unmittelbarer empfangen kannst. Falls du Schwierigkeiten hast, erkenne die Probleme und versuche, sie zu beheben. Gib der kommenden Woche eine noch stärkere Mitwirkung. Indem du dies tust, wirst du alle Selbstzweifel und Verwirrung durch die bloße Ausrichtung deines Willens beseitigen.
ÜBUNG 42: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 43: Es ist mein Wille, Gott zu kennen.

Dein Wille ist, Gott zu kennen. Dies ist dein wahrer Wille. Alle anderen Wünsche oder Beweggründe wollen dem, deinem wahren Willen, entkommen. Es ist dein Wille, der für dich furchtbar geworden ist. Du hast Angst vor dem, was du weißt und tief in dir spürst. Dies führt dazu, dass du Zuflucht suchst in anderen Dingen, die dir nicht entsprechen, und darin verlierst du deine Identität und versuchst, eine Identität zu konstruieren, die in Beziehung zu denjenigen Dingen steht, die du zum Zwecke deines Entkommens begehrt hast. In der Isolation bist du unglücklich, aber in Beziehungen wird das Glück zurückerlangt.
Dein Wille ist, Gott zu kennen. Habe keine Angst vor deinem Willen. Du bist von Gott erschaffen. Gottes Wille ist, dich zu kennen. Dein Wille ist, Gott zu kennen. Es gibt keinen anderen Willen. Alle anderen Beweggründe entstammen lediglich der Verwirrung und der Angst. Gott zu kennen, verleiht Gott Macht und verleiht dir ebenfalls Macht.
Übe heute in deinen beiden Übungseinheiten, in ruhiger Meditation, die Stärke deines eigenen Willens zu spüren. Lasse nicht zu, dass Angst und Zweifel deinen Verstand trüben. Du brauchst nicht zu versuchen, den Willen Gottes zu spüren. Er ist ganz einfach da. Es erfordert lediglich deine Aufmerksamkeit, damit du ihn erkennst. Übe daher tief, indem du einfach nur gegenwärtig für diese Erfahrung bist.
ÜBUNG 43: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 44: Ich möchte meine eigene Stärke kennen.

Diese Affirmation findest du möglicherweise äußerst akzeptabel wegen deines dringenden Bedürfnisses hierfür unter deinen derzeitigen Umständen, aber diese Affirmation ist viel tiefgründiger, als du es auf den ersten Blick erkennen kannst. Du besitzt eine viel größere Stärke, als du bislang für dich in Anspruch genommen hast, aber sie kann nicht vollständig verwirklicht werden, bis ihre Anwendung auf eine Weise geleitet wird, die dich wahrlich regeneriert und deine wahren Fähigkeiten zum Vorschein bringt.
Wie kannst du deine Stärke erreichen, wenn du dich schwach und hilflos fühlst, wenn du dich unwürdig fühlst, wenn du mit Schuld oder Verwirrung belastet bist oder im Zorn anderen die Schuld für deine eigenen scheinbaren Fehler zuschiebst? Anspruch auf deine Stärke zu erheben, bedeutet, alles, was dich zurückhält, loszulassen. Du lässt deine Hindernisse nicht los, indem du behauptest, sie würden nicht existieren. Du lässt sie los, weil du etwas Höheres wertschätzt. Ihre Hemmnisse sind lediglich das Zeichen, dass du durch sie hindurchgehen musst. Dann wird deine eigene Stärke herangebildet. Du willst deine Stärke, und du verwendest sie, um deine Stärke zu finden. Wir möchten, dass du deine Stärke kennst und sie zu deinem Wohl nutzt.
Versuche heute in deinen beiden Meditationsübungen, in Ruhe und in Stille, deine eigene Stärke zu spüren. Lasse dich nicht von bloßen Gedanken hiervon abzubringen, denn Ängste und Zweifel sind lediglich Gedanken – flüchtige Dinge, die deinen Verstand wie Wolken durchqueren. Über den Wolken deines Verstandes befindet sich das große Universum der Kenntnis. Lasse daher nicht zu, dass Wolken deine Sicht auf die darüber liegenden Sterne versperren.
ÜBUNG 44: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 45: Alleine kann ich nichts tun.

Alleine kannst du nichts tun. Nichts wurde jemals alleine erreicht, sogar in deiner Welt. Nichts wurde jemals allein erschaffen, sogar in deinem Verstand. Es werden keine Verdienste erlangt, indem etwas alleine getan wird. Alles ist eine gemeinsame Leistung. Alles ist das Resultat von Beziehungen.
Entwertet dies dich als Individuum? Gewiss nicht. Es bietet dir das Umfeld sowie das Verständnis, um deine wahren Leistungen zu begreifen. Du bist größer als deine Individualität, und dadurch kannst du frei von ihren Einschränkungen sein. Du wirkst zwar durch dasjenige Individuum, das du persönlich bist, aber du bist größer als dieses. Akzeptiere die Einschränkungen eines begrenzten Selbst und verlange nicht, dass ein begrenztes Selbst Gott sein muss, oder du wirst ihm große Belastungen und großen Erwartungen aufbürden und es dann für sein Scheitern bestrafen. Dies führt zu Selbsthass. Dies führt dazu, dass du deinem physischen Leben grollst und dich selbst persönlich, emotional und physisch misshandelst. Akzeptiere deine Beschränkungen, damit du in deinem Leben Größe akzeptieren kannst.
Konzentriere dich daher heute in deinen beiden Übungseinheiten, mit geöffneten Augen, auf deine Beschränkungen. Erkenne sie. Beurteile sie nicht als gut oder schlecht. Erkenne sie einfach. Dies verleiht dir Demut, und in Demut bist du in der Lage, Größe zu empfangen. Denn wie kannst du dasjenige empfangen, was deine Beschränkungen überschreitet, wenn du sie verteidigst?
ÜBUNG 45: Zwei 15-minütige Übungseinheiten..

 

Schritt 46: Ich muss klein sein, um groß zu sein.

Stellt es einen Widerspruch dar, dass du klein sein musst, um groß zu sein? Es ist kein Widerspruch, wenn du seine Bedeutung begreifst. Deine Beschränkungen zu erkennen, gestattet dir, in einem begrenzten Kontext sehr erfolgreich zu wirken. Dadurch wird eine größere Realität veranschaulicht, die du zuvor gar nicht hättest begreifen können. Deine Größe darf nicht bloß auf Hoffnung oder hohen Erwartungen basieren. Sie darf nicht auf Idealismus, sondern muss auf echter Erfahrung gegründet sein. Gestatte dir, klein zu sein, und du wirst erfahren, dass Größe mit dir ist und dass Größe ein Teil von dir ist.
Lasse dich heute in deinen beiden Übungseinheiten begrenzt, aber ohne Urteil sein. Es gibt keine Verdammung. Beschäftige deinen Verstand aktiv damit, sich auf deine Beschränkungen zu konzentrieren. Richte deinen Blick darauf ohne Verdammung. Schaue objektiv hin. Du bist dazu bestimmt, ein Vehikel für eine Größere Realität zu sein, damit sie sich auf dieser Welt zum Ausdruck bringen kann. Dein Vehikel des Ausdrucks ist ziemlich begrenzt, aber es ist völlig ausreichend zur Erfüllung der Aufgabe, die du zu erfüllen hast. Indem du seine Beschränkungen akzeptierst, kannst du seinen Mechanismus verstehen und lernen, mit ihm auf konstruktive Weise zu wirken. Dann ist es für dich nicht länger eine Einschränkung, sondern eine Form des freudigen Ausdrucks.
ÜBUNG 46: Zwei 15-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 47: Warum brauche ich Lehrer?

Du wirst diese Frage früher oder später stellen und vielleicht bei vielen Gelegenheiten. Aufgrund deiner Erwartungen an dich selbst würdest du diese Frage stellen. Doch wenn du dein Leben genau betrachtest, wirst du erkennen, dass du für alles, was du je gelernt hast, eine Anleitung benötigt hast. Vielleicht scheinen solche Dinge, die du in dir selbst gespürt hast, von dir selbst erschaffen worden zu sein, aber auch sie sind das Ergebnis einer Anleitung. Du bist durch Beziehungen für alles, was du je gelernt hast, vorbereitet worden, egal ob es eine praktische Fertigkeit oder eine tiefere Einsicht gewesen ist. Dies zu erkennen, erzeugt eine große Wertschätzung für Beziehungen und bekräftigt die Macht von Teilnahme in der Welt auf vollkommene Weise.
Falls du wirklich die Absicht haben solltest, irgendeine Fähigkeit aufrichtig zu erlernen, musst du zunächst erkennen, wie viel du nicht weißt, dann musst du erkennen, wie viel du noch lernen musst, und dann musst du die beste Form der Anleitung aufsuchen. Dies muss auch auf die Wiedererlangung von Kenntnis angewendet werden. Du musst erkennen, wie wenig du weißt, wie viel du wissen musst und dann die Anleitung erhalten, die zur Verfügung gestellt wird. Ist es eine Schwäche, einen Lehrer zu brauchen? Nein, es ist eine ehrliche Erkenntnis, die auf einer ehrlichen Einschätzung beruht. Wenn du erkennst, wie wenig du weißt und wie viel du wissen musst und wie sehr du die Macht der Kenntnis selbst brauchst, dann wirst du verstehen, wie offenkundig dies ist. Wie kann man denen geben, die glauben, dass sie bereits besitzen, wenn sie in Wirklichkeit arm sind? Du kannst es nicht. Und ihre Armut wird von ihnen selbst verschuldet und aufrechterhalten werden.
Warum brauchst du einen Lehrer? Weil du lernen musst. Und du musst das verlernen, was du gelernt hast und was dich zurückhält. Denke heute in deinen beiden Übungseinheiten in der Meditation mit geschlossenen Augen darüber nach, weshalb du einen Lehrer brauchst. Beobachte alle Gedanken, die anzudeuten scheinen, dass du es auf eigene Faust schaffen könntest, wenn du bloß klug genug oder stark genug wärst oder eine andere Eigenschaft erfüllen würdest. Wenn diese Erwartungen aufkommen, erkenne sie als das, was sie sind. Sie sind ein Beharren darauf, dass du unwissend bleibst, indem du dich selbst zu einem geeigneten Lehrer ernennst. Du kannst dir nicht selbst beibringen, was du nicht weißt, und bei dem Versuch, dies zu tun, werden lediglich alte Informationen erneut verwertet und du bleibst an denjenigen Ort gebunden, an dem du dich jetzt befindest.
Erkenne daher in der heutigen Übung dein Bedürfnis nach wahrer Anleitung und deinen Widerstand, falls er da sein sollte, gegen das Vorhandensein der echten Anleitung, die dir jetzt zur Verfügung steht.
ÜBUNG 47: Zwei 30-minütige Übungszeiten.

 

Schritt 48: Eine wahre Anleitung steht für mich bereit.

Eine wahre Anleitung steht für dich bereit. Sie hat darauf gewartet, dass du eine Reife erreichst, in der du ihre Notwendigkeit in deinem Leben erkennst. Dies erzeugt eine wahre Motivation zum Lernen. Sie entsteht, wenn du im Lichte deines wahren Bedürfnisses deine Beschränkungen anerkennst. Du musst dich selbst lieben, um ein Schüler der Kenntnis zu werden, und dich fortwährend selbst lieben, um voranzuschreiten. Es gibt kein anderes Hindernis für das Lernen außer diesem. Ohne Liebe gibt es Angst, denn nichts anderes kann Liebe ersetzen. Aber die Liebe ist nicht ersetzt worden und eine wahre Unterstützung steht für dich bereit.
Versuche heute in deinen beiden Meditationsübungen die Präsenz wahrer Unterstützung zu spüren. Spüre dies in deinem Leben und um dich herum, in der Stille und in der Ruhe. Diese Meditationsübungen werden beginnen, eine größere Sensibilität in dir, einen ganz neuen Wahrnehmungssinn zu öffnen. Du wirst beginnen, Dinge, die vorhanden sind, zu erkennen, obwohl du sie nicht sehen kannst. Du wirst beginnen, auf Ideen und Informationen zu reagieren, obwohl du die Quelle der Botschaft noch nicht hören kannst. Dies ist der eigentliche Prozess beim kreativen Denken, denn Menschen empfangen Ideen; sie erschaffen sie nicht. Du bist Teil eines größeren Lebens. Dein persönliches Leben ist das Vehikel seines Ausdrucks. Deine Individualität wird dann auf eine höhere Weise herangebildet und freudiger, nicht mehr ein Gefängnis für dich, sondern die Form deines freudigen Ausdrucks.
Eine wahre Unterstützung steht für dich bereit. Übe an diesem Tag, ihre anhaltende Gegenwart in deinem Leben zu spüren.
ÜBUNG 48: Zwei 30-minütige Übungszeiten.

 

Schritt 49: Rückblick

Dies markiert den Abschluss deiner siebten Übungswoche. In dieser Wiederholungsübung bist du aufgefordert, alle sieben Übungswochen zu rekapitulieren und dabei alle Anweisungen noch einmal durchzugehen und dir deine Erfahrung bei jeder einzelnen davon in Erinnerung zu rufen. Dies kann mehrere längere Übungsabschnitte erfordern, aber es ist sehr wichtig, damit du ein Verständnis davon erlangst, was es bedeutet, ein Schüler zu sein, und wie Lernerfolge wirklich erreicht werden.
Achte sehr darauf, nicht über dich selbst als Schüler zu urteilen. Du bist nicht in der Lage, dich als Schüler zu beurteilen. Du besitzt nicht die Kriterien hierfür, denn du bist kein Lehrer der Selbsterkenntnis. Du wirst, während du voranschreitest, feststellen, dass einige deiner Fehlschläge zu größeren Erfolgen führen werden, und dass einiges von dem, was du für einen Erfolg gehalten hast, zu Fehlschlägen führen kann. Dies wird dein gesamtes Bewertungssystem hervorheben und dich zu einer größeren Erkenntnis führen. Dies wird dir ermöglichen, Mitgefühl zu haben mit dir selbst und mit anderen, die du jetzt aufgrund ihrer Erfolge und Fehlschläge beurteilst.
Wiederhole daher die ersten achtundvierzig Übungslektionen. Versuche, dich daran zu erinnern, wie du auf jeden Schritt reagiert hast und wie tief du dich selbst eingebracht hast. Versuche, deine Erfolge, deine Leistungen und deine Hindernisse zu betrachten. Du bist so weit gekommen. Herzlichen Glückwunsch! Du hast den ersten Test bestanden. Habe Mut, fortzufahren, denn Kenntnis ist bei dir.
ÜBUNG 49: Mehrere lange Übungseinheiten.

 

Schritt 50: Heute werde ich mit Kenntnis sein.

Sei heute mit Kenntnis, damit dir die Gewissheit und die Kraft der Kenntnis zur Verfügung stehen. Lasse Kenntnis dir Stille verleihen. Lasse Kenntnis dir Stärke und Befähigung geben. Lasse Kenntnis dich lehren. Lasse Kenntnis das Universum so enthüllen, wie es wirklich ist, und nicht so, wie es nach deinem Urteil ist.
Übe in deinen beiden Übungseinheiten in der Stille die Kraft der Kenntnis zu spüren. Stelle keine Fragen. Das ist jetzt nicht notwendig. Streite nicht mit dir selbst über die Realität deines Vorhabens, denn das ist verheerend und bedeutungslos. Du kannst nicht wissen, bis du empfängst, und um zu empfangen, musst du Vertrauen haben in deine Neigung, zu wissen.
Sei heute mit Kenntnis. Lasse dich während deiner Übungseinheiten durch nichts hiervon abbringen. Du brauchst nur zu entspannen und gegenwärtig zu sein. Durch diese Übungen wird eine größere Präsenz erkannt werden, und dies wird beginnen, deine Ängste zu lindern.
ÜBUNG 50: Zwei 30-minütige Übungszeiten

 

Schritt 51: Lass mich meine Ängste erkennen,damit ich die Wahrheit dahinter sehen kann.
Deine Hindernisse müssen erkannt werden, damit du über sie hinaus sehen kannst. Wenn sie ignoriert oder geleugnet werden, wenn sie geschützt oder anders genannt werden, wirst du nicht die Ursache deiner Einschränkung erkennen. Du wirst nicht verstehen, was dich unterdrückt. Dein Leben entstammt nicht der Angst. Dein Ursprung entstammt nicht der Angst. In der Lage zu sein, deine Angst zu begreifen, bedeutet, dass du erkennen musst, dass du Teil von etwas Größerem bist. Aus dieser Erkenntnis heraus kannst du lernen, objektiv gegenüber deinem Leben zu werden und deine jetzigen Umstände ohne Selbstverdammung zu verstehen, denn im Rahmen dieser Umstände musst du dich entwickeln. Du musst dort beginnen, wo du bist. Um dies zu tun, musst du eine Bestandsaufnahme deiner Stärken und Schwächen durchführen.
Ermittle heute in deinen beiden Übungseinheiten die Existenz deiner Ängste und erinnere dich daran, dass deine Realität jenseits dessen liegt, dass du aber deine Ängste begreifen musst, um ihre schädliche Gegenwart in deinem Leben zu verstehen. Schließe deine Augen und wiederhole den heutigen Leitgedanken; dann betrachte jede Angst, die in deinem Verstand auftaucht. Erinnere dich daran, dass die Wahrheit jenseits dieser speziellen Angst liegt. Lasse alle Ängste hochkommen und werte sie auf diese Weise aus.
Um ohne Angst zu sein, musst du die Angst verstehen – ihren Mechanismus, ihren Einfluss auf Menschen und ihr Ergebnis in der Welt. Du musst dies ohne Täuschung und ohne Vorlieben klar erkennen. Du bist ein großes Wesen, das in einem begrenzten Rahmen wirkt, in einer begrenzten Umwelt. Verstehe diese Beschränkungen deiner Umwelt und verstehe die Beschränkungen deines Vehikels, und du wirst dich nicht mehr dafür hassen, dass du begrenzt bist.
ÜBUNG 51: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 52: Es steht mir frei, den Ursprung meiner Kenntnis zu finden.

Der Ursprung deiner Kenntnis existiert sowohl in dir als auch jenseits von dir. Es gibt keine Unterscheidung hinsichtlich des Orts, an dem sich der Ursprung von Kenntnis befindet, denn er ist überall. Dein Leben wurde gerettet, weil Gott Kenntnis in dich gepflanzt hat. Aber du wirst deine Erlösung nicht erkennen, bis Kenntnis die Erlaubnis bekommt, hervorzutreten und dir ihre Gaben darzubringen. Welche andere Freiheit ist frei, außer derjenigen, die es dir ermöglicht, das Geschenk deines wahren Lebens zu empfangen? Jede andere Freiheit ist die Freiheit, chaotisch zu sein, die Freiheit, dir selbst zu schaden. Die große Freiheit besteht darin, deine Kenntnis zu finden und ihr zu gestatten, sich durch dich zum Ausdruck zu bringen. Heute steht es dir frei, den Ursprung deiner Kenntnis zu finden.
Empfange in deinen beiden Übungszeiten, in der Stille, den Ursprung deiner Kenntnis. Erinnere dich daran, dass es dir freisteht, dies zu tun. Ohne Rücksicht auf Furcht oder Angst, ohne Rücksicht auf irgendein Gefühl der Schuld oder Scham, gestatte dir, den Ursprung deiner Kenntnis zu empfangen. Es steht dir heute frei, den Ursprung deiner Kenntnis zu empfangen.
ÜBUNG 52: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 53: Meine Gaben sind für andere bestimmt.

Deine Gaben sind dazu bestimmt, anderen gegeben zu werden, aber zuerst musst du deine Gaben erkennen und sie von den Vorstellungen trennen, die sie einschränken, sie ändern oder sie leugnen. Wie kannst du dich selbst verstehen, außer im Rahmen von Beiträgen für andere? Alleine kannst du nichts tun. Alleine besitzt du keine Bedeutung. Dies liegt daran, dass du nicht alleine bist. Dies wird als eine Last und als Bedrohung betrachtet werden, bis du die große Bedeutung, die es hat, und das Geschenk, das es tatsächlich ist, erkennst. Dies ist die Erlösung deines Lebens. Wenn das Leben dich zurückerlangt, dann erlangst du das Leben zurück und erhältst seinen gesamten Lohn, der alles übersteigen wird, was du dir selbst je geben könntest. Der Wert des Lebens wird durch deinen Beitrag für andere vollendet und auf vollkommene Weise veranschaulicht, denn bis der Beitrag erfolgt, kannst du dich selbst nur teilweise begreifen – deinen Wert, deinen Zweck, deine Bedeutung und deine Richtung.
Spüre heute in deinen beiden Übungszeiten dein Verlangen, einen Beitrag für andere zu leisten. Du brauchst jetzt nicht festzulegen, was du beitragen möchtest. Das ist nicht so wichtig wie dein Wunsch, einen Beitrag zu leisten, denn die Form des Beitrags wird sich dir mit der Zeit offenbaren und zudem weiterentwickeln. Dein Verlangen einen Beitrag zu leisten, der einem wahren Beweggrund entstammt, wird dich an diesem Tag erfreuen.
ÜBUNG 53: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 54: Ich werde nicht in Idealismus leben.

Was ist Idealismus, außer einer Idee über Dinge, die aufgrund von Enttäuschung erhofft werden? Dein Idealismus umschließt dich, deine Beziehungen und die Welt, in der du lebst. Er umfasst Gott und das Leben sowie alle Erfahrungsbereiche, die du dir vorstellen kannst. Ohne Erfahrung gibt es Idealismus. Idealismus kann zu Beginn hilfreich sein, denn er kann dich am Anfang in eine wahre Richtung bewegen, aber du darfst deine Schlussfolgerungen oder deine Identität nicht auf ihm errichten, denn nur Erfahrung kann dir das geben, was für dich wahr ist, und das, was du vollkommen akzeptieren kannst. Lasse dich nicht von Idealismus führen, denn Kenntnis ist hier, um dich zu führen.
Begreife heute in deinen beiden Übungseinheiten das Ausmaß deines eigenen Idealismus. Beobachte sorgfältig, was du selbst sein willst, wie die Welt nach deinem Willen sein soll und wie deine Beziehungen nach deinem Willen sein sollen. Wiederhole den heutigen Leitgedanken und untersuche mit geschlossenen Augen jedes deiner Ideale. Auch wenn deine Ideale vorteilhaft aussehen mögen und scheinbar deinen Wunsch nach Liebe und Harmonie wiedergeben, halten sie dich eigentlich zurück, denn sie ersetzen das, was dir wirklich diejenigen Gaben geben würde, die du begehrst.
ÜBUNG 54: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 55: Ich akzeptiere die Welt so, wie sie ist.

Idealismus ist der Versuch, die Welt nicht so zu akzeptieren, wie sie ist. Er rechtfertigt Vorwürfe und Verurteilung. Er stellt Erwartungen an ein Leben, das noch nicht existiert, und macht dich daher anfällig für schwere Enttäuschung. Dein Idealismus verfestigt deine Verdammung.
Akzeptiere die Welt heute so, wie sie ist, nicht so, wie du sie haben willst. Mit Akzeptanz kommt Liebe, denn du kannst eine Welt nicht lieben, die so sein soll, wie du sie haben willst. Du kannst nur eine Welt lieben, die so existiert, wie sie ist. Akzeptiere dich selbst jetzt so, wie du existierst, und wahres Verlangen nach Veränderung und Fortschritt wird in dir auf natürliche Weise entstehen. Idealismus rechtfertigt Verdammung. Erkenne diese große Wahrheit, und du wirst beginnen, eine unmittelbarere und tiefere Erfahrung vom Leben zu erhalten, und von dem, was echt ist und nicht auf Hoffnung oder Erwartung basiert, sondern auf wahrer Mitwirkung.
Konzentriere dich daher heute in deinen beiden 30-minütigen Übungszeiten darauf, die Dinge exakt so, wie sie sind, zu akzeptieren. Du entschuldigst nicht Gewalt, Konflikte oder Unwissenheit, indem du dies tust. Du akzeptierst lediglich die Bedingungen, die vorhanden sind, damit du mit ihnen konstruktiv umgehen kannst. Ohne diese Akzeptanz hast du keinen Ausgangspunkt für eine wahre Mitwirkung. Lasse die Welt exakt so sein, wie sie ist, denn es ist diese Welt, in die du gekommen bist, um ihr zu dienen.
ÜBUNG 55: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 56: Rückblick

Rekapituliere in der heutigen Wiederholungsübung die Lektionen der vergangenen Woche und wie du dich dabei eingebracht hast. Versuche zu verstehen, dass, obwohl der Fortschritt zunächst langsam erscheinen mag, das, was langsam und gleichmäßig verläuft, in hohem Maße voranschreiten wird. Eine Mitwirkung, die beständig ausgeübt wird, wird dich auf geradem Weg zu deinem Erfolg führen.
In deiner Wiederholungsübung erinnern wir dich erneut daran, von einer Selbstbeurteilung abzusehen, falls du deine Erwartungen nicht erfüllt hast. Erkenne lediglich, was erforderlich ist, um die Anweisungen so zu befolgen, wie sie dargebracht werden, und bringe dich dabei so eingehend wie möglich ein. Bedenke, dass du jetzt lernst zu lernen, und bedenke, dass du jetzt lernst, deinen Selbstwert und deine wahren Fähigkeiten zurückzuerlangen.
ÜBUNG 56: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 57: Freiheit ist bei mir.

Freiheit weilt bei dir und sie wartet darauf, in dir hervorzukommen, sie wartet darauf, von dir eingefordert und akzeptiert zu werden, sie wartet darauf, gelebt und angewendet zu werden, und sie wartet darauf, geehrt und befolgt zu werden. Du, der du unter der Last deiner eigenen Vorstellung gelebt hast, du, der du ein Gefangener deiner eigenen Gedanken und der Gedanken anderer gewesen bist, du, der du durch die Erscheinungen dieser Welt eingeschüchtert und bedroht gewesen bist, hast jetzt Hoffnung, denn wahre Freiheit weilt in dir. Sie wartet auf dich. Du hast sie aus deiner Uralten Heimat mitgebracht. Du trägst sie bei dir, jeden Tag, in jedem Moment.
Im Rahmen dieses Entwicklungsprogramms lernst du jetzt, dich der Freiheit zuzuwenden und dich von der Angst und der Dunkelheit deiner eigenen Einbildung abzuwenden. In der Freiheit findest du Stabilität und Beständigkeit. Dies gibt dir das Fundament, auf dem deine Liebe und dein Selbstwertgefühl errichtet werden können, und dieses Fundament kann von der Welt nicht erschüttert werden, denn es ist größer als die Welt. Es entstammt nicht den Befürchtungen der Trennung. Es entstammt der Wahrheit deiner vollkommenen Einbindung in das Leben.
Wiederhole zu jeder vollen Stunde den heutigen Leitgedanken und nimm dir einen Moment Zeit, um zu spüren, dass Freiheit bei dir ist. Während du der Freiheit im Laufe des Tages immer näher kommst, wirst du immer klarer erkennen können, was dich zurückhält. Du wirst feststellen, dass es lediglich dein Festhaften an deinen eigenen Gedanken ist, das dich zurückhält. Es ist dein Interesse an deinen eigenen Vorstellungen, das dich zurückhält. Dies wird deine Last erleichtern und du wirst erkennen, dass es eine echte Wahlmöglichkeit gibt. Diese Erkenntnis wird dir die Kraft verleihen, um heute zur Freiheit zu kommen.
Wiederhole heute in deinen beiden tiefen Meditationsübungen den heutigen Gedanken, und versuche, deinem Verstand zu erlauben, still zu sein, wodurch seine Freiheit beginnt. Diese Übung in der Stille wird es deinem Verstand ermöglichen, die Ketten abzuschütteln, die ihn binden – seine Unversöhnlichkeit aus der Vergangenheit, seine Angst vor der Zukunft und seine Vermeidung der Gegenwart. In der Stille erhebt sich dein Verstand über alles, was ihn klein, verborgen und in seiner eigenen Dunkelheit isoliert hält. Wie nahe ist die Freiheit heute doch bei dir, der sie nur noch zu empfangen braucht. Und wie groß ist dein Lohn, der du in die Welt gekommen bist, denn Freiheit ist bei dir.

ÜBUNG 57: Zwei 30-minütige Übungszeiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 58: Kenntnis ist mit mir.

Heute bekräftigen wir die Präsenz von Kenntnis in deinem Leben. Bestätige diese Affirmation zu jeder Stunde und nimm dir dann einen Moment Zeit, um zu versuchen, diese Präsenz zu spüren. Du musst sie spüren. Du kannst sie nicht einfach nur gedanklich erfassen, denn Kenntnis muss erfahren werden. Egal, in welchem Umstand du dich heute befindest, wiederhole diese Affirmation einmal zu jeder Stunde und versuche, ihre Bedeutung zu spüren. Du wirst feststellen, dass es viele Situationen gibt, von denen du dachtest, dass sie zum Üben unangebracht sind, in denen du aber durchaus üben kannst. Auf diesem Wege wirst du feststellen, dass du die Kraft besitzt, deine Erfahrungen zu beherrschen, um deine wahren Neigungen zu erfüllen, und du wirst feststellen, dass jeder Umstand eine angemessene Umgebung für wahre Vorbereitung und wahren Einsatz bietet.
Versuche, jede Stunde zu üben. Denke stets an deine Zeit. Falls eine Stunde versäumt wird, mache dir keine Sorgen, aber widme dich erneut der Übung in den verbleibenden Stunden, während du voranschreitest. Kenntnis ist heute bei dir. Sei heute mit Kenntnis.
ÜBUNG 58: Stündliche Übung.

 

Schritt 59: Heute werde ich Geduld lernen.

Es ist sehr schwierig für einen Verstand, der gequält wird, geduldig zu sein. Es ist sehr schwierig für einen Verstand, der rastlos ist, geduldig zu sein. Es ist sehr schwierig für einen Verstand, der seinen gesamten Wert aus vorläufigen Dingen bezogen hat, geduldig zu sein. Nur beim Streben nach etwas Größerem ist Geduld notwendig, denn es erfordert einen größeren Einsatz. Betrachte dein Leben im Sinne einer langfristigen Entwicklung, nicht im Sinne sofortiger Reize und Vorteile. Kenntnis ist nicht bloße Stimulation. Sie ist die Tiefe der Macht, die universell und ewig ist, und ihre Größe wird dir gegeben, um sie zu empfangen und zu geben.
Übe heute zu jeder Stunde und bekräftige dabei, dass du lernen wirst, geduldig zu sein, und dass du deinem Leben gegenüber achtsam werden wirst, anstatt deinem Leben mit Kritik zu begegnen. Bekräftige, dass du objektiv hinsichtlich deiner Fähigkeiten und deinen Umstände werden wirst, damit du eine größere Gewissheit beim Umgang mit ihnen besitzt.
Lerne heute Geduld, und lerne geduldig. Auf diese Weise wirst du dich schneller, mit mehr Gewissheit und liebevoller fortbewegen.
ÜBUNG 59: Stündliche Übung.

 

Schritt 60: Ich werde heute nicht über die Welt urteilen.

Ohne dein Urteil kann Kenntnis darauf hinweisen, was du tun musst und was du verstehen musst. Kenntnis veranschaulicht ein höheres Urteil, aber sie ist ein Urteil, das sehr verschieden von deinem eigenen ist, denn sie entstammt nicht der Angst. Sie besitzt keinen Zorn. Sie ist stets da, um zu dienen und zu ernähren. Sie ist gerecht, indem sie dem gegenwärtigen Zustand einer jeden Person wahre Anerkennung gewährt, ohne dabei ihre Bedeutung oder ihr Schicksal zu schmälern.
Urteile heute nicht über die Welt, damit du die Welt so sehen kannst, wie sie ist. Urteile heute nicht über die Welt, damit du die Welt so akzeptieren kannst, wie sie ist. Lasse die Welt genau so sein, wie sie ist, damit du sie erkennen kannst. Sobald die Welt erkannt worden ist, wirst du feststellen, wie sehr sie dich braucht und wie sehr du ihr wirst geben wollen. Die Welt braucht keine Vorwürfe. Sie braucht Dienst. Sie braucht Wahrheit. Und vor allem braucht sie Kenntnis.
Nimm dir heute zu jeder Stunde einen Moment Zeit und schaue auf die Welt ohne Urteil. Wiederhole die heutige Affirmation und verbringe einen Moment damit, auf die Welt ohne Urteil zu schauen. Unabhängig davon, welche Erscheinung du auch sehen magst, ob sie dir gefällt oder missfällt, ob du sie schön oder hässlich findest, ob du sie für würdig oder unwürdig hältst, schaue auf sie ohne Urteil.
ÜBUNG 60: Stündliche Übung.

 

Schritt 61: Liebe gibt von selbst durch mich.

Liebe gibt von selbst durch dich, wenn du bereit bist, ihr Vehikel des Ausdrucks zu sein. Du brauchst nicht zu versuchen, liebevoll zu sein, um ein Gefühl deiner eigenen Unzulänglichkeit oder Schuld zu mildern. Du brauchst nicht zu versuchen, liebevoll zu sein, um die Anerkennung anderer zu erlangen. Verstärke nicht dein Gefühl der Hilflosigkeit oder dein Gefühl der Unwürdigkeit, indem du versuchst, eine glückliche oder wohlwollende Stimmung über sie zu legen. Liebe in dir wird sich selbst zum Ausdruck bringen, denn sie entstammt der Kenntnis in dir, von der sie ein Teil ist.
Erkenne heute zu jeder Stunde, wenn du auf die Welt schaust, dass die Liebe in dir für sich selbst sprechen wird. Wenn du ohne Urteil bist, wenn du imstande bist, mit der Welt zu sein, so wie sie wirklich ist, und wenn du imstande bist, mit anderen gegenwärtig zu sein, so wie sie wirklich sind, dann wird die Liebe in dir für sich selbst sprechen. Versuche nicht, die Liebe für dich sprechen zu lassen. Versuche nicht, die Liebe deine Wünsche oder deine Bedürfnisse zum Ausdruck bringen zu lassen, denn die Liebe selbst wird durch dich sprechen. Wenn du in Gegenwart der Liebe bist, dann wirst du in Gegenwart der Welt sein, und Liebe wird durch dich sprechen.
ÜBUNG 61: Stündliche Übung.

Schritt 62: Heute werde ich lernen, dem Leben zuzuhören.

Wenn du in Gegenwart der Welt bist, wirst du in der Lage sein, die Welt zu hören. Wenn du in Gegenwart des Lebens bist, wirst du in der Lage sein, das Leben zu hören. Wenn du in Gegenwart Gottes bist, wirst du in der Lage sein, Gott zu hören. Wenn du in Gegenwart deiner selbst bist, wirst du in der Lage sein, dich selbst zu hören.
Übe heute daher zuzuhören. Übe zu jeder Stunde, der Welt um dich herum und der inneren Welt zuzuhören. Wiederhole die Affirmation und dann übe dies. Es nimmt bloß einen Moment in Anspruch. Du wirst feststellen, dass es, unabhängig von deinen Umständen, eine Möglichkeit für dich geben wird, dies heute zu üben. Lasse dich nicht von deinen Umständen beherrschen. Du kannst in ihnen üben. Du kannst einen Weg finden zu üben, der keine Verlegenheit oder Unangemessenheit gegenüber anderen hervorruft. Egal, ob du alleine oder mit anderen beschäftigt bist, du kannst heute üben. Übe zu jeder Stunde. Übe zuzuhören. Übe, gegenwärtig zu sein. Wirklich zuzuhören bedeutet, dass du nicht urteilst. Es bedeutet, dass du beobachtest. Denke daran, du entwickelst jetzt eine Fähigkeit des Verstandes, die für dich erforderlich sein wird, damit du die Größe der Kenntnis geben und empfangen kannst.
ÜBUNG 62: Stündliche Übung.

Schritt 63: Rückblick

Rekapituliere in deiner Wiederholungsübung, so wie zuvor, die vergangene Übungswoche und erfahre das Ausmaß deiner Mitwirkung und wie diese noch verstärkt und verbessert werden kann. In dieser Woche wurde deine Übung ausgeweitet. Sie wurde mit dir in die Welt hinein gebracht, um in allen möglichen Situationen angewandt zu werden, ungeachtet deiner emotionalen Zustände, ungeachtet der emotionalen Zustände derjenigen, die dich beeinflussen, und unabhängig davon, wo du dich befindest und was du tust. Auf diese Weise wird alles zu einem Bestandteil deiner Übung. So wird die Welt, anstatt ein furchtbarer Ort zu sein, der dich niederdrückt, ein nützlicher Ort, an dem Kenntnis herangebildet wird.
Erkenne die Stärke, die dir gegeben ist, wenn du unabhängig von deinen emotionalen Zuständen üben kannst, denn du bist größer als deine Gefühle und du musst sie nicht unterdrücken, um dies zu erkennen. Um objektiv mit deinen eigenen inneren Zuständen umgehen zu können, musst du eine Position einnehmen, von wo aus du sie beobachten kannst und wo du nicht von ihnen beherrscht wirst. Dies wird es dir gestatten, gegenwärtig bei dir zu sein, und es wird dir wahres Mitgefühl und Verständnis verleihen. Dann wirst du kein Tyrann für dich selbst sein, und alle Tyrannei in deinem Leben wird beendet werden.
Werte in deiner langen Übungseinheit diese vergangene Woche so sorgfältig wie möglich aus, ohne Verdammung. Bedenke, dass du lernst zu üben. Bedenke, dass du lernst, deine Fähigkeiten zu entwickeln. Bedenke, dass du ein Schüler bist. Sei ein beginnender Schüler, denn ein beginnender Schüler stellt nur wenige Vermutungen an und möchte alles lernen.
ÜBUNG 63: Eine lange Übungseinheit

Schritt 64: Heute werde ich anderen zuhören.

Übe heute bei drei verschiedenen Gelegenheiten, anderen zuzuhören. Höre zu, ohne Bewertung und ohne Urteil. Höre zu, ohne dass dein Verstand durch irgendetwas anderes abgelenkt wird. Höre einfach zu. Übe heute mit drei verschiedenen Personen. Übe zuzuhören. Sei still, während du zuhörst. Versuche, über ihre Worte hinaus zu hören. Versuche, über ihr Aussehen hinaus zu schauen. Projiziere keine Bilder auf sie. Höre einfach zu.
Übe heute, anderen zuzuhören. Befasse dich nicht mit dem, was sie sagen. Du brauchst nicht auf eine unangemessene Weise auf sie zu reagieren, wenn sie dich direkt ansprechen, um mit ihnen zu üben. Du wirst deinen ganzen Verstand in deinem Gespräch einsetzen. Nimm dir daher Zeit, um das Zuhören zu üben ohne zu sprechen. Gestatte anderen, dass sie sich dir gegenüber zum Ausdruck bringen. Du wirst herausfinden, dass sie eine größere Mitteilung für dich haben als du vielleicht auf den ersten Blick vermutet hast. Du brauchst dies nicht herauszufinden. Übe heute einfach zuzuhören, damit du die Gegenwart von Kenntnis hören kannst.
ÜBUNG 64: Drei Übungseinheiten.

Schritt 65: Ich bin gekommen, um in der Welt zu arbeiten.

Du bist auf die Welt gekommen, um zu arbeiten. Du bist auf die Welt gekommen, um zu lernen und mitzuwirken. Du bist von einem Ort der Ruhe zu einem Ort der Arbeit gekommen. Wenn die Arbeit getan ist, gehst du nach Hause zu einem Ort der Ruhe. Dies kann nur gewusst werden, und deine Kenntnis wird dir dies offenbaren, wenn du bereit bist.
Vorerst übe zu jeder Stunde. Sage zu dir selbst, dass du auf die Welt gekommen bist, um zu arbeiten, und dann nimm dir einen Moment Zeit, um die Wirklichkeit dessen zu spüren. Deine Arbeit ist mehr als deine aktuelle Beschäftigung. Deine Arbeit ist mehr als das, was du gerade versuchst, mit Menschen und für Menschen zu tun. Deine Arbeit ist mehr als das, was du versuchst, für dich selbst zu tun. Begreife, dass du nicht weißt, was deine Arbeit ist. Dies wird dir offenbart werden, und sie wird sich für dich entwickeln, aber begreife heute, dass du auf die Welt gekommen bist, um zu arbeiten. Dies wird deine Stärke, deinen Zweck und dein Schicksal bekräftigen. Dies wird die Realität deiner wahren Heimat, aus der du deine Gaben mitgebracht hast, bekräftigen.
ÜBUNG 65: Stündliche Übung.

 

Schritt 66: Ich werde aufhören, über die Welt zu klagen.

Über die Welt zu klagen bedeutet, dass sie nicht deinen Idealismus zufriedenstellt. Über die Welt zu klagen bedeutet, dass du nicht erkennst, dass du hierhergekommen bist, um zu arbeiten. Über die Welt zu klagen hilft dir nicht dabei, ihre misslichen Zustände zu verstehen. Über die Welt zu klagen bedeutet, dass du die Welt nicht so verstehst, wie sie ist. Deine Klagen zeigen, dass einige Erwartungen enttäuscht worden sind. Diese Enttäuschungen sind notwendig, damit du beginnen kannst, die Welt so zu verstehen, wie sie ist, und dich selbst so zu verstehen, wie du wirklich bist.
Gib dir heute diese Affirmation zu jeder Stunde und dann übe sie. Verbringe zu jeder Stunde je eine Minute damit, nicht über die Welt zu klagen. Lasse die Stunden nicht achtlos vorüberziehen, sondern sei gegenwärtig für die Übung. Erkenne, in welchem Ausmaß andere über die Welt klagen und wie wenig es ihnen nützt und wie wenig es der Welt nützt. Die Welt ist bereits durch diejenigen, die in ihr wohnen, verdammt worden. Wenn sie geliebt und gepflegt werden soll, müssen ihre Dilemmata erkannt und ihre Chancen akzeptiert werden. Wer kann sich beklagen, wenn eine Umwelt bereit steht, in der Kenntnis zurückerlangt und beigetragen werden kann? Die Welt braucht bloß Kenntnis und den Ausdruck von Kenntnis. Wie kann sie der Verdammnis würdig sein?
ÜBUNG 66: Stündliche Übung.

 

Schritt 67: Ich weiß nicht, was ich für die Welt will.

Du weißt nicht, was du für die Welt willst, weil du die Welt nicht begreifst, und du bist noch nicht in der Lage, ihr Dilemma zu sehen. Wenn du erkennst, dass du nicht weißt, was du für die Welt willst, gibt dir dies die Motivation und die Gelegenheit, die Welt zu beobachten und noch einmal hinzuschauen. Dies ist für dein Verständnis unerlässlich. Es ist wichtig für dein Wohlbefinden. Die Welt wird dich nur enttäuschen, wenn sie missverstanden wird. Du wirst dich selbst nur enttäuschen, wenn du missverstanden wirst. Du bist auf die Welt gekommen, um zu arbeiten. Erkenne die Chance, die dies dir bietet.
Übe heute zu jeder Stunde in allen Lebenslagen. Sage die Affirmation auf und dann versuche, ihre Wahrheit zu erkennen. Du weißt nicht, was du für die Welt willst, aber deine Kenntnis weiß, welchen Beitrag sie leisten muss. Ohne deinen Versuch, Kenntnis durch deine eigenen Pläne für die Welt zu ersetzen, wird Kenntnis sich frei zum Ausdruck bringen, ganz ohne Hindernisse, und du und die Welt werden die großen Nutznießer ihrer Gaben sein.
ÜBUNG 67: Stündliche Übung.

 

Schritt 68: Ich werde heute das Vertrauen in mich selbst nicht verlieren.

Verliere heute nicht dein Vertrauen in dich selbst. Halte deine Übungen aufrecht. Halte deine Absicht zu lernen aufrecht. Ziehe keine Schlussfolgerungen. Bewahre dir diese Offenheit und diese Verletzbarkeit. Die Wahrheit existiert ohne deinen Versuch, dich zu verschanzen. Erlaube dir, ihr Empfänger zu sein.
Übe heute zu jeder Stunde und erinnere dich daran, dass du heute nicht dein Vertrauen in dich selbst verlierst. Verliere nicht das Vertrauen in Kenntnis, in die Gegenwart deiner Lehrer, in die Güte des Lebens oder in deine Mission auf der Welt. Bekräftigte all diese Dinge, sodass sie sich dir mit der Zeit vollständig offenbaren können. Wenn du für sie gegenwärtig bist, werden sie für dich so offenkundig werden, dass du sie in allen Dingen sehen und spüren wirst. Deine Vorstellung von der Welt wird transformiert werden. Deine Erfahrung der Welt wird transformiert werden. Und all deine Macht und deine Energie werden sich vereinen, um sich zum Ausdruck zu bringen.
Verliere heute nicht das Vertrauen in dich selbst.
ÜBUNG 68: Stündliche Übung.

 

Schritt 69: Heute werde ich Stille üben.

Übe heute in deinen zwei 30-minütigen Übungseinheiten Stille. Lasse deine Meditation tief sein. Gib dich ihr hin. Begib dich nicht in die Meditation mit Forderungen und Wünschen. Begib dich in die Meditation, um dich ihr hinzugeben. Sie ist der Tempel des Wahren Geistes in dir, in den du dich selbst bringst. Sei daher in deinen Übungszeiten gegenwärtig und sei still. Erlaube dir, im Überfluss der Leere zu baden. Denn die Präsenz Gottes wird zuerst als Leere erfahren, weil es ihr an Bewegung fehlt, und dann beginnst du innerhalb dieser Leere die Präsenz, die alle Dinge durchdringt und alle Bedeutung im Leben verleiht, zu spüren.
Übe heute Stille, damit du wissen kannst.
ÜBUNG 69: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

Schritt 70: Rückblick

Heute erreichen zehn Übungswochen ihren Höhepunkt. Herzlichen Glückwunsch! Du bist bis hierher gekommen. Ein wahrer Schüler zu sein bedeutet, dass du die Schritte so befolgst, wie sie dargelegt werden. Um dies tun zu können, musst du lernen, dich selbst zu ehren, die Quelle deiner Anweisung zu ehren, deine Beschränkungen zu erkennen und deine Größe zu würdigen. Daher ist dies für dich ein Tag der Ehre und ein Tag der Anerkennung.
Rekapituliere die letzten drei Übungswochen. Lies noch einmal die Anweisungen und erinnere dich an jede Übungseinheit. Ruf dir in Erinnerung, was du gegeben hast und was du nicht gegeben hast. Ehre deine Teilnahme und versuche, sie heute noch zu verstärken. Vertiefe deinen Entschluss, Kenntnis zu besitzen, und vertiefe deine Erfahrung, jemand zu sein, der wahrhaft folgt, damit du in Zukunft lernen kannst, ein wahrer Anführer zu sein. Vertiefe deine Erfahrung, ein wahrer Empfänger zu sein, damit du jemand sein kannst, der wahrhaft einen Beitrag leistet.
Lasse diesen Tag der Wiederholungsübung daher einen Tag der Ehre für dich sein und einen Tag, der dein Bekenntnis stärkt. Führe eine ehrliche Auswertung deiner Mitwirkung durch. Schätze deine scheinbaren Erfolge und Misserfolge ein. Deine Erfolge werden dich ermutigen und deine Misserfolge werden dich lehren, was du tun musst, um deine Erfahrung zu vertiefen. Dies ist ein Tag der Ehre für dich, der du geehrt wirst.
ÜBUNG 70: Mehrere lange Übungseinheiten.

 

Schritt 71: Ich bin hier, um einem größeren Zweck zu dienen.

Du bist hier, um einem größeren Zweck zu dienen, jenseits des bloßen Überlebens und der Erfüllung von Dingen, von denen du möglicherweise denkst, dass du sie willst. Dies ist wahr, weil du eine spirituelle Natur besitzt. Du hast einen spirituellen Ursprung und eine spirituelle Bestimmung. Dein Scheitern in diesem Leben ist das Unvermögen, auf deine spirituelle Natur zu antworten, die von den Religionen deiner Welt verzerrt und verleumdet worden ist, die von der Wissenschaft deiner Welt vernachlässigt und geleugnet worden ist. Du besitzt eine spirituelle Natur. Du besitzt einen höheren Zweck, dem du dienen musst. Wenn du deiner Neigung zu diesem Zweck vertraust, wirst du dich ihm nähern können. Wenn du dir sicher bist, dass er eine echte Quelle der Liebe darstellt, dann wirst du beginnen, dich ihm gegenüber zu öffnen, und dies wird eine große Heimkehr für dich sein.
Öffne dich heute in deinen beiden Meditationsübungen der Präsenz der Liebe in deinem Leben. Lasse dich, still sitzend und tief atmend, die Präsenz der Liebe wahrhaftig spüren, die die Präsenz eines höheren Zwecks in deinem Leben bedeutet.
ÜBUNG 71: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

Schritt 72: Ich werde heute meinen tiefsten Neigungen vertrauen.

Vertraue deinen tiefsten Neigungen, denn sie sind vertrauenswürdig, aber du musst lernen, sie klar wahrzunehmen und sie von den vielen anderen Verlangen, Zwängen und Wünschen zu unterscheiden, die du fühlst und die dich beeinflussen. Du kannst dies nur durch Erfahrung lernen. Du kannst es lernen, weil deine tiefsten Neigungen dich stets hin zu sinnvollen Beziehungen und weg von Isolation oder entzweienden Bindungen führen. Du musst dies üben, um es zu lernen, und es wird einige Zeit dauern, aber jeder Schritt, den du in diese Richtung unternimmst, bringt dich näher an die Quelle der Liebe in deinem Leben und wird dir die Größere Kraft vorführen, die bei dir weilt, der du dienen musst und die du zu empfangen lernen musst.
Empfange heute in deinen beiden Übungszeiten, in Ruhe und in Stille, diese Größere Kraft und vertraue auf deine tiefsten Neigungen, während du dies tust. Widme diesen beiden Übungszeiten deine volle Aufmerksamkeit und lege alle anderen Dinge, die warten können, beiseite. Erkenne deine tiefsten Neigungen, denen zu vertrauen du lernen musst.
ÜBUNG 72: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

Schritt 73: Ich werde meinen Irrtümern gestatten, mich zu lehren.

Deinen Irrtümern zu gestatten, dich zu unterrichten, wird ihnen einen Wert verleihen. Ohne dies würden sie keinen Wert besitzen und wären in deiner eigenen Einschätzung ein Makel. Indem du Irrtümer zum Zwecke des Unterrichts verwendest, nutzt du somit deine eigenen Beschränkungen, um sie den Weg zur Größe aufzeigen zu lassen. Gott möchte, dass du aus deinen Irrtümern lernst, damit du über die Größe Gottes lernen kannst. Dies geschieht nicht, um dich herabzusetzen, sondern um dich zu erheben. Es gibt viele Irrtümer, die du begangen hast, und es gibt einige Irrtümer, die du noch begehen wirst. Um der Wiederholung schädlicher Fehler vorzubeugen, und damit du aus Fehlern lernst, möchten wir dich jetzt unterrichten.
Wiederhole zu jeder Stunde dieses Tages zu dir selbst, dass du aus deinen Irrtümern lernen möchtest, und spüre für einen Moment, was dies bedeutet. Auf diese Weise wirst heute durch viele Übungseinheiten damit beginnen, die Aussage, die du machst, zu verstehen, und du wirst dann vielleicht wahrnehmen, wie sie bewirkt werden kann. Wenn du bereit bist, aus deinen Irrtümern zu lernen, wirst du keine Angst haben, sie anzuerkennen. Dann wirst du sie verstehen wollen, nicht um sie zu leugnen, nicht um sie falsch darzustellen, nicht um ihnen andere Namen zu geben, sondern um sie zu deinem eigenen Nutzen einzugestehen. Durch dieses Anerkenntnis wirst du in der Lage sein, anderen bei der Wiedererlangung von Kenntnis zu helfen, denn auch sie müssen lernen, aus ihren Irrtümern zu lernen.
ÜBUNG 73: Stündliche Übung.

Schritt 74: Friede ist heute bei mir.

Friede ist heute bei dir. Sei mit Frieden und empfange seinen Segen. Komme zum Frieden mit allem, was dich bedrückt. Komme mit deiner schweren Bürde. Komme nicht, um nach Antworten zu suchen. Komme nicht, um Verständnis zu suchen. Komme, um seinen Segen zu suchen. Frieden kann nicht in ein Leben des Konflikts einschreiten, aber du kannst in ein Leben des Friedens eintreten. Du kommst zum Frieden, der auf dich wartet, und darin wird deine Bürde losgelassen werden.
Übe heute in deinen beiden langen Übungseinheiten, in der Stille, Frieden zu empfangen. Lasse dich dieses Geschenk besitzen, und falls irgendein Gedanke aufkommt, der dich hiervon abbringt, erinnere dich an deinen hohen Wert – den Wert deiner Kenntnis und den Wert deines Selbst. Wisse jetzt, dass du bereit bist, aus deinen Irrtümern zu lernen, und dass du dich nicht mit ihnen zu identifizieren brauchst, sondern sie lediglich als ein wertvolles Mittel zugunsten deiner Entwicklung verwenden musst, denn dies können sie für dich werden.
Übe daher, zu empfangen. Öffne dich heute ein wenig mehr. Lege alle Dinge beiseite, die dich beschäftigen, um dich später um sie zu kümmern, falls dies nötig sein sollte. Friede ist heute bei dir. Sei heute mit Frieden.
ÜBUNG 74: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 75: Heute werde ich mir selbst zuhören.

Höre deinem Selbst zu, nicht dem kleinen Selbst in dir, das sich beklagt und sich Sorgen macht und sich Fragen stellt und etwas verlangt, sondern dem Größeren Selbst in dir. Lausche dem Größeren Selbst in dir, das Kenntnis ist, das mit deinen spirituellen Lehrern vereint ist, das mit deiner spirituellen Familie vereint ist und das deinen Zweck und deine Bestimmung im Leben enthält. Höre nicht hin, um Fragen zu stellen, sondern um das Zuhören zu lernen. Und während dein Hinhören im Laufe der Zeit immer tiefer wird, wird dein wahres Selbst zu dir sprechen, wann immer dies notwendig ist, und dann wirst du in der Lage sein, ohne Verwirrung zu hören und zu antworten.
Übe heute in deinen beiden Übungseinheiten, deinem Selbst zuzuhören. Es gibt keine Fragen, die gestellt werden. Das ist nicht erforderlich. Das Zuhören muss entwickelt werden. Höre heute deinem wahren Selbst zu, damit du von dem lernen kannst, was Gott weiß und liebt.
ÜBUNG 75: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 76: Heute werde ich nicht über andere urteilen.

Ohne Urteil kannst du erkennen. Ohne Urteil kannst du lernen. Ohne Urteil öffnet sich dein Verstand. Ohne Urteil verstehst du dich selbst. Ohne Urteil kannst du andere verstehen.
Wiederhole heute zu jeder Stunde diese Aussage, während du dich selbst und die Welt um dich herum beobachtest. Wiederhole diese Aussage und spüre ihre Wirkung. Lasse deine Urteile für ein paar Augenblicke los, und dann spüre den Kontrast und die Erfahrung, die es dir bietet. Urteile heute nicht über andere. Gestatte anderen, sich dir zu offenbaren. Ohne Urteil wirst du nicht unter deiner eigenen Dornenkrone leiden. Ohne Urteil wirst du die Präsenz deiner Lehrer spüren und wie sie dich unterstützen.
Mache deine Übung beständig zu jeder Stunde. Falls eine Stunde versäumt wird, verzeihe dir und widme dich erneut der Übung. Fehler sind da, um dich zu lehren, dich zu stärken und dir zu zeigen, was du lernen musst.
Unabhängig davon, was andere tun, unabhängig davon, wie er oder sie deine Empfindlichkeiten, deine Gedanken oder deine Werte verletzt, richte heute nicht über andere.
ÜBUNG 76: Stündliche Übung.

 

Schritt 77: Rückblick

Gehe heute in deiner Wiederholungsübung noch einmal die Übungen und Anweisungen der vergangenen Woche durch. Untersuche erneut jene Eigenschaften in dir, die dich bei deiner Vorbereitung unterstützen, und jene Eigenschaften in dir, die deine Vorbereitung erschweren. Beobachte dies objektiv. Lerne, diejenigen Aspekte von dir zu stärken, die deine Mitwirkung an der Wiedererlangung von Kenntnis fördern und stärken, und lerne, diejenigen Eigenschaften zu bereinigen oder zu korrigieren, die störend wirken. Du musst beide erkennen, um Weisheit zu erlangen. Du musst über die Wahrheit lernen und du musst über den Irrtum lernen. Du musst dies tun, um voranzuschreiten, und du musst dies tun, um anderen zu dienen. Solange du nicht über Irrtümer gelernt hast und sie nicht objektiv betrachten kannst und nicht verstehst, wie sie entstanden sind und wie sie losgelassen werden können – bis du diese Dinge gelernt hast – wirst du nicht wissen, wie man anderen dient, und ihre Irrtümer werden dich zornig machen und dich frustrieren. Mit Kenntnis werden deine Erwartungen im Einklang mit der Natur anderer sein. Mit Kenntnis wirst du lernen, wie man dient, und du wirst vergessen, wie man verurteilt.
ÜBUNG 77: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 78: Ich kann nichts alleine tun.

Du kannst nichts alleine tun, denn du bist nicht alleine. Eine größere Wahrheit als diese wirst du nicht finden. Dennoch wirst du keine Wahrheit finden, die ein größere Überlegung und Untersuchung erfordern wird. Halte sie nicht einfach für wahr, denn diese Wahrheit ist sehr groß. Es ist notwendig, dass du sie erforscht.
Wiederhole diese Aussage heute zu jeder Stunde und denke über ihre Wirkung nach. Tue dies in allen Umständen, denn mit der Zeit wirst du herausfinden, wie man in jedem Umstand lernt, wie man in jedem Umstand übt, wie aus jedem Umstand Nutzen für deine Übung gezogen werden kann und wie deine Übung jedem Umstand nützen kann.
Du kannst nichts alleine tun, und in deiner heutigen Übung wirst du die Unterstützung deiner Spirituellen Lehrer empfangen, die dir ihre Stärke verleihen werden. Du wirst dies spüren, wenn du deine eigene Stärke verleihst. Du wirst feststellen, dass eine Stärke, die größer ist als deine eigne, dir ermöglichen wird, voranzuschreiten, um den großen Schleier des Missverständnisses zu durchdringen und den Ursprung der Kenntnis und den Ursprung deiner Beziehungen im Leben zu erkennen. Akzeptiere deine Beschränkungen, denn alleine kannst du nichts tun, aber mit dem Leben werden dir alle Dinge gegeben, damit du dienst. Mit dem Leben wird deine wahre Natur in ihrem Dienst für andere gewürdigt und verherrlicht.
ÜBUNG 78: Stündliche Übung.

 

Schritt 79: Ich werde heute zulassen, dass Ungewissheit existiert.

Zuzulassen, dass Ungewissheit existiert, bedeutet, dass es großes Vertrauen gibt. Dies bedeutet, dass eine andere Form der Gewissheit hervortritt. Wenn du zulässt, dass Ungewissheit existiert, bedeutet dies, dass du ehrlich wirst, denn in Wahrheit hast du keine Gewissheit. Indem du zulässt, dass Ungewissheit besteht, wirst du geduldig, denn es erfordert Geduld, um deine Gewissheit zurückzugewinnen. Indem du zulässt, dass Ungewissheit besteht, wirst du tolerant. Du ziehst dich vom Urteilen zurück und wirst Zeuge des Lebens in dir und des Lebens um dich herum. Akzeptiere heute Ungewissheit, damit du lernen kannst. Ohne Anmaßung wirst du nach Kenntnis streben. Ohne Urteil wirst du dein wahres Bedürfnis erkennen.
Wiederhole heute zu jeder Stunde die heutige Aussage und erforsche, was sie bedeutet. Untersuche dies aus deinen eigenen Gefühlen heraus und untersuche dies im Lichte dessen, was du in der Welt um dich herum siehst. Ungewissheit besteht bis du dir gewiss bist. Wenn du zulässt, dass sie existiert, kannst du Gott gestatten, dir zu dienen.
ÜBUNG 79: Stündliche Übung.

Schritt 80: Ich kann nur üben.

Du kannst nur üben. Das Leben ist eine Übung. Wir lenken deine Übung lediglich um, damit sie dir dient und damit sie anderen dienen kann. Du übst die ganze Zeit, ständig, immer und immer wieder. Du übst Verwirrung, du übst Urteil, du übst die Projektion von Vorwürfen, du übst Schuld, du übst Trennung und du übst Unbeständigkeit. Du stärkst deine Urteile, indem du fortfährst, sie zu bestätigen. Du stärkst deine Ungewissheiten, indem du fortfährst, sie zu betonen. Du übst deinen Selbsthass, indem du fortfährst, ihn zu beeinflussen.
Wenn du dein Leben nur einen Moment objektiv betrachtest, wirst du erkennen, dass dein ganzes Leben eine Übung ist. Deshalb wirst du üben, unabhängig davon, ob du einen Lehrplan, der dir nützt, hast oder nicht. Deshalb stellen wir den Lehrplan bereit, den du jetzt üben kannst. Er wird diejenigen Übungen ersetzen, die dich verwirrt und herabgesetzt haben, die dir widersprochen haben und die dich in die Irre und in Gefahr geführt haben. Wir geben dir eine größere Übung, damit du nicht die Dinge übst, die deinen Wert und deine Gewissheit untergraben.
Wiederhole heute in deinen beiden Meditationsübungen die Aussage, dass du lediglich üben kannst, und dann übe die Stille und Empfänglichkeit. Stärke deine Übung, und du wirst das bestätigen, was wir sagen. Du kannst lediglich üben. Daher übe für das Gute.
ÜBUNG 80: Zwei 30-minütige Übungszeiten.

 

Schritt 81: Ich werde mich heute nicht selbst täuschen.

Übe zu jeder Stunde, indem du diese Aussage machst und ihre Auswirkungen spürst. Stärke dein Bekenntnis zur Kenntnis. Verfalle nicht der scheinbaren Leichtigkeit der Selbsttäuschung. Sei nicht zufrieden mit bloßen Vermutungen oder den Überzeugungen anderer. Akzeptiere Allgemeinheiten nicht als Wahrheit. Akzeptiere Erscheinungen nicht als eine Darstellung der Realität anderer. Akzeptiere nicht deine eigene bloße Erscheinung. Diese Dinge zu tun, zeigt, dass du dich selbst oder dein Leben nicht würdigst und dass du zu träge bist, um dich zu deinem eigenen Wohl anzustrengen.
Du musst in die Ungewissheit eintreten, um Kenntnis zu finden. Was bedeutet das? Es bedeutet einfach, dass du falsche Vermutungen, dich tröstende Vorstellungen und den Luxus der Selbstverdammung aufgibst. Warum ist Selbstverdammung ein Luxus? Weil sie einfach ist und nicht verlangt, dass du die Wahrheit erforscht. Du akzeptierst sie, weil sie in dieser Welt akzeptabel ist, und sie gibt dir vieles, über das du mit deinen Freunden reden kannst. Es ruft Mitgefühl hervor. Daher ist sie einfach und schwach.
Täusche dich heute nicht selbst. Gestatte dir, das Mysterium und die Wahrheit des Lebens zu erforschen. Wiederhole heute zu jeder Stunde den heutigen Leitgedanken und spüre, was er bedeutet. Wiederhole heute zudem, in zwei längeren Übungseinheiten, die Aussage, und widme dich dann der Stille und der Empfänglichkeit. Mittlerweile beginnst du zu lernen, wie du dich auf Stille vorbereitest – indem du deine Atmung nutzt, deinen Verstand konzentrierst, deine Gedanken loslässt und dich daran erinnerst, dass du einer solchen Mühe würdig bist. Erinnere dich an das Ziel, das du zu erreichen versuchst. Täusche dich heute nicht selbst. Gib nicht dem nach, das einfach und schmerzhaft ist.
ÜBUNG 81: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 82: Ich werde heute nicht über andere urteilen.

Abermals üben wir diese Lektion, die wir in gewissen Abständen wiederholen werden, während du voranschreitest. Ein Urteil ist eine Entscheidung, nicht zu wissen. Es ist eine Entscheidung, nicht zu schauen. Es ist eine Entscheidung, nicht hinzuhören. Es ist eine Entscheidung, nicht still zu sein. Es ist eine Entscheidung, einer bequemen Form des Denkens zu folgen, die deinen Verstand schlafen lässt und durch die du auf der Welt verirrt bleibst. Die Welt ist voller Irrtümer. Wie könnte es anders sein? Daher braucht sie nicht deine Verurteilung, sondern deine konstruktive Unterstützung.
Urteile heute nicht über andere. Erinnere dich hieran zu jeder Stunde und denke kurz darüber nach. Erinnere dich hieran in deinen zwei Meditationsübungen, in denen du diese Aussage triffst und dann in die Stille und in die Empfänglichkeit eintrittst. Urteile heute über niemanden, damit du glücklich sein kannst.
ÜBUNG 82: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 83: Ich würdige Kenntnis mehr als alles andere.

Wenn du die Tiefe und die Kraft dieser Aussage erleben könntest, würde sie dich von allen Formen der Knechtschaft befreien. Sie würde alle Konflikte in deinem Denken auslöschen. Sie würde alles, was dir Sorgen bereitet und dich verwirrt, vollkommen beenden. Du würdest Beziehungen weder als eine Form von Herrschaft noch als eine Form der Bestrafung betrachten. Sie würde dir eine völlig neue Verständnisgrundlage für dein Zusammenwirken mit anderen vermitteln. Sie würde dir einen Bezugsrahmen zur Verfügung bieten, im dem du dich mental und körperlich selbst entwickeln könntest, während du eine größere Perspektive bewahrst. Was hat dich enttäuschst, außer der falschen Anwendung deiner Fähigkeiten? Was schmerzt und ärgert dich, außer der falschen Anwendung der Fähigkeiten anderer Menschen?
Würdige den Wert von Kenntnis. Er liegt jenseits deines Verständnisses. Folge der Kenntnis. Sie führt dich auf eine Weise, die du noch nie erlebt hast. Vertraue der Kenntnis. Sie gibt dich dir selbst zurück. Vertrauen kommt vor Verständnis, immer. Beteiligung kommt vor Vertrauen, immer. Deshalb, beteilige dich an Kenntnis.
Erinnere dich zu jeder Stunde an deine Affirmation. Versuche, sehr beständig zu bleiben. Vergesse heute nicht zu betonen, dass du Kenntnis mehr würdigst als alle anderen Dinge. Mache in deinen beiden Meditationsübungen diese Aussage als eine Affirmation, und dann lasse dich, in der Stille, empfangen. Verwende diese Übungen nicht, um Antworten oder Informationen zu erlangen, sondern lasse dich ruhig werden, denn ein ruhiger Verstand kann alle Dinge lernen und alle Dinge wissen. Worte sind lediglich eine Form der Kommunikation. Du lernst jetzt zu kommunizieren, denn dein Verstand öffnet sich jetzt einer größeren Vereinigung.
ÜBUNG 83: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 84: Rückblick

Gehe die Übungen und die Anweisungen der vorangegangenen Woche noch einmal durch. Überprüfe deinen Fortschritt objektiv. Erkenne, wie groß dein Lernen sein muss. Deine Schritte sind jetzt klein, aber bedeutend. Kleine Schritte lassen dich den ganzen Weg gehen. Von dir wird nicht erwartet, große Sprünge zu machen, aber jeder kleine Schritt wird wie ein großer Sprung erscheinen, denn er wird dir so viel mehr geben, als du jemals zuvor gehabt hast. Erlaube, dass dein äußeres Leben neu geordnet wird, während dein inneres Leben beginnt, hervorzutreten und sein Licht auf dich zu leuchten. Bewahre deine Zielstrebigkeit und akzeptiere Veränderung in deinem äußeren Leben, denn sie geschehen zu deinem Vorteil. Nur wenn Kenntnis missachtet wird, wird der Hinweis auf den Irrtum für dich erkennbar werden. Dies wird dich zu wirksamen Maßnahmen führen. Wenn sich Kenntnis durch die Veränderungen um dich herum nicht angegriffen fühlt, dann brauchst du es auch nicht zu sein. Im Laufe der Zeit wirst du den Frieden der Kenntnis erreichen. Du wirst an ihrem Frieden, ihrer Gewissheit und ihren wahren Gaben teilhaben.
Führe deine Wiederholungsübung daher heute innerhalb einer einzigen langen Übungseinheit durch. Gehe mit großem Nachdruck und kritischem Urteilsvermögen vor. Lasse dich das Erkennen deines Lernprozesses nicht versäumen.
ÜBUNG 84: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 85: Ich erfreue mich heute an kleinen Dingen.

Du wirst dich an kleinen Dingen erfreuen, weil Glück bei dir ist. Du wirst dich an kleinen Dingen erfreuen, weil du lernst, still und achtsam zu sein. Du wirst dich an kleinen Dingen erfreuen, weil dein Verstand empfänglich wird. Du wirst Glück an kleinen Dingen erfahren, weil du für deine jetzigen Umstände gegenwärtig bist. Kleine Dinge können große Botschaften beinhalten, wenn du auf sie achtest. Dann werden kleine Dinge dich nicht verärgern.
Ein stiller Verstand ist ein bewusster Verstand. Ein stiller Verstand ist ein Verstand, der lernt, in Frieden zu sein. Frieden ist kein passiver Zustand. Es ist ein Zustand größter Aktivität, denn er verleiht deinem Leben einen großen Zweck und Intensität, er aktiviert all deine Kräfte und verleiht ihnen eine einheitliche Richtung. Das kommt von Frieden. Gott ist still, aber alles, was von Gott kommt, wird in konstruktive und einheitliche Aktivitäten geformt. Dies verleiht allen sinnvollen Beziehungen Form und Richtung. Aus diesem Grund sind deine Lehrer bei dir, denn es gibt einen Plan.
Übe heute zweimal Stille in tiefer Meditation. Erkläre die Affirmation deiner Lektion zu jeder Stunde, und denke kurz über sie nach. Lasse deinen Tag der Übung gewidmet sein, damit die Übung in all deinen anderen Aktivitäten einfließen kann.
ÜBUNG 85: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 86: Ich ehre jene, die mir gegeben haben.

Jene zu ehren, die dir gegeben haben, wird Dankbarkeit hervorrufen, was der Beginn wahrer Liebe und Wertschätzung ist. Heute bist du aufgefordert, in deinen beiden tiefgehenden Übungseinheiten an diejenigen Menschen zu denken, die dir gegeben haben, nur an sie zu denken und an nichts anderes während der Übungseinheit. Du bist aufgefordert, sehr tief darüber nachzudenken, was sie für dich getan haben. Versuche bei denjenigen, über die du verärgert und auf die du wütend bist, zu erkennen, wie auch sie dir einen Dienst bei der Wiedererlangung von Kenntnis geleistet haben. Stelle deine Gefühle nicht falsch dar, aber versuche, falls schlechte Gefühle vorhanden sind, trotz deiner Gefühle für sie, auch ihren Dienst für dich zu erkennen. Denn du kannst in der Tat verärgert oder wütend über jemanden sein, von dem du erkannt hast, dass er dir gedient hat, und das ist oft der Fall. Vielleicht wirst du sogar wütend auf diesen Lehrplan sein, der dir lediglich dienen will. Warum solltest du über diesen Lehrplan wütend sein? Weil Kenntnis alles herausspült, was sich ihr in den Weg stellt. Aus diesem Grund bist du manchmal wütend und weißt noch nicht einmal weshalb.
Lasse deine beiden Übungszeiten sehr zielgerichtet sein. Konzentriere dich. Nutze die Kraft deines Verstandes. Denke an diejenigen Personen, die dir gedient haben. Falls dir Personen in den Sinn kommen, von denen du nicht angenommen hast, dass sie dir gedient haben, denke darüber nach, wie auch sie dir gedient haben. Lasse diesen Tag einen Tag der Anerkennung sein. Lasse dies einen Tag der Wiedergutmachung sein.
ÜBUNG 86: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 87: Ich werde keine Angst haben vor dem, was ich weiß.

Übe heute zu jeder Stunde, indem du die Aussage wiederholst und über ihre Bedeutung nachdenkst. Du wirst zu jeder Stunde lernen, Angst aus deinem Leben zu lösen, denn Kenntnis wird alle Angst beseitigen, und du wirst Angst beseitigen, um der Kenntnis ihr Recht einzuräumen, sich selbst zum Ausdruck zu bringen. Vertraue dem, was du weißt. Es dient dem größten Wohl. Du magst großen Zorn und Misstrauen gegen dich selbst in dir tragen, aber dies richtet sich nicht gegen Kenntnis. Dies richtet sich gegen deinen persönlichen Verstand, der unmöglich deinen höheren Zweck verstehen kann. Er kann unmöglich deine größten Fragen beantworten oder dir Gewissheit, Zweck, Sinn und Richtung in deinem Leben bieten. Vergib dem, was fehlbar ist. Ehre das, was unfehlbar ist. Und lerne, beides voneinander zu unterscheiden.
Übe heute in deinen beiden längeren Übungseinheiten, Angst loszulassen, damit du wissen kannst. Deinem Verstand zu gestatten, still und empfänglich zu sein, ohne Forderungen zu erheben, wird ein Zeichen dafür sein, dass du der Kenntnis vertraust. Es wird dir eine Ruhepause von den Leiden und Feindseligkeiten dieser Welt geben. Damit wirst du beginnen, eine andere Welt zu sehen.
ÜBUNG 87: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 88: Mein Höheres Selbst ist kein Individuum.

Es besteht oft Verwirrung bezüglich deines Höheren Selbst und deiner spirituellen Lehrer. Es ist sehr schwer, dies vom Standpunkt der Trennung aus zu klären. Aber wenn du dir das Leben als ein umfassendes Netzwerk von sich entwickelnden Beziehungen vorstellst, dann beginnst du zu erleben und zu erkennen, dass dein Höheres Selbst tatsächlich Teil eines größeren Geflechts von Beziehungen ist. Es ist derjenige Teil von dir, der nicht getrennt ist, sondern auf sinnvolle Weise mit anderen verbunden ist. Daher ist dein Höheres Selbst mit dem Höheren Selbst deiner Lehrer verbunden. Sie sind jetzt ohne Dualität, denn sie haben kein anderes Selbst. Du hast zwei Ichs: das Selbst, das erschaffen wurde, und das Selbst, das du erschaffen hast. Wenn du das Selbst, das du erschaffen hast, in den Dienst deines wahren Selbst stellst, werden beide in einer sinnvollen Gemeinschaft aus Zweck und Dienst vereinigt und der innere Konflikt wird endgültig beendet.
Wiederhole heute zu jeder Stunde deine Affirmation und spüre ihre Auswirkungen. Nutze in deinen beiden längeren Übungszeiten deine Affirmation als eine Einführung in deine Übung der Stille und Empfänglichkeit.
ÜBUNG 88: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 89: Meine Gefühle können meine Kenntnis nicht umstimmen.

Gefühle zerren an dir wie starke Winde. Sie ziehen dich von Ort zu Ort. Vielleicht wirst du mit der Zeit ihren Mechanismen genauer verstehen. Unsere Übung besteht heute darin, zu betonen, dass sie keine Kontrolle über Kenntnis besitzen. Kenntnis braucht deine Gefühle nicht zu zerstören. Sie will lediglich einen Beitrag zu ihnen leisten. Im Laufe der Zeit wirst du sehr viel mehr über deine Gefühle begreifen, und du wirst feststellen, dass deine Gefühle einem höheren Zweck dienen können, ebenso wie dein Verstand und dein Körper. Alle Dinge, die eine Quelle des Schmerzes, des Unbehagens und der Trennung gewesen sind, werden, wenn sie in den Dienst einer Macht gestellt werden, – welche die Eine Macht ist – zu Vehikeln des Ausdrucks, die einem höheren Zweck dienen. Selbst Zorn dient einem höheren Zweck, denn er zeigt dir, dass du Kenntnis missachtet hast. Auch wenn deine Wut nicht auf andere gerichtet sein mag, so ist sie einfach ein Zeichen dafür, dass etwas schiefgegangen ist und dass eine Korrektur vorgenommen werden muss. Du wirst die Quelle des Kummers verstehen, und du wirst mit der Zeit die Quelle aller Gefühle verstehen.
Übe zu jeder Stunde und wiederhole zu Beginn deiner beiden längeren Meditationsübungen den heutigen Gedanken, und dann gehe in die Stille. Lerne heute dasjenige wertzuschätzen, was gewiss ist, und dasjenige zu verstehen, was ungewiss ist, dasjenige zu erkennen, was Ursache ist, und dasjenige, was die Ursache behindert, was aber mit der Zeit selbst der Ursache dienen kann.
ÜBUNG 89: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 90: Heute werde ich keine Vermutungen anstellen.

Stelle heute keine Vermutungen an, während du dich einen weiteren Tag der Wiedererlangung von Kenntnis widmest. Stelle keine Vermutungen über deinen Lernfortschritt an. Stelle keine Vermutungen über deine Welt an. Übe an diesem Tag, einen offenen Verstand zu bewahren, der Ereignisse beobachtet und lernen will. Genieße die Freiheit, die ohne Vermutungen einhergeht, denn das Mysterium wird eine Quelle der Gnade für dich sein, anstatt eine Quelle der Furcht und Angst, während du lernst, es zu empfangen.
In deiner stündlichen Übung und deinen beiden längeren Meditationsübungen, in denen du Stille und Empfänglichkeit übst, kannst du heute den Wert und die Kraft dieser Worte erfahren. Stelle heute keine Vermutungen an. Erinnere dich hieran während des ganzen Tages, denn die Erzeugung von Vermutungen ist lediglich eine Gewohnheit, und wenn diese Gewohnheit losgelassen wird, kann der Verstand seine natürliche Funktion ohne seine früheren Beschränkungen ausüben.
ÜBUNG 90: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 91: Rückblick

Unsere Wiederholungsübung wird sich wieder auf die Anweisungen und auf deine Übungen für die vergangene Woche konzentrieren. Verwende die Zeit, um das, was an jedem einzelnen Tag geschehen ist, noch einmal zu erleben, und es auch aus deiner jetzigen Erfahrungen heraus zu betrachten. Lerne, wie man lernt. Lerne über den Prozess des Lernens. Gebrauche das Lernen nicht als eine Form der Selbstdarstellung. Verwende das Lernen nicht, um zu versuchen, dir selbst deine Würdigkeit zu beweisen. Du kannst deine Würdigkeit nicht beweisen. Es liegt jenseits deiner Möglichkeiten, sie zu beweisen. Deine Würdigkeit wird sich zeigen, wenn du sie lässt, so, wie du es derzeit lernst. Übe zu üben. An manchen Tagen wird es dir leichter fallen. An manchen Tagen wird es dir schwerer fallen. An manchen Tagen wirst du üben wollen. An anderen Tagen willst du möglicherweise nicht üben wollen. Aber du übst jeden Tag, weil du einen Größeren Willen repräsentierst. Dies zeigt Beständigkeit, was eine Demonstration von Macht ist. Dies veranschaulicht eine größere Hingabe. Dies gibt dir Gewissheit und Stabilität, und ermöglicht dir, Mitgefühl zu haben mit allen Dingen von geringerer Stärke.
Deine heutige lange Wiederholungsübung wird eine Erforschung deines Lernprozesses sein. Erinnere dich daran, nicht über dich selbst zu urteilen, damit du lernen kannst.
ÜBUNG 91: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 92: Es gibt auf der Welt eine Rolle für mich zu spielen.

Du bist zu einer entscheidenden Zeit auf die Welt gekommen. Du bist gekommen, um der Welt bei ihrem gegenwärtigen Bedürfnis zu dienen. Du bist gekommen, um für zukünftige Generationen Vorbereitungen zu treffen. Kann all dies für dich persönlich jetzt sinnvoll sein? Möglicherweise nicht, weil du für die Gegenwart und für die Zukunft arbeitest. Du arbeitest für das Leben, das du leben wirst, und für die Leben, die dem Deinen nachfolgen werden. Dies ist jetzt für dich erfüllend, denn dies ist deine Gabe, für die du gekommen bist, um sie , darzubringen. Dies wird völlig ohne jede Anmaßung und ohne Ungewissheit auf natürliche Weise aus dir aufsteigen und sich selbst der Welt hingeben. Indem es dein Leben mit anderen Leben in einer ganz bestimmten Weise verknüpft, ist es dazu bestimmt, dich und alle, mit denen du in Kontakt kommst, zu erheben. Der Plan ist größer als dein persönlicher Ehrgeiz, und nur dein persönlicher Ehrgeiz kann deine Vision von dem, was du tun musst, trüben. Sei daher heute dankbar, dass es eine Rolle gibt, die du in der Welt zu erfüllen hast. Du bist auf die Welt gekommen, um diese Rolle zu erfüllen – für deine eigene Erfüllung, für die Weiterentwicklung deiner Welt und als Dienst an deiner Spirituellen Familie.
In deinen beiden heutigen Übungszeiten, konzentriere dich und bekräftige, dass es für dich eine Rolle zu spielen gibt. Versuche nicht, diese Rolle nach deinen Vorstellungen oder Wünschen auszufüllen, sondern lasse diese Rolle sich selbst ausfüllen, denn Kenntnis in dir wird sie ausfüllen, sobald du bereit bist. Bekräftige, in Stille und Akzeptanz, dass es für dich eine Rolle auf der Welt zu spielen gibt, und erfahre die Macht und die Wahrheit dieser großen Vorstellung.
ÜBUNG 92: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 93: Ich wurde hierher gesandt zu einem Zweck.

Du wurdest auf die Welt gesandt zu einem Zweck, um deine Gaben, die aus der Kenntnis hervortreten werden, beizutragen. Du bist zu einem Zweck hierhergekommen, um dich an deine Wahre Heimat zu erinnern, während du auf der Welt bist. Der große Zweck, den du mit dir führst, ist in diesem Moment mit dir, und er wird allmählich hervortreten, während du die Vorbereitung durchläufst, die wir für dich bereitstellen. Dieser Zweck ist größer als all diejenigen Zwecke, die du dir selbst für dich ausgedacht hast. Er ist größer als all diejenigen Zwecke, die du versucht hast, für dich selbst auszuleben. Er benötigt nicht deine Fantasie oder deine Schöpfungen, denn er wird sich selbst durch dich erfüllen und dich in perfekter Weise zusammenfügen, während er dies tut. Es gibt für dich einen Zweck auf der Welt zu erfüllen. Du bereitest dich jetzt Schritt für Schritt vor, um dies zu erfahren und um zu lernen, es zu akzeptieren, damit er dir seine großen Gaben darbringen kann.

Bekräftige in deinen beiden Übungszeiten die Realität dieser Aussage. Lasse deinen Verstand, in Stille und Empfänglichkeit, seine wahre Funktion annehmen. Lasse dich ein Schüler sein, was bedeutet, dich empfänglich und verantwortlich sein zu lassen, um das nutzen zu können, was für dich bereit steht. Lasse diesen Tag eine Affirmation deines wahren Lebens auf der Welt sein, nicht des Lebens, das du für dich selbst geschaffen hast.
ÜBUNG 93: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

Schritt 94: Meine Freiheit besteht darin, meinen Zweck zu finden.

Welchen Wert kann Freiheit überhaupt haben, außer dir zu ermöglichen, deinen Zweck zu finden und ihn zu erfüllen? Ohne Zweck ist Freiheit bloß das Recht, chaotisch zu sein, das Recht, ohne äußerliche Beschränkung zu leben. Aber ohne äußerliche Beschränkung wirst du lediglich die Härte deiner inneren Beschränkung ausleben. Stellt dies eine Verbesserung dar? Im Großen und Ganzen stellt es keine Verbesserung dar, obwohl es dir Gelegenheiten zur Selbstentdeckung bieten kann.
Bezeichne Chaos nicht als Freiheit, denn es ist keine Freiheit. Glaube nicht, dass, nur weil andere dich nicht einschränken, du dich in einem erhabenen Zustand befindest. Erkenne, dass deine Freiheit darin besteht, deinen Zweck zu finden und ihn zu erfüllen. Ein solches Verständnis von Freiheit wird dich in die Lage versetzen, alle Aspekte deines Lebens zu nutzen – deine derzeitige Situation, deine Beziehungen, deine Beschäftigungen, deine Erfolge, deine Irrtümer, deine Eigenschaften und deine Beschränkungen –, alles zugunsten der Entdeckung deines Zwecks. Denn wenn ein größerer Zweck beginnt, sich durch dich zum Ausdruck zu bringen in einer Weise, die du erkennen und akzeptieren kannst, wirst du endlich spüren, dass dein Leben vollständig integriert ist. Du wirst nicht mehr aus getrennten Individuen in deinem Inneren bestehen, sondern eine einzige Person sein, vollständig und vereint, und all deine Aspekten werden eingesetzt, um diesem einen Zweck zu dienen.
Die Freiheit, Irrtümer zu begehen, wird dich nicht erlösen. Irrtümer können unter allen Umständen begangen werden, und Freiheit kann unter allen Umständen gefunden werden. Versuche deshalb, über Freiheit zu lernen. Kenntnis wird sich zum Ausdruck bringen, wenn sie ungehindert ist und wenn du dich als Person ausreichend entwickelt hast, um ihre große Mission in die Welt tragen zu können. Deine Spirituellen Lehrer, die jenseits deines visuellen Sehvermögens bei dir weilen, sind hier, um dich in die Kenntnis einzuweihen. Sie haben hierfür ihre eigene Methode, weil sie die wahre Bedeutung von Freiheit und deren wahre Aufgabe auf der Welt verstehen.
Bekräftige daher in deinen Übungszeiten erneut die Macht dieser Aussage, und finde zwei Gelegenheiten, um sie tief in dir zu erfahren. Du brauchst nicht zu versuchen, hierüber gedanklich zu spekulieren, sondern entspanne dich einfach, damit sie erfahren werden kann. Konzentriere deinen Verstand umfassend, um ihn die Größe der Gegenwart Gottes erfahren zu lassen, die bei dir ist und die in dir ist, denn dies bedeutet, in die Richtung der Freiheit zu schauen, wo Freiheit wirklich existiert.
ÜBUNG 94: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 95: Wie kann ich mich überhaupt selbst verwirklichen?

Wie kannst du dich überhaupt selbst verwirklichen, wenn du gar nicht weißt, wer du bist, wenn du gar nicht weißt, wo du herkommst und wohin du gehst, wenn du gar nicht weißt, wer dich geschickt hat und wer auf dich warten wird, wenn du wieder zurückkehrst? Wie kannst du dich überhaupt alleine selbst verwirklichen, wenn du Teil des Lebens selbst bist? Kannst du dich selbst getrennt vom Leben verwirklichen? Nur in deiner Fantasie und in deiner Einbildung kannst du überhaupt den Gedanken hegen, dich selbst zu verwirklichen. Hierin gibt es keine Erfüllung, nur zunehmende Verwirrung. Im Laufe der Jahre wirst du eine wachsende Dunkelheit in dir spüren, so als ob eine große Chance vertan worden ist. Versäume nicht diese Chance, das Leben so zu erkennen, wie es wirklich existiert, und Erfüllung so zu empfangen, wie sie dir wahrlich angeboten wird.

Nur in deiner Einbildung kannst du dich anderweitig verwirklichen, und Einbildung ist nicht die Realität. Dies zu akzeptieren kann auf den ersten Blick wie eine Einschränkung und eine Enttäuschung erscheinen, denn du hast bereits Pläne und Motive für deine eigene persönliche Verwirklichung, egal ob du sie bereits erfahren hast oder nicht. Deine ganzen Vorhaben für deine Verwirklichung müssen nun in Frage gestellt werden, nicht, um dir irgendetwas von Wert wegzunehmen, sondern um dich von einer Knechtschaft zu befreien, die dich mit der Zeit nur hätte in die Irre führen und enttäuschen können. Die Aussichtslosigkeit deines Versuchs, dich selbst zu verwirklichen, öffnet dich schließlich, um das große Geschenk empfangen zu können, das für dich bereit steht und dich erwartet. Diese große Gabe soll durch dich in die Welt hineingetragen werden, auf eine Weise, die spezifisch für dein Glück und für das Glück derer ist, die auf natürliche Weise von dir angezogen werden.
Wie kannst du dich überhaupt selbst verwirklichen? Wiederhole heute zu jeder Stunde diese Frage und denke einen Moment ernsthaft hierüber nach, unabhängig von deinen persönlichen Umständen. Während du zu jeder Stunde übst, schaue hinaus in die Welt und siehe, wie die Menschen versuchen, sich selbst zu verwirklichen, sowohl in Situationen, die jetzt existieren, als auch in Situationen, die erhofft werden. Begreife, wie sehr sie das von dem Leben trennt, das wirklich existiert. Begreife, wie sie dies von dem Mysterium ihrer eigenen Existenz trennt und von dem Wunder des Lebens, dem sie in jedem Moment eines jeden Tags nach Belieben begegnen können. Lasse nicht zu, dass du dermaßen beraubt wirst. Die Fantasie wird stets ein großartiges Bild für dich ausmalen, aber sie hat keine Grundlage in der Realität. Nur diejenigen, die versuchen, ihre Fantasien gegenseitig zu verstärken, werden versuchen, zu diesem Zweck eine Beziehung miteinander einzugehen, und ihre Enttäuschung wird auf Gegenseitigkeit beruhen, wofür sie sich vorzugsweise gegenseitig die Schuld zuweisen werden. Suche also nicht das, was dir nur Unglück bringt und deine große Chance für Beziehungen nur zerstören kann.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde. Gehe in deinen beiden Übungszeiten in die Stille und in die Empfänglichkeit, damit du lernen kannst, Erfüllung so zu empfangen, wie sie wirklich existiert.
ÜBUNG 95: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

Schritt 96: Gottes Wille ist, dass ich entlastet werde.

Gottes erster Schritt zu deiner Erlösung und deiner Stärkung besteht darin, dich von Dingen zu entlasten, die nicht notwendig für dein Glück sind, dich von Dingen zu entlasten, die dich unmöglich zufriedenstellen können, dich von Dingen zu entlasten, die dir bloß Schmerzen zufügen, und von deinem Kopf die Dornenkrone herunterzunehmen, die du trägst und die deinen Versuch darstellt, Erfüllung in der Welt zu finden. Es gibt einen Größeren Wille in dir, der sich zum Ausdruck bringen möchte. Wenn du ihn erfährst, dann wirst du endlich das Gefühl erlangen, dass du dich selbst kennst. Du wirst endlich wahres Glück erfahren, denn dein Leben wird endlich zusammengefügt werden. Du musst befreit werden, um diese Entdeckung machen zu können. Nichts, das von Wert ist, wird dir weggenommen werden. Es ist nicht Gottes Absicht, dich einsam und verlassen zu machen, sondern dir die Gelegenheit zu geben, deine wahre Verheißung zu erkennen, damit du mit Kraft und wahrer Motivation voranschreiten kannst.
Akzeptiere daher dieses erste große Angebot, dich zu entlasten von den aussichtslosen Konflikten, die du zu lösen versuchst, von sinnlosen Beschäftigungen, die dich zu nichts führen, von den falschen Versprechungen dieser Welt und von deinem eigenen Idealismus, der ein Bild malt, das die Welt unmöglich aufrecht erhalten kann. In Einfachheit und Demut wird die Größe des Lebens in dir aufgehen, und du wirst wissen, dass du nichts weggegeben hast für etwas von größtem Wert.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde und denke hierüber nach. Beobachte ihre Bedeutung im Hinblick auf deine aktuellen Umstände. Beobachte ihre Demonstration in den Leben all der Menschen um dich herum. Beobachte ihre Realität in Bezug auf deine eigene Existenz, die du jetzt objektiv zu beobachten lernst.
Versuche heute in deinen beiden längeren Übungszeiten, dich auf diese Idee zu konzentrieren und sie ganz spezifisch auf dein Leben anzuwenden. Setze dabei aktiv deinen Verstand ein und versuche, die Bedeutung dieser Aussage in Bezug auf deine derzeitigen ehrgeizigen Bestrebungen, deine derzeitigen Pläne und so weiter zu durchdenken, festzustellen. Viele Dinge werden möglicherweise in Zweifel gezogen werden, während du dies tust, aber erkenne, dass Kenntnis nicht von deinen Vorhaben und Plänen oder von deinen Hoffnungen und Enttäuschungen beeinflusst wird. Sie wartet lediglich auf die Zeit, zu der sie auf natürliche Weise in dir zum Vorschein treten kann, und du wirst der erste Empfänger ihrer großen Gaben sein.
ÜBUNG 96: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 97: Ich weiß nicht, was Erfüllung ist.

Ist diese Aussage ein Eingeständnis von Schwäche? Ist sie eine Resignation vor der Hoffnungslosigkeit? Nein, das ist sie nicht. Sie ist der Beginn wahrer Ehrlichkeit. Wenn du erkennst, wie wenig du verstehst, und dennoch gleichzeitig das große Angebot der Kenntnis erkennst, das für dich bereit steht, dann erst wirst du diese Gelegenheit mit großem Mut und mit Hingabe ergreifen. Du kannst dir Erfüllung lediglich vorstellen, aber in dir lebt und brennt die Kenntnis der Erfüllung. Dies ist ein Feuer, das du nicht auslöschen kannst. Dies ist ein Feuer, das jetzt in dir existiert. Es entspricht deiner größeren Sehnsucht nach Erfüllung, nach Einheit und nach Mitwirkung. Tief unter all deinen Hoffnungen und Ängsten, unter deinen Plänen und deinem Ehrgeiz, brennt jetzt dieses Feuer. Lasse daher deine Ideen über Verwirklichung los, aber sei nicht ohne Hoffnung, denn du begibst dich in eine Position, um die Gaben, die für dich bestimmt sind, empfangen zu können. Du hast diese Gaben mit auf die Welt gebracht. Sie sind in dir verborgen, dort, wo du sie nicht finden kannst.
Du weißt nicht, was Erfüllung ist. Fröhliche Stimulation allein kann keine Erfüllung sein, denn Erfüllung ist ein Zustand der Ruhe. Sie ist ein Zustand der inneren Akzeptanz. Sie ist ein Zustand der vollständigen Integration. Sie ist ein zeitloser Zustand, der sich selbst in der Zeit zum Ausdruck bringt. Wie kann dir selbst die fröhlichste Stimulation das geben, was unter allen Umständen bestehen bleiben kann und was nicht aufhört, wenn die Stimulation vorbei ist? Wir wollen dich nicht der fröhlichen Stimulationen berauben, denn sie können sehr gut sein, aber sie sind vorübergehend und können dir lediglich einen kleinen Einblick in größere Möglichkeiten geben. Hier möchten wir dich unmittelbar zu größeren Möglichkeiten führen, indem wir die großen Ressourcen deines Verstandes heranbilden und indem wir dich einen bestimmten Weg lehren, die Welt zu sehen, damit du von ihrem wahren Zweck erfahren kannst.
Wiederhole daher zu jeder Stunde den heutigen Leitgedanken und denke ernsthaft über ihn nach im Hinblick auf dich selbst und die Welt um dich herum. Verbringe heute in deinen beiden langen Übungszeiten erneut Zeit damit, diesen Gedanken ernsthaft zu durchdringen. Achte darauf, in diesen Übungszeiten über dein eigenes Leben nachzudenken, und wende den heutigen Leitgedanken an auf die Pläne zu deiner Selbstverwirklichung, denen du dir bewusst bist. Diese gedanklichen Meditationen erfordern mentale Arbeit. Darin wirst du nicht still sein. Du wirst Untersuchungen durchführen. Du wirst erforschen. Du wirst deinen Verstand aktiv dafür verwenden, Dinge zu durchdringen, von denen du erkennst, dass sie dort existieren. Dies ist eine Zeit der ernsthaften Introspektion. Wenn du erkennst, dass dasjenige, von dem du dachtest, du wüsstest es, lediglich eine Form der Einbildung ist, dann wirst du dein großes Bedürfnis nach Kenntnis erkennen.
Du musst verstehen, was du hast, um zu lernen, noch mehr empfangen zu können. Wenn du glaubst, dass du mehr hast, als du tatsächlich hast, dann bist du arm ohne es zu bemerken, und du wirst den großen Plan nicht verstehen, der zu deinen Gunsten erschaffen worden ist. Du musst stets dort anfangen, wo du dich befindest, denn auf diese Weise kannst du voranschreiten, und jeder Schritt wird sicher sein, jeder Schritt wird dich vorwärts führen und auf dem vorhergehenden Schritt aufbauen. Es wird hier kein Zurückbleiben geben, denn du wirst fest auf deinem Pfad zur Kenntnis schreiten.
ÜBUNG 97: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 98: Rückblick

Rekapituliere in deiner Wiederholungsübung alle Anweisungen der Lektionen und alles, was du in der vergangenen Übungswoche bislang erlebt hast. Bewerte auf ehrliche Weise, wie eingehend du dich mit diesen Lektionen befasst hast, und erkenne, welchen Ertrag sie dir für dein Verständnis gebracht haben. Versuche, bei deiner Einschätzung sehr fair zu sein. Denke daran, dass du ein Schüler bist. Behaupte nicht, dass du mehr erkannt hast, als du tatsächlich erfahren hast.
Die Einfachheit dieser Vorgehensweise mag offensichtlich erscheinen, aber für viele Menschen ist sie nur sehr schwer zu erreichen, denn sie sind so sehr daran gewöhnt, zu glauben, dass sie mehr haben, als sie haben, oder weniger als sie haben, sodass es sehr schwierig für sie ist, ihre tatsächlichen Umstände einzuschätzen, obwohl die Umstände ganz offenkundig sind.
Gehe in deiner einen langen Übungszeit daher deine Lektionen durch und betrachte jede davon sehr tiefgehend, während du dir deine Aktivitäten mit ihnen an jenem Tag, an dem sie dargebracht wurden, und dein Verständnis über sie in jenem Moment in Erinnerung rufst. Gehe jeden der sechs vorherigen Schritte noch einmal sehr sorgfältig durch, und hüte dich davor, Schlussfolgerungen zu ziehen, die nicht deine wahre Erfahrung wiedergeben. Es ist besser, ungewiss zu bleiben, als zu falschen Schlussfolgerungen zu gelangen.
ÜBUNG 98: Ein langer Übungszeitraum.

 

 

Schritt 99: Ich werde der Welt heute keine Schuld zuweisen.

Übe heute, der Welt keine Schuld zuzuweisen, nicht über ihre offensichtlichen Irrtümer zu urteilen, und auch keine Verantwortung für diese Irrtümer zu übernehmen oder anderen zuzuweisen. Schaue still auf die Welt. Lasse deinen Verstand still sein.
Übe dies zu jeder Stunde und betrachte die Welt mit offenen Augen. Übe in deinen beiden längeren Übungszeiten auch, mit offenen Augen auf die Welt zu schauen. Es spielt keine Rolle, was du anschaust, denn es ist alles das Gleiche. Deine Konzentration wird heute darauf gerichtet sein, ohne Urteil zu schauen, denn dies wird die wahren Eigenschaften deines Verstandes entwickeln.
Übe daher in deiner Übungseinheit, mit offenen Augen zu schauen und ohne Urteil zu schauen. Schaue dich in deiner unmittelbaren Umgebung um. Schaue nur auf Dinge, die tatsächlich vorhanden sind. Gebe dich nicht deiner Fantasie hin. Lasse deine Gedanken nicht in die Vergangenheit oder in die Zukunft schweifen. Beobachte nur das, was da ist. Wenn Gedanken aufkommen, die Urteile darstellen, verwerfe sie einfach ohne weiter über sie nachzudenken, denn heute übst du das Sehen – Sehen ohne Urteil, damit du sehen kannst, was tatsächlich da ist.
ÜBUNG 99: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 100: Heute bin ich ein beginnender Schüler der Kenntnis.

Du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis. Akzeptiere diese Ausgangsposition. Behaupte nicht mehr von dir, denn du verstehst den Pfad zur Kenntnis nicht. Auf dem Pfad zu größeren Vermutungen hast du möglicherweise große Belohnungen für dich angehäuft, aber dies führt in eine andere Richtung als der Pfad zur Kenntnis, auf dem alle Dinge, die nicht real sind, losgelassen werden, und alle Dinge, die echt sind, bereitwillig angenommen werden. Der Pfad zur Kenntnis ist kein Pfad, den Menschen für sich selbst ausgedacht haben, denn er entstammt nicht der Fantasie.
Sei daher ein beginnender Schüler der Kenntnis. Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde, und denke ernsthaft über sie nach. Unabhängig von deiner Meinung über dich selbst, ob sie hoch oder gering ist, egal, was du vorher getan hast, egal, was du als deine Erfolge betrachtest, du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis. Als Anfänger wirst du alles lernen wollen, was gelernt werden kann, und du wirst nicht damit belastet sein, das, was du bisher behauptet hast, zu verteidigen. Dies wird deine Last im Leben beträchtlich vermindern und dir die Möglichkeit für wahre Motivation und Begeisterung eröffnen, die derzeit fehlen.
Sei ein beginnender Schüler der Kenntnis. Beginne deine zwei längeren Übungseinheiten mit dieser Affirmation, und lasse dich in Stille sitzen und empfangen. Lasse deinen Verstand ruhig sein, ohne Bittgesuche, ohne Fragen und ohne Erwartungen oder Forderungen, denn du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis und weißt noch nicht, um was du bitten oder was du erwarten kannst.
ÜBUNG 100: Zwei 30-minütige Übungszeiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 101: Die Welt braucht mich, aber ich werde warten.

Weshalb warten, wenn die Welt dich braucht? Scheint dies nicht im Widerspruch zu der Lehre zu stehen, die wir darbieten? In Wirklichkeit ist es keineswegs widersprüchlich, wenn du ihre Bedeutung verstehst. Da die Welt dich braucht, wäre das Warten scheinbar eine Ungerechtigkeit und Verantwortungslosigkeit. Steht dies nicht im Widerspruch zu dem, was wir lehren? Nein, es ist nicht widersprüchlich, wenn du dessen Bedeutung verstehst. Wenn du ernsthaft über das nachgedacht hast, was wir dir bisher im Laufe deiner Vorbereitung vermittelt haben, dann wirst du erkennen, dass Kenntnis in dir der Welt von selbst antworten wird, und du wirst dich veranlasst sehen, an bestimmten Orten zu geben, und dich nicht veranlasst sehen, an anderen zu geben. Diese große Resonanz in dir wird nicht persönlicher Schwäche, persönlicher Ungewissheit oder dem Bedürfnis nach Akzeptanz oder Anerkennung entspringen. Sie wird keine Form von Vermeidung oder Schuld darstellen. Sie wird in Wahrheit überhaupt nichts mit dir zu tun haben. Deshalb ist sie sehr groß, denn sie ist nicht da, um deine Kleinheit auszugleichen, sondern um die Macht der Kenntnis vorzuführen, die auf der Welt existiert, damit du sie bezeugen und ein Vehikel ihres Ausdrucks sein kannst.
Weshalb warten, wenn die Welt dich braucht? Weil du noch nicht bereit bist, zu geben. Weshalb warten, wenn die Welt dich braucht? Weil du ihr Bedürfnis noch nicht begreifst. Weshalb warten, wenn die Welt dich braucht? Weil du aus den falschen Gründen geben und dein Dilemma nur verschlimmern wirst. Die Zeit des Gebens wird kommen, und dein Leben wird ganz von selbst geben, und du wirst bereit sein, dies zu akzeptieren, hierauf zu reagieren und der Führung der Kenntnis, die in dir ist, zu folgen. Wenn du der Welt einen wahren Dienst erweisen willst, musst du vorbereitet sein, und dies führen wir jetzt durch.
Lasse die Leiden der Welt dir keine große Angst bereiten. Lasse dir von der Gefahr der Zerstörung keine Angst machen. Lasse die Ungerechtigkeiten dieser Welt deinen Ärger nicht anfachen, denn wenn sie es tun, dann siehst du ohne Kenntnis. Du siehst deinen eigenen gescheiterten Idealismus. Dies ist nicht der Weg der Erkenntnis und daher ist es nicht der Weg des Gebens. Du wurdest gesandt, um zu geben, und dein Geben liegt in dir. Du brauchst es nicht zu kontrollieren, denn es wird ganz von selbst geben, wenn du vorbereitet bist. Daher besteht dein Dienst für die Welt jetzt in deiner Vorbereitung darauf, jemand sein zu können, der einen Beitrag leistet, und auch wenn dein Bedürfnis zu geben dadurch nicht sofort gestillt werden wird, wird sie den Weg dafür ebnen, dass ein größerer Dienst erbracht werden kann.
Denke heute in deinen zwei Übungszeiten aktiv über die heutige Leitidee nach, und betrachte sie im Licht deines Verhaltens, deiner Neigungen, deiner Vorstellungen und deiner Überzeugungen. ÜBUNG 101: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 102: Es gibt viel, das ich verlernen muss.

Dein Leben ist voll von deinen eigenen Bedürfnissen und Ideen, voll von deinen eigenen Forderungen und ehrgeizigen Bestrebungen, voll von deinen eigenen Ängsten und voll von deinen eigenen Komplikationen. Dadurch wird dein Vehikel des Gebens belastet und überhäuft, und deine Energie wird zu einem großen Teil für falsche Zwecke vergeudet. Deshalb besteht Gottes erster Schritt darin, dich zu entlasten. Bis dies geschieht, wirst du einfach versuchen, deine Situation zu lösen, ohne zu wissen, was zu tun ist, ohne deine Notlage zu verstehen und ohne diejenige Hilfe zu akzeptieren, die du mit der Zeit ganz sicher benötigen wirst. Akzeptiere daher dein Verlernen, denn es wird dich entlasten und dir die Gewissheit bieten, dass ein größeres Leben möglich und unvermeidlich ist für dich, der du hierhergekommen bist, um zu geben.
Wiederhole zu jeder Stunde diese Aussage und denke über sie nach. Betrachte ihre Realität hinsichtlich deiner Wahrnehmung der Welt. Übe in deinen beiden längeren Übungszeiten erneut in der Ruhe mentale Stille, wo nichts versucht wird und wo nichts vermieden wird. Du setzt lediglich deinen Verstand ein, um still zu sein, damit er lernen kann, von selbst auf dasjenige zu reagieren, was zu ihm ruft. Mit jedem Schritt, den du unternimmst, um zu verlernen, wird Kenntnis das ausfüllen, was sie zuvor ersetzt hat. Dies geschieht unmittelbar, denn du begibst dich lediglich in eine Lage, in der du empfangen kannst, damit dein Geben großzügig, wahrhaftig und erfüllend für dich sein kann.
ÜBUNG 102: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 103: Ich werde von Gott geehrt.

Du wirst von Gott geehrt, und dennoch kann diese Aussage dein Gefühl von Verunsicherung entfachen, dein Schuldgefühl wecken, dein Gefühl von Stolz verwirren und alle Arten des Konflikts stimulieren, die jetzt tatsächlich in dir vorhanden sind. In der Vergangenheit hast du versucht, etwas Unwirkliches zu sein, und das hat dir keinen Erfolg beschert. Jetzt hast du Angst, überhaupt irgendetwas zu sein, aus Angst, dass der Misserfolg dich noch einmal heimsucht. Dadurch erscheint Größe als Kleinheit, und Kleinheit scheint Größe zu sein, und alle Dinge werden rückwärts oder als Verkehrung ihrer wahren Bedeutung gesehen.
Du wirst von Gott geehrt, ob du dies akzeptieren kannst oder nicht. Dies ist wahr, unabhängig von jeder menschlichen Wertung, denn nur Dinge, die jenseits der Wertung liegen, sind wahr. Wir bringen dich zu dem, was jenseits der Wertung liegt, was die größtmögliche Entdeckung deines Lebens oder irgendeines Leben sein wird.
Wiederhole zu jeder Stunde diese Aussage und denke ernsthaft über sie nach. Lasse deinen Verstand in deinen beiden Übungszeiten noch einmal still und empfänglich sein, damit du lernen kannst, die Ehre, die Gott für dich bereithält, zu empfangen. Gewiss, diese Ehre muss an einen Teil von dir gerichtet sein, dessen du dir kaum bewusst bist. Es ist nicht dein Verhalten, das geehrt wird. Es ist nicht dein Idealismus, der geehrt wird. Es sind nicht deine Überzeugungen, deine Vermutungen, deine Forderungen oder deine Ängste. Diese Dinge können zum Guten oder zum Schlechten sein. Diese Dinge können dir dienen oder dich verraten. Aber Ehre ist etwas Größerem vorbehalten, und du lernst jetzt, es zu erkennen.
ÜBUNG 103: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung

 

Schritt 104: Gott weiß mehr über mich als ich.

Gott weiß wirklich mehr über dich als du. Das muss offensichtlich sein, wenn du ehrlich über dich nachgedacht hast. Aber denke einmal über dessen Konsequenzen nach. Wenn Gott mehr über dich weiß als du, wäre Gottes Wertung dann nicht etwas, das du würdest erforschen wollen? Natürlich wäre es das. Und wäre deine Selbstbewertungen nicht zwangsläufig ein Irrtum? Darin allein hast du gesündigt, denn Sünde ist bloß Irrtum. Irrtum fordert Berichtigung, nicht Verdammung. Du würdest dich selbst verdammen und glauben, dass Gott dann deinem Beispiel folgen und dich noch schärfer verdammen würde. Aus diesem Grund haben Menschen Gott nach ihrem Bilde erschaffen, und deshalb musst du verlernen, was du erschaffen hast, damit du dasjenige finden kannst, was du weißt, und damit deine Schöpfungen in dieser Welt dem Guten dienen können und von bleibendem Wert sind.
Gott weiß mehr über dich als du. Tue nicht so, als könntest du dich selbst erschaffen, denn du bist bereits erschaffen worden, und das, was wahrhaft erschaffen worden ist, ist weitaus größer und glücklicher als dasjenige Leben, das du bislang erkannt hast. Es ist deine Unzufriedenheit, die dich zur Wahrheit führt, denn sie treibt dich an zu einer echten Lösung. Dies ist selbstverständlich wahr.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde und denke ernsthaft über sie nach. Während du dies tust, beobachte die Welt um dich herum, um zu versuchen, über die Bedeutung des heutigen Leitgedankens in der Welt zu lernen. Lasse deinen Verstand in deinen längeren Übungseinheiten in der Stille ruhig werden, damit er lernen kann, seine Größe zu genießen. Biete ihm diese Möglichkeit zur Freiheit, und er wird dir im Gegenzug Freiheit geben.
ÜBUNG 104: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 105: Rückblick

Folge in deiner Wiederholungsübung den vorherigen Beispielen und rekapituliere die Anweisungen der Woche und die Übungen der Woche. Widme heute deine besondere Aufmerksamkeit den Leitideen, die wir dargelegt haben. Begreife, dass diese Leitideen eingehend betrachtet werden und durch viele Entwicklungsstufen hindurch erfahren werden müssen. Ihre Bedeutung ist zu tiefgehend und zu groß, um jetzt vollkommen offenkundig für dich sein zu können, aber sie werden dir als Erinnerung daran dienen, dass Kenntnis bei dir ist und dass du gekommen bist, um auf der Welt Kenntnis darzubringen.
Dadurch wird unsere Lehre alle Dinge vereinfachen, wodurch diejenigen Konflikte aufgelöst werden, die du jetzt mit dir führst, und wodurch Konflikte in der Zukunft unnötig werden. Denn soweit du mit Kenntnis bist, existiert kein Konflikt. Ein konfliktfreies Leben ist der größte Beitrag, der der Welt gegeben werden kann, denn dies ist ein Leben, das den Beginn der Kenntnis in allen entfachen wird, einen Funken, der sich selbst in die Zukunft und weit über dein individuelles Leben hinaus weitertragen kann. Du bist dazu bestimmt, diesen großen Funke in die Welt zu geben, denn dann wird dein Geben kein Ende haben und deiner jetzigen Generation und allen künftigen Generationen dienen.
Die Segnungen, die du jetzt und heute in deiner Welt erfährst, sind das Ergebnis dieser Nachwirkungen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, während Kenntnis in der Welt am Leben erhalten wird. Deine Gelegenheit, Kenntnis zu erlangen, entstammt dem Geben derjenigen, die vor dir gelebt haben, so wie dein Geben denjenigen die Möglichkeit für Freiheit bieten wird, die nachfolgen werden. Darin besteht dein höheres Ziel im Leben: Kenntnis auf der Welt am Leben zu halten. Aber zuerst musst du über Kenntnis lernen – lernen, sie zu erkennen, lernen, sie zu akzeptieren, lernen, wie sie von den anderen Impulsen in deinem Verstand unterschieden wird, und du musst die vielen Entwicklungsstufen lernen, die bei der Befolgung von Kenntnis bis hin zu ihrer großen Erfüllung notwendig sein werden. Aus diesem Grund bist du ein beginnender Schüler der Kenntnis.
Führe in deiner einzigen langen Übungseinheit deine Wiederholungsübung so ausführlich wie möglich durch. Lasse zu, dass Verwirrung und Ungewissheit bestehen, denn dies ist in diesem Untersuchungsstadium notwendig. Sei also froh über all die Dinge, die wirklich erkannt werden können, und wisse, dass Kenntnis bei dir ist, sodass du die Freiheit besitzt, dir unsicher zu sein.

ÜBUNG 105: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 106: Es leben keine Meister auf der Welt.

Es leben keine Meister hier auf der Welt, denn Meisterschaft wird jenseits der Welt erreicht. Es gibt fortgeschrittene Schüler. Es gibt Schüler, die viel erreicht haben. Aber es gibt keine Meister, die auf der Welt leben. Perfektion wird hier nicht gefunden, nur Mitwirkung. Wer auch immer auf der Welt bleibt, der bleibt, um die Lehren der Welt zu erlernen. Die Lehren der Welt müssen nicht lediglich in deinem individuellen Leben gelernt werden, sondern zudem in einem Leben der Mitwirkung. Deine wahre Ausbildung übersteigt bei weitem das, was du bislang erkannt hast. Es geht nicht nur um die Korrektur von Irrtümern. Es geht darum, Gaben beizutragen.
Es leben keine Meister auf der Welt. Daher kannst du dich selbst von der großen Last befreien, die darin besteht, Meisterschaft anzustreben oder von dir selbst einzufordern. Du kannst kein Meister sein, denn das Leben ist der Meister. Das ist der große Unterschied, der für dich den ganzen Unterschied ausmachen wird, wenn du es schaffst, seine wahre Bedeutung und seinen Nutzen zu verstehen.
Denke heute in deinen beiden Übungszeiten an all die Personen, die du für Meister gehalten hast – Personen, die du getroffen hast, von denen du gehört oder die du dir vorgestellt hast, Individuen aus der Vergangenheit und Individuen, die gegenwärtig leben. Denke an all die Eigenschaften, die sie zu Meistern gemacht haben, und wie du sie dafür verwendet hast, über dich selbst zu urteilen und dein Leben und dein Verhalten zu bewerten. Der Zweck fortgeschrittener Schüler besteht nicht darin, ein Maßstab für die Selbstverurteilung derjenigen zu werden, die geringere Fähigkeiten besitzen. Das ist nicht ihre Gabe, auch wenn sie mit der Zeit begreifen müssen, dass ihre Gaben auf diese Weise missverstanden werden.
Akzeptiere deine Entlastung, während wir dich daran erinnern, dass keine Meister auf der Welt leben. Versuche, dies in deinen beiden längeren Übungseinheiten zu erkennen. Versuche, die Erleichterung, die dir gegeben wird, zu erkennen. Aber begehe nicht den Fehler, zu glauben, dass dies für dich zu Passivität führt, denn deine Mitwirkung an der Wiedererlangung von Kenntnis wird größer denn je sein. Dein Bekenntnis zur Entstehung von Kenntnis wird größer denn je sein. Jetzt können deine Beteiligung und dein Bekenntnis schneller voranschreiten, denn sie werden von deinem Idealismus entlastet, der dich bloß in die Irre führen kann.
ÜBUNG 106: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 107: Heute werde ich lernen, glücklich zu sein.

Lernen, glücklich zu sein, bedeutet einfach lernen, natürlich zu sein. Lernen, glücklich zu sein, bedeutet lernen, Kenntnis heute zu akzeptieren. Kenntnis ist heute glücklich. Wenn du nicht glücklich bist, bist du nicht mit Kenntnis. Glück bedeutet nicht immer, ein Lächeln auf deinem Gesicht zu haben. Es ist keine Verhaltensweise. Wahres Glück ist ein Gefühl des Selbst, ein Gefühl der Ganzheit und der Zufriedenheit. Wenn ein Verlust in deinem Leben aufgetreten ist, ein Verlust eines geliebten Menschen, kannst du immer noch glücklich sein, auch wenn du möglicherweise Tränen vergießt. Es ist in Ordnung, Tränen zu vergießen, denn dies braucht ein größeres Glück in dir nicht zu verleugnen, denn es können auch Tränen des Glücks sein. Glück ist keine Verhaltensform. Sei hieran erinnert. Es ist ein Gefühl innerer Zufriedenheit. Kenntnis wird dir dies geben, weil es dein Leben vereinfachen wird, und dies wird deinem Verstand erlauben, sich auf das zu konzentrieren, was ihm wirklich aufgetragen wurde, um es zu erledigen. Dies wird dir Macht verleihen, dich vereinfachen und dir eine Harmonie verleihen, die größer ist als alles, was du bisher gekannt hast.
Lasse deinen Verstand heute in deinen beiden Übungszeiten noch einmal in die Stille eintreten. Dies ist eine Zeit der Ruhe. Dies ist keine Übung der mentalen Erforschung, sondern eine Übung der mentalen Stille.
ÜBUNG 107: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 108: Glück ist etwas, das ich wieder lernen muss.

Alle Dinge müssen jetzt neu ausgewertet werden. Alle Dinge müssen jetzt aufs Neue betrachtet werden, denn es gibt das Betrachten mit Kenntnis und es gibt das Betrachten ohne Kenntnis. Beide führen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Sie stützen jeweils unterschiedliche Bewertungen und unterschiedliche Reaktionen. Wir haben gesagt, dass Glück keine Form des Verhaltens ist, denn sie ist viel tiefer als das. Versuche daher nicht, diese Vorstellung zu nutzen, um die Gunst anderer zu gewinnen oder um dir selbst zu beweisen, dass du glücklicher bist, als du es tatsächlich bist. Wir wollen keine Verhaltensfassade über deine gegenwärtigen Erfahrungen legen. Wir möchten dich zu derjenigen Erfahrung führen, die deiner Natur in Wirklichkeit entspricht, die deine Natur zum Ausdruck bringt und die deine Natur dem Leben als Beitrag hinzugibt.
Daher lerne wieder über das Glück. Setze deinen Verstand in deinen beiden Übungszeiten ein, um zu forschen. Denke nach über deine Vorstellungen über Glück und über die Verhaltensweisen, die es deiner Meinung nach zum Ausdruck bringen muss. Denke an all die Möglichkeiten, die du ausprobiert hast, um glücklicher zu sein als du bist. Denke an all die Erwartungen und Anforderungen, die du an dich selbst gestellt hast, um glücklich zu sein und um dir selbst und anderen deine Würdigkeit zu beweisen. Während du diese Dinge erkennst, werde dir bewusst, dass Glück ohne diese Bestrebungen ganz von selbst hervortreten wird, denn du bist naturgemäß glücklich. Ohne Zurückhaltung wird dein Glück ganz von selbst hervortreten, ohne dass du es deinem Verstand und deinem Körper aufzwingst. Ohne deinen Aufzwang wird Glück ganz von selbst hervortreten. Denke heute hierüber nach, aber gib dich nicht zufrieden mit einfachen Schlussfolgerungen, denn du bist ein beginnender Schüler der Kenntnis, und große Schlussfolgerungen kommen später.
ÜBUNG 108: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 109: Ich werde heute nicht in Eile sein.

Führe heute jeden Schritt anmutig aus. Sei nicht in Eile. Du brauchst nicht in Eile zu sein, weil du mit Kenntnis bist. Du kannst deine Termine auf der Welt einhalten und sie rechtzeitig einhalten, aber sei in deinem Innern nicht in Eile. Du kannst Kenntnis, Erfüllung und Mitwirkung anstreben, aber sei nicht in Eile. Wenn du in Eile bist, vernachlässigst du deinen aktuellen Schritt zugunsten von Schritten, die du vorziehst, und wie können Schritte vorzugswürdig sein, außer wenn du den vor dir liegenden Schritt missachtest? Du brauchst nur den vor dir liegenden Schritt zu machen, und der nächste Schritt wird auf ganz natürliche Weise hervorkommen. Sei nicht in Eile. Du kannst nicht schneller gehen, als du gehen kannst. Versäume nicht all das, was wir dir zu üben geben, und das wird voraussetzen, dass du nicht in Eile bist.
Erinne dich heute im Laufe des gesamten Tages zu jeder Stunde daran, nicht in Eile zu sein. Sage zu dir selbst: “Ich werde heute nicht in Eile sein”, und denke einen Moment hierüber nach. Du kannst deine weltlichen Aufgaben erfüllen ohne in Eile zu sein. Du kannst deine größeren Ziele erreichen ohne in Eile zu sein. Finde Trost in der Tatsache, dass du ein beginnender Schüler bist, denn beginnende Schüler wissen nicht, wohin sie gehen, weil sie sich in einer Position befinden, um zu empfangen, nicht um zu herrschen. Dies ist jetzt ein großer Segen für dich, und es wird dir mit der Zeit die Kraft geben, deinen Verstand und deine Angelegenheiten mit Kenntnis bewältigen zu können. Du wirst ein gütiger Herrscher sein, der Fehler nicht verurteilen wird und Sünder nicht bestrafen wird, so wie du es jetzt von Gott annimmst.
Kenntnis ist nicht in Eile. Weshalb solltest du es sein? Kenntnis kann dich schnell oder langsam bewegen. Dann kannst du dich schnell oder langsam bewegen, aber in deinem Innern bist du nicht in Eile. Dies ist Bestandteil des Mysteriums des Lebens, das zu entdecken du jetzt lernen kannst.
ÜBUNG 109: Stündliche Übung.

 

Schritt 110: Ich werde heute ehrlich zu mir sein.

“Heute werde ich vollkommen ehrlich sein und das erkennen, was ich wirklich weiß, und das, was ich lediglich glaube oder hoffe. Ich werde nicht vorgeben, Dinge zu wissen, die ich nicht weiß. Ich werde nicht vorgeben, reicher zu sein als ich bin, oder ärmer zu sein als ich bin. Ich werde versuchen, genau dort zu sein, wo ich heute bin.”
Versuche genau dort zu sein, wo du heute bist. Sei einfach. Sei ungezwungen. Beobachte die Welt um dich herum. Führe deine weltlichen Aufgaben aus. Erhöhe dich nicht. Erniedrige dich nicht. Erlaube an diesem Tage allem, so zu funktionieren, wie es tatsächlich geschieht, ohne zu versuchen, über dich selbst zu herrschen oder dich zu manipulieren. Die einzige Ausnahme besteht darin, dass du deine Selbstdisziplin nutzt, damit du deine Übungen für diesen Tag durchführen kannst.
Wiederhole in deinen längeren Übungszeiten die Affirmation des heutigen Tages und begebe dich in die Stille. Hier musst du die Kraft deines Verstandes ausüben. Hier versuchst du nichts, das irreführend ist, und nichts, das unwirklich ist. Du erlaubst deinem Verstand, in seinen natürlichen Zustand einzutreten, in einen Zustand des Friedens.
Übung 110: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 111: Heute werde ich gelassen sein.

Sei heute gelassen und wisse, dass Kenntnis bei dir ist, wisse, dass deine Lehrer bei dir sind, und wisse, dass deine spirituelle Familie bei dir ist. Lasse dich heute nicht von Ängsten oder von der Last der Sorgen von deiner Übung abhalten.
Während du dich durch den Tag bewegst und zu jeder Stunde übst, erinnere dich daran, gelassen zu sein, denn Kenntnis ist jetzt dein Führer. Wenn sie unbesorgt ist, brauchst du nicht besorgt zu sein. Befreie dich von gewohnheitsmäßigen Sorgen, von gewohnheitsmäßiger Knechtschaft. Stärke deine Entschlossenheit, dies zu tun, und es wird mit der Zeit immer einfacher werden. Dann wird es ganz von alleine auf vollkommen natürliche Weise eintreten. Dein Verstand hat bestimmte Denkgewohnheiten. Sie sind nichts weiter. Wenn sie durch neue Gewohnheiten ersetzt werden, wird Kenntnis beginnen, durch die Struktur, die du ihm auferlegt hast, zu scheinen. Hier wird Kenntnis beginnen, zu erstrahlen, deine Handlungen zu leiten, dich zu Einsicht und zu wichtiger Entdeckung zu führen und dir eine Stärke und Gewissheit zu verleihen, die größer sind als das, was du bisher gekannt hast.
Nutze daher in deinen stündlichen Übungen deine Selbstdisziplin zu deinem eigenen Wohl. Bleibe in deinen beiden Meditationsübungen sehr wachsam, aber mit einem stillen Verstand.
ÜBUNG 111: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 112: Rückblick

Heute wollen wir für deine Wiederholungsübung etwas tun, das ein wenig anders ist. Erinnere dich zu jeder Stunde, der Kenntnis zu gedenken. Wiederhole zu dir selbst: “Ich werde der Kenntnis gedenken. Ich werde der Kenntnis gedenken“ und bedenke dabei während des ganzen Tages, dass du noch nicht weißt, was Kenntnis ist, aber sei dennoch versichert, dass sie bei dir ist. Sie stammt von Gott. Sie ist Gottes Wille in dir. Sie ist dein Wahres Selbst. So lernst du, dem zu folgen, was groß ist. Innerhalb deines begrenzten Zustandes erhältst du Zugang zu dem, was keine Grenzen hat. Auf diese Weise wirst du heute zu einer Brücke zur Kenntnis.
Wiederhole daher zu jeder Stunde, dass du der Kenntnis gedenken wirst. Vergiß heute nicht deine Übung, damit du dich selbst stärken und dir Macht verleihen kannst.
ÜBUNG 112: Stündliche Übung.

 

Schritt 113: Ich werde mich nicht von anderen überreden lassen.

Jeder Verstand, der fester entschlossen ist als deiner kann dich überreden und Einfluss auf dich ausüben. Das ist nicht sonderlich geheimnisvoll. Es ist einfach das Ergebnis eines Verstandes, der konzentrierter oder gebündelter ist als ein anderer. Ein Verstand besitzt stets einen relativen Grad des Einflusses auf einen anderen, abhängig von seiner Konzentration und abhängig von der Art des Einflusses, den er ausübt. Lasse dich durch Kenntnis überzeugen, denn das ist die Größe, die du mit dir führst. Lasse dich nicht von den Meinungen oder dem Willen anderer überreden. Lasse dich ausschließlich von ihrer Kenntnis beeinflussen, denn nur diese kann deine Kenntnis beeinflussen. Dies wird sich sehr von dem Gefühl unterscheiden, dominiert, manipuliert oder von anderen überredet zu werden.
Halte daher zu dir selbst. Folge der Kenntnis. Wenn ein anderer deine Kenntnis stimuliert, dann schenke diesem Individuum deine Aufmerksamkeit, damit du über die wahre Macht der Überzeugung lernen kannst. Doch lasse die Überredungskräfte dieser Welt – ihren Kummer, ihre liebgewonnenen Ideale, ihre Moralvorstellungen, ihre Forderungen oder ihre Kompromisse – dich nicht beeinflussen, denn du folgst der Kenntnis, und du brauchst den Überredungskräften der Welt nicht zu folgen.
Erinnere dich an den heutigen Gedanken zu jeder Stunde, und übe heute in deinen beiden Meditationsübungen die Stille in aller Tiefe. Erlaube nur der Kenntnis, dich zu überzeugen, denn das ist alles, was du auf der Welt befolgen musst.
ÜBUNG 113: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 114: Meine wahren Freunde sind bei mir. Ich bin nicht allein.

Wie kannst du allein sein, wenn deine Lehrer bei dir sind? Welchen wahreren Freund hast du als denjenigen, der bei deiner Kenntnis ist? Diese Freundschaften sind nicht von dieser Welt. Sie sind jenseits der Welt geschlossen worden, und sie bestehen, um dir jetzt zu dienen. Du wirst die Gegenwart derjenigen, die bei dir sind, spüren, sobald dein Verstand sich beruhigt. Sobald du aufhörst, dich mit deinen eigenen leidenschaftlichen Wünschen und Ängsten zu beschäftigen, wirst du beginnen, diese Präsenz zu spüren, die so anmutig, so sanft und so beruhigend ist.
Erinnere dich zu jeder Stunde, dass deine Freunde bei dir sind. Lasse in deinen beiden tiefgehenden Übungszeiten deinen Verstand ihre Präsenz empfangen, damit du die wahre Natur von Beziehungen auf der Welt verstehen kannst. Mit etwas Übung wird dieses Verständnis so stark werden, dass du in der Lage sein wirst, die Gedanken, die Ermutigung und die Korrektur derjenigen zu empfangen, die mächtiger sind als du, und die da sind, um dir bei deiner wahren Aufgabe auf der Welt zu dienen. Es sind jene, die dich in die Kenntnis einführen, und sie stehen in Beziehung zu deiner Kenntnis, denn deine Kenntnis enthält deine wahren Beziehungen mit der allen Lebens.
ÜBUNG 114: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 115: Heute werde ich der Macht der Kenntnis zuhören.

Höre heute der Kraft der Kenntnis zu. Es erfordert deine Aufmerksamkeit. Es erfordert dein Verlangen. Es erfordert den Verzicht auf Dinge, die dich beschäftigen und dich beunruhigen, Dinge, die du nicht auf eigene Faust lösen kannst. Höre heute der Kenntnis zu, damit sie dich trösten und bei dir weilen kann. In ihrer Ruhe wirst du sowohl eine beständige Beruhigung als auch Vertrauen erlangen. Denn wenn Kenntnis schweigt, brauchst du keine Angst um dein Leben zu haben, und wenn Kenntnis spricht, brauchst du nur zu folgen, damit du die Macht, die Kenntnis für dich hat, lernen kannst.
Du wirst still, weil Kenntnis still ist. Du wirst handlungsfähig, weil Kenntnis handlungsfähig ist. Du lernst, mit Einfachheit zu sprechen, weil Kenntnis mit Einfachheit spricht. Du lernst, gelassen zu sein, weil Kenntnis gelassen ist. Du lernst zu geben, weil Kenntnis gibt. Um dich wieder in eine Beziehung mit deiner Kenntnis zu bringen, nimmst du jetzt an diesem Entwicklungsprogramm teil.
Erinnere dich heute zu jeder Stunde, der Kenntnis zuzuhören und dir einen Moment Zeit zu nehmen, um dies zu tun, egal in welchem Umstand du dich befindest. Deine erste Aktivität beim Zuhören ist Stille. Übe dies heute in noch größerer Tiefe bei deinen beiden Meditationsübungen, in denen du Ruhe und Empfänglichkeit übst, weil du heute der Kenntnis zuhören möchtest.
ÜBUNG 115: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 116: Heute werde ich geduldig mit Kenntnis sein.

Habe Geduld mit Kenntnis, damit du der Kenntnis folgen kannst. Kenntnis ist sehr viel stiller als du. Sie ist sehr viel mächtiger als du. Sie ist sehr viel sicherer als du, und all ihre Handlungen sind tiefgreifend und sinnvoll. Es gibt nur deshalb einen Unterschied zwischen dir und Kenntnis, weil du in dem Selbst lebst, das du für dich selbst gemacht hast, und du vorübergehend deinen Kontakt mit Kenntnis verloren hast. Aber Kenntnis weilt bei dir, denn du kannst sie niemals verlassen. Sie wird immer da sein, um dich zu erlösen, um dich zu retten und dich wieder aufzunehmen, denn sie ist dein Wahres Selbst. Lasse nicht zu, dass sich Überzeugungen und Vermutungen als Kenntnis verkleiden. Gestatte deinem Verstand, immer ruhiger und stiller zu werden, während du die Aktivitäten des Tages erledigst.
Wiederhole diesen Gedanken zu jeder Stunde und gestatte dir in deinen beiden tiefen Meditationsübungen, in die Stille und in die Gewissheit einzutreten, die Kenntnis für dich bereit hält. Auf diese Weise wird dein Verstand mit dem Verstand des Universums in Resonanz treten, und du wirst beginnen, deine uralten Fähigkeiten und deine uralten Erinnerungen zurückzuerlangen. Die Vorstellung einer spirituellen Familie wird hier beginnen, für dich Bedeutung zu erlangen, und du wirst feststellen, dass du auf die Welt gekommen bist, um zu dienen.
ÜBUNG 116: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 117: Es ist besser, einfach zu sein als arm zu sein.

Einfachheit ermöglicht dir, Zugang zum Leben zu erhalten und seine Güte in jedem Moment zu genießen. Komplexität ist ein Zustand der Selbstabtrennung, der dich unfähig macht, das Leben zu genießen und deine Rolle darin wahrzunehmen. Dies ist die Quelle jeder großen Armut, denn keine weltliche Errungenschaft und kein weltlicher Besitz können das Gefühl der Isolation und der Armut verdrängen, das mit einer solchen Abgrenzung einhergeht.
Übe daher heute die Stille noch tiefer als zuvor, damit du die Macht der Kenntnis erfahren kannst, die mit dir ist. Lasse dich einfach sein, denn in der Einfachheit können dir alle Dinge gegeben werden. Wenn du dich selbst oder deine Probleme für komplex hältst, dann geschieht dies, weil du dich und deine Probleme ohne Kenntnis betrachtest und dich daher in deinen Bewertungen verirrt hast. Hier verwechselst du Dinge von größerem Wert mit Dingen von geringerem Wert, Dinge von größerer Priorität mit Dingen von geringerer Priorität. Die Wahrheit muss immer zu Einfachheit führen, denn Einfachheit bringt Auflösung und richtiges Verständnis und festigt Frieden und Vertrauen in denen, die sie empfangen können.
Übe heute auf tiefgehende Weise. Wiederhole den heutigen Gedanken zu jeder Stunde, und erinnere dich in deinen beiden tiefgehenden Meditationsübungen daran, dass Kenntnis bei dir ist, und dann begib dich in die Stille. Lasse dich einfach sein, und vertraue darauf, dass Kenntnis dich auf allen Wegen führen wird.
ÜBUNG 117: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung

 

Schritt 118: Ich werde die Welt heute nicht meiden.

Es gibt keine Notwendigkeit, die Welt zu meiden, weil die Welt dich nicht beherrschen kann, wenn du mit Kenntnis bist. Wenn du mit Kenntnis bist, bist du hier, um der Welt zu dienen. Dann ist die Welt kein Gefängnis mehr. Sie ist keine ständige Quelle von Unbehagen und Enttäuschung. Sie bietet dir eine Gelegenheit, zu geben, und eine Gelegenheit, dein wahres Verständnis wieder herzustellen. Suche nicht Zuflucht in spirituellen Dingen, denn dein Zweck besteht darin, der Welt zu geben. Erlaube der Welt, so zu sein, wie sie ist, und deine Verdammung der Welt wird nicht wiederkehren, um dich heimzusuchen. Denn ohne Verdammung gibt es nur die Gelegenheit, zu geben. Hierdurch kommt deine Kenntnis zum Einsatz, die von selbst geben wird, und du wirst das Vehikel ihres Gebens sein.
Denke jetzt hierüber nach. Gestatte dir in deinen beiden Übungseinheiten, die Präsenz der Kenntnis in deinem Leben zu erfahren. Fordere nichts von ihr. Versuche nicht, sie zu hinterfragen. Gestatte dir einfach, sie zu erfahren, denn damit kommt alles, was du anstrebst, auf natürliche Weise zu dir zurück, ohne deine Anstrengung. Nutze deine Selbstdisziplin nur dazu, deinen Verstand in die richtige Richtung zu lenken. Sobald er auf diese Weise eingesetzt wird, wird er von selbst zur Kenntnis zurückkehren. Denn das ist sein Ziel, das ist seine Liebe, das ist sein wahrer Gefährte und das ist seine wahre Verbindung im Leben.
ÜBUNG 118: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 119: Rückblick

Rekapituliere in dieser speziellen Wiederholungsübung die letzten beiden Übungswochen, und gehe dabei jede Anweisung noch einmal durch, und rufe dir jeden einzelnen Übungstag in Erinnerung. Versuche dich daran zu erinnern, wie ernsthaft du an die Übung eines jeden Übungstages gedacht hast und wie gut du diese Übung angewandt hast. Glaube nicht, dass du ein Recht hast, dich über diese Vorbereitung zu beschweren, es sei denn, dass du sie in vollem Umfang anwendest. Deine Rolle besteht hier nur darin, die Schritte zu befolgen, so wie sie dargebracht werden, und sie nicht nach deinen Vorlieben zu ändern. Auf diese Weise begibst du dich in die Lage, zu empfangen, was genau diejenige Position ist, die du jetzt für dich einnehmen musst.
Gehe heute in deinen beiden langen Übungszeiten, von denen jede jeweils einer Übungswoche gewidmet wird, die vergangenen beiden Wochen noch einmal durch. Versuche, sehr gütig mit dir selbst zu sein, aber erkenne, ob du die Anforderungen nicht erfüllst, und täusche dich nicht selbst hierüber. Widme dich abermals der Vertiefung deiner Übung und deiner Entschlossenheit, und erinnere dich an die Einfachheit deines Lebens und den wahren Wert, der dir verliehen wird. Auf diese Weise wirst du eine neue Lebensweise erlernen. Du wirst lernen, wie man empfängt und wie man gibt, und dein Leben wird frei von der Dunkelheit der Komplexität sein. Denn die Einfachheit muss immer aus dem Licht kommen; sie muss immer vom Guten stammen.
Gib dich daher dieser Wiederholungsübung hin, damit du verstehen kannst, wie man lernt. Diese Wiederholungsübungen werden dir deine eigenen Lernfähigkeiten und deine eigenen Lernneigungen aufzeigen. Sie werden dir die notwendigen Dinge vermitteln, die du in Zukunft wissen musst, wenn du in der Lage sein wirst, anderen dabei zu helfen, ebenfalls zu lernen.
ÜBUNG 119: Zwei lange Übungseinheiten.

 

Schritt 120: Ich werde heute meiner Kenntnis gedenken.

Gedenke heute deiner Kenntnis. Denke daran, dass sie bei dir weilt, egal wo du hingehst oder was du gerade tust. Denke daran, dass sie dir verliehen wurde, um dir zu dienen, um dich zu nähren und auch um dich zu erheben. Denke daran, dass du nicht über die Welt verärgert zu sein brauchst, weil du die Welt so akzeptieren kannst, wie sie ist. Denke daran, die Welt so zu akzeptieren, wie sie ist, damit du in der Lage sein wirst, ihr zu geben, denn die Welt entwickelt sich, so wie du. Denke daran, dass Kenntnis bei dir ist und dass du lediglich mit Kenntnis zu sein brauchst, um ihren vollen Einfluss zu erkennen.
Bedenke heute zu jeder Stunde, dass Kenntnis bei dir ist, und verweile bei diesem Gedanken für einen Moment. Lasse tobende Emotionen oder tiefe Depression keinen Schatten auf deine Übung werfen, denn deine Übung ist größer als deine emotionalen Zustände, die sich wie die Winde und die Wolken ändern, aber das Universum darüber nicht verbergen können.
Erkenne daher die Kleinheit deiner emotionalen Zustände und die Größe der Kenntnis. Auf diese Weise wird Kenntnis deine emotionalen Zuständen ins Gleichgewicht bringen und dir den Ursprung deiner eigenen Gefühle enthüllen, welcher der Ursprung deines Ausdrucks auf der Welt ist. Dies ist das Mysterium des Lebens, das du jetzt zu erforschen lernst.
ÜBUNG 120: Stündliche Übung.

 

Schritt 121: Heute habe ich die Freiheit zu geben.

Dir steht es heute frei, zu geben, denn dein Leben wird allmählich einfacher und deine Bedürfnisse werden erfüllt. Dies befreit dich, damit du geben kannst, denn sobald du empfangen hast, wirst du nur noch geben wollen.
Du wirst heute bei zwei Gelegenheiten eine besondere Übung durchführen, bei der du an jemanden denken sollst, der in Not ist, und ihm dann eine Eigenschaft verleihst, die du selbst erhalten möchtest. Sende dieser Person genau diese Eigenschaft. Sende ihr Liebe oder Stärke oder Glauben oder Ermutigung oder Entschlossenheit oder Ergebenheit oder Akzeptanz oder Selbstdisziplin – was auch immer sie benötigen, um in ihren Leben Entschlossenheit zu entwickeln. Du besitzt heute die Freiheit, dies zu geben, denn deine eigenen Bedürfnisse werden erfüllt.
Rufe dir daher in jeder deiner beiden Übungen, mit geschlossenen Augen, Personen in dein Gedächtnis, und verleihe ihnen das, von dem du weißt, dass sie es benötigen. Versuche nicht, ihre Probleme für sie zu lösen. Versuche nicht, ein bevorzugtes Ergebnis zu unterstützen, denn du kannst das richtige Ergebnis für irgendeine andere Person in der Regel nicht kennen. Aber du kannst stets Charakterstärke vermitteln und die Fähigkeiten ihres Verstandes stärken. Dies wird dir deinen eigenen Sinn und Zweck verleihen und diese Qualitäten in dir selbst bestärken, denn du musst sie besitzen, um sie geben zu können, und indem du sie gibst, merkst du, dass sie sich bereits in deinem Besitz befinden.
Während du heute übst, hege keine Zweifel, dass das, was du für andere zur Geltung bringst, von ihnen zu ihrem eigenen Wohl empfangen werden wird.
ÜBUNG 121: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 122: Ich gebe heute ohne Verlust.

Das, was du geben sollst, kann sich nur vergrößern, während du es gibst. Es ist keine körperliche Sache, die du gibst, auch wenn physische Dinge zum Guten gegeben werden können. Es ist nichts, das du quantifizieren kannst, denn du hast keine Ahnung von dessen Umfang. Du gibst Stärke und Ermutigung.
Setze heute in deinen beiden Übungseinheiten dein Geben an andere fort. Dies ist eine aktive Form des Gebets. Glaube nicht, dass seine Macht von jenen, auf die du dich konzentriert hast, nicht empfangen wird. Bedenke heute, dass du nicht versuchen sollst, das Ergebnis ihres Dilemmas oder ihr Bedürfnis festzulegen, sondern sie lediglich zu ermutigen und zu befähigen, mit ihren eigenen Fähigkeiten weiterzumachen. Du möchtest Kenntnis in ihnen stimulieren, so wie Kenntnis jetzt in dir stimuliert wird. Dieses Geben wird daher nicht in Erwartung einer Gegenleistung erfolgen, denn du gibst das, was andere in die Lage versetzt, in ihren Leben stark zu sein. Du bist nicht in der Lage, über das Ergebnis zu urteilen, denn das Ergebnis deines Gebens wird erst später enthüllt werden, nachdem die Gabe akzeptiert worden ist und ihren Platz im Empfänger gefunden hat. Deshalb gib freizügig, ohne Erwartung, und gib, um an diesem Tag die Macht deines Geschenks zu erfahren.
ÜBUNG 122: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 123: Ich werde mich heute nicht selbst bemitleiden.

Wie kannst du dich selbst bemitleiden, wenn Kenntnis bei dir ist? Mitleid bekräftigt lediglich eine alte Vorstellung über dich selbst, die der Wahrheit entbehrt, die ohne Hoffnung und ohne sinnvolle Grundlage ist. Bemitleide dich heute nicht selbst, denn du bist nicht bemitleidenswert. Falls dieser Tag traurig oder verwirrt ist, dann nur deshalb, weil du den Kontakt mit Kenntnis verloren hast, den wiederzuerlangen du heute üben kannst.
Während du heute übst, sei dir der vielen subtilen Formen von Selbstmitleid bewusst, die du hegst. Sei dir der vielen subtilen Formen der Manipulation anderer bewusst, wenn du versuchst, sie dazu zu bringen, dich gemäß einer Meinung von dir selbst zu mögen oder zu akzeptieren, die du zu behaupten versuchst. Wenn du mit Kenntnis bist, brauchst du dich nicht selbst darzustellen; du brauchst dich nicht selbst zu zeigen; du brauchst andere nicht zu kontrollieren, damit sie dich mögen oder akzeptieren, denn Kenntnis ist bei dir.
Bemitleide dich daher nicht selbst, denn du bist nicht bemitleidenswert. Sei heute ein beginnender Schüler der Kenntnis, denn das ist alles andere als bemitleidenswert. Einen größeren Ausgangspunkt kannst du dir gar nicht vorstellen.
Wiederhole daher diesen Leitgedanken zu jeder Stunde. Gestatte ihm, in deinen Verstand einzutreten, und denke für einen Moment über ihn nach. Wiederhole in deinen beiden Übungszeiten diese Affirmation und begib dich dann in die Stille. Kein Wesen, das bemitleidenswert ist, kann in Ruhe eintreten, denn Ruhe ist die Erfahrung einer tiefgründigen Beziehung, und Stille ist die Akzeptanz einer tiefgründigen Liebe. Wer kann unter solchen Umständen bemitleidenswert sein?
ÜBUNG 123: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 124: Heute werde ich nicht vortäuschen, glücklich zu sein.

Du brauchst nicht vorzutäuschen, glücklich zu sein, denn dies wird lediglich ein Gefühl von Selbstmitleid verdecken, deine Verwirrung verschlimmern und dein Dilemma vertiefen. Sei heute du selbst, aber sei dir selbst gegenüber achtsam und bedenke, dass Kenntnis mit dir ist, während du hin und her schwankst, hin zur und weg von der Kenntnis selbst. Weil Kenntnis nicht schwankt, ist sie für dich eine Quelle der Gewissheit, Beständigkeit und Stabilität. Weil sie keine Angst vor der Welt hat, ist sie für dich eine Quelle der Furchtlosigkeit. Du bist nicht bemitleidenswert, daher brauchst du nichts vorzutäuschen.
Täusche heute nicht vor, glücklich zu sein, denn der- oder diejenige, der oder die wirklich zufrieden ist, kann alles auf der Welt ausdrücken, aber innerhalb ihres Ausdrucks wird die Macht der Kenntnis liegen. Dies ist das, was am wichtigsten ist. Kenntnis ist keine Verhaltensform. Sie ist eine intensive Erfahrung des Lebens. Versuche deshalb nicht, dich selbst oder andere mit einer Demonstration des Verhaltens zu überzeugen, denn dies ist unnötig.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde und spüre ihre Macht und ihre Gabe der Freiheit. Gestatte dir, genau so zu sein, wie du heute bist. Lasse dich in deinen beiden tiefen Meditationsübungen in die Stille einzutreten, denn wenn du nicht versuchst, jemand zu sein, dann kannst du die Fülle der Stille genießen, die die Fülle der Liebe ist.
ÜBUNG 124: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 125: Ich muss heute nicht jemand sein.

Du bist bereits jemand, wozu also versuchen, jemand zu sein? Es ist besser, diejenige Person zu sein, die du bereits bist. Die Person, die du bereits bist, ist die Macht der Kenntnis, die sich in dem Vehikel der Natur einer Person befindet. Dies ist bereits erschaffen worden und befindet sich derzeit in seiner Entwicklung. Wozu heute versuchen, etwas zu sein, wenn du bereits etwas bist? Warum nicht das sein, was du bist? Finde heraus, was du bist. Das braucht viel Mut, denn du musst das Risiko eingehen, deine eigene idealistische Meinung von dir selbst und von der Welt zu enttäuschen. Dies erfordert Unterstützung, weil du das Risiko eingehen musst, deinen Selbsthass aufzugeben, der eine Methode darstellt, mit der du dich vom Leben trennst.
Sei daher an diesem Tag genau so, wie du bist. Erinnere dich zu jeder Stunde hieran. Und lasse dich heute in deinen beiden Meditationsübungen still sein und empfangen, denn du versuchst heute nicht, jemand zu sein.
ÜBUNG 125: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 126: Rückblick

Die heutige Wiederholungsübung wird sich auf die vergangene Woche konzentrieren. Sie wird noch einmal hervorheben, dass du das Lernen lernst. Du lernst, deine Stärken und Schwächen zu verstehen. Du lernst, deine Neigungen zu verstehen – jene inneren Eigenschaften, die du kultivieren musst, und jene Eigenschaften, denen du Einhalt gebieten und die du unter bewusste Kontrolle bringen musst. Du lernst, dich selbst aufmerksam zu beobachten. Auf diese Weise lernst du schließlich, objektiv gegenüber dir selbst zu sein. Diese Objektivität ist besonders wichtig, denn sie lässt dich das nutzen, was da ist, damit es dir ohne deine Verdammung dient. Auf diese Weise wird dein Dienst an dir selbst unmittelbar und wirkungsvoll.
Wenn du lernen kannst, objektiv gegenüber dir selbst zu sein, dann kannst du lernen, objektiv gegenüber der Welt zu sein. Hierdurch kann Kenntnis durch dich scheinen, denn du wirst nicht versuchen, die Welt zu dem zu machen, was du haben willst, und du wirst nicht versuchen, aus dir selbst das zu machen, was du selbst sein willst. Dies ist der Beginn wahrer Auflösung und wahren Glücks, aber mehr noch als das, es ist der Beginn echter Mitwirkung.
Rekapituliere in deiner langen Übungszeit die vergangene Woche und behalte dabei diese Dinge im Hinterkopf. Stärke heute deine Erfahrung von Kenntnis, indem du ihre äußeren Manifestationen unterstützt und die Macht dieser Vorbereitung, dich zur Kenntnis selbst führen zu können, nicht anzweifelst.
ÜBUNG 126: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 127: Heute werde ich nicht versuchen, mich an Gott zu rächen.

Versuche nicht, dich an Gott zu rächen, indem du eine erbärmliche Person bist, denn Gott kennt dich nur als Teil der Schöpfung. Versuche nicht, dich an Gott zu rächen, indem du Elend auf die Welt bringst, denn Gott erschuf eine Welt der Schönheit und der Möglichkeiten. Versuche nicht, dich an Gott zu rächen, indem du dich weigerst, dich selbst zu lieben oder zu akzeptieren, denn Gott kennt dich noch so, wie du bist. Versuche nicht, mit Gott abzurechnen, indem du deine Beziehungen wegen deiner eigenen egoistischen Zwecke ruinierst, denn Gott versteht deine Beziehungen so, wie sie wirklich existieren, und er versteht auch ihre größere Verheißung. Du kannst dich nicht an Gott rächen. Du kannst nur dir selbst Schaden zufügen.
Akzeptiere daher, dass du den Kampf gegen Gott verloren hast. In deiner Niederlage liegt dein größter Sieg, denn Gott hat dich nie verloren, obwohl du Gott in deiner Fantasie vorübergehend verloren hast. Deine Liebe zu Gott ist so tiefgehend, dass du derzeit noch Angst vor ihr hast, denn sie stellt die größte Kraft in dir dar, die du überhaupt besitzen kannst. Du musst durch direkte Erfahrung hierüber lernen. Versuche daher heute nicht, dich an Gott zu rächen, indem du eine Vorstellung über dich selbst verstärkst, die ausschließlich auf Irrtümern und Vermutungen basiert, denn Kenntnis ist bei dir. Du bist der glückliche Sieger bei deiner eigenen Niederlage.
Wiederhole heute in deinen beiden Übungseinheiten diesen Leitgedanken, und dann versuche, darüber nachzudenken. Heute werden unsere Übungen darin bestehen, den Verstand zur Erforschung und Analyse einzusetzen. Dies ist eine nützliche Anwendung des Verstandes. Denke über diese Botschaft und alle deine damit zusammenhängenden Gedanken nach, und du wirst beginnen, dein eigenes gegenwärtiges Glaubenssystem zu begreifen. Du wirst in der Lage sein, dies objektiv zu verstehen. Dann wirst du in der Lage sein, mit ihm zu arbeiten, denn der Verstand besitzt eine festgelegte Struktur, bis er für andere Zwecke genutzt wird. Akzeptiere diese Struktur nicht als deine Realität, denn die äußere Manifestation deines Verstandes ist eine Struktur, die du selbst ihm auferlegt hast. Aber seine wahre innere Harmonie und Natur streben lediglich danach, zum Ausdruck gebracht zu werden. Um dies zu ermöglichen, musst du eine geeignete Verstandesstruktur haben, um den Verstand in die Lage zu versetzen, sich in der physischen Welt ohne Einschränkung oder Verzerrung zum Ausdruck zu bringen. Auf dieses Ziel werden wir also heute hinarbeiten.
ÜBUNG 127: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 128: Meine Lehrer sind bei mir. Ich brauche mich nicht zu fürchten.

Deine inneren Lehrer sind bei dir, und du brauchst dich nicht zu fürchten. Wenn du genügend Vertrauen in Kenntnis hast, gegründet auf tatsächlicher Erfahrung, und genügend Vertrauen in die Gegenwart deiner Lehrer hast, gegründet auf tatsächlicher Erfahrung, dann wird dir dies eine Gewissheit und einen Glauben an das Leben vermitteln, die jeder unnötigen Angst entgegenwirken. Dies wird deinen Verstand zur Ruhe kommen lassen.
Nur die Sorge, dass deine Kenntnis verletzt wird, wird von Kenntnis ausgehen, und dann auch nur, um darauf hinzuweisen, dass du deine Handlungen und Vorstellungen überdenken musst. Kenntnis besitzt ein sich selbst korrigierendes Prinzip. Deshalb ist sie dein Innerer Kompass. Wenn du deiner Kenntnis zuwiderhandelst, wirst du dich selbst unbehaglich fühlen, und dies wird Besorgnis hervorrufen. Ein Großteil der Furcht, die du von einem Augenblick zum anderen erlebst, ist lediglich ein Produkt deiner eigenen Schöpfung, deiner eigenen negativen Einbildung. Aber dann gibt es auch noch jene Furcht, die aus der Verletzung von Kenntnis herrührt. Das ist mehr ein Unbehagen als eine Furcht, denn sie geht nur mit irgendwelchen Bildern einher, obwohl dir Gedanken als eine Form der Warnung in den Sinn kommen können, falls du ein Verhalten oder einen Gedankengang ausprobieren solltest, die gefährlich oder zerstörerisch sind.
Angst, die einer negativen Fantasie entstammt, umfasst den größten Anteil derjenigen Angst, mit der du dich selbst beschäftigst. Du musst lernen, dem entgegenzuwirken, denn sie ist eine unangemessene Anwendung deines Verstandes. Dabei erschaffst du eine Erfahrung für dich selbst, erlebst sie und bezeichnest sie dann als Realität. Während dieser Zeit bist du überhaupt nicht gegenwärtig für das Leben gewesen. Du bist lediglich in der Fantasie bei dir selbst gewesen. Negative Einbildung zehrt dich emotional, körperlich und gedanklich aus. Sie kann dermaßen eskalieren, dass sie dein Denken vollkommen beherrschen kann. Denn wie sonst könntest du im Universum getrennt sein, außer in deinen eigenen Gedanken? Du kannst nicht wirklich von Gott getrennt sein. Du kannst nicht wirklich von Kenntnis getrennt sein. Du kannst dich nur in deinen eigenen Gedanken verstecken und sie miteinander verflechten, um eine eigene getrennte Identität zu erschaffen und sie für dich zu erfahren, die zwar sehr anschaulich, aber in Wirklichkeit eine völlige Illusion ist.
Begib dich heute in deinen beiden Meditationsübungen wieder in die Stille. Heute wird es keine gedanklichen Spekulation oder Aktivitäten geben, denn der Verstand wird erneut zur Ruhe kommen, damit er seine Realität erleben kann. Lasse dich nicht von Furcht oder Angst hiervon abbringen. Bedenke, dies ist lediglich deine negative Fantasie. Nur Kenntnis kann darauf hinweisen, ob du etwas Unangemessenes tust, und dies wird nur angesichts unmittelbarer Ereignisse geschehen. Du wirst feststellen, dass dies vollkommen anders ist als negative Fantasie und dass es eine andere Antwort von dir verlangen wird.
ÜBUNG 128: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 129: Meine Lehrer sind bei mir. Ich werde bei ihnen sein.

Deine Lehrer sind bei dir. Sie sprechen nicht zu dir, außer in sehr seltenen Fällen, und dann nur, wenn du in der Lage bist, zu hören. Von Zeit zu Zeit werden sie ihre Gedanken in deinen Verstand senden, und du wirst dies als deine eigene Inspiration erfahren. Du bist dir noch nicht bewusst, wie dein Verstand mit dem Verstand aller anderen zusammenhängt, aber mit der Zeit wirst du beginnen, dies im Rahmen deiner eigenen Welt zu erfahren. Die Demonstration dessen wird so offenkundig werden, dass du dich fragen wirst, wie du es jemals hast bezweifeln können.
Deine Lehrer sind bei dir, und übe heute in deinen beiden längeren Übungszeiten, bei ihnen zu sein. Du brauchst dir kein Bild von ihnen zu machen, um diese Erfahrung zu haben. Du brauchst keine Stimme zu hören oder ein Gesicht zu sehen, denn ihre Präsenz ist ausreichend, um dir eine umfassende Erfahrung davon zu vermitteln, dass ihr in Wirklichkeit zusammen seid. Wenn du still sein, tief atmen und keine Fantasiegebilde ersinnen wirst – weder glückliche Fantasiegebilde noch ängstliche Fantasiegebilde –, dann wirst du beginnen, das zu erfahren, was tatsächlich da ist. Deine Lehrer sind tatsächlich da. Und heute kannst du üben, bei ihnen zu sein.
ÜBUNG 129: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 130: Beziehungen werden zu mir kommen, wenn ich vorbereitet bin.

Warum nach Beziehungen auf der Welt streben, wenn echte Beziehungen zu dir kommen werden, sobald du vorbereitet bist? Um dies begreifen zu können, musst du viel Vertrauen in die Macht der Kenntnis in dir und in anderen besitzen. Während dieses Bewusstsein wächst, wird die Grundlage deines Strebens und deiner verzweifelten Bemühungen entfallen, wodurch wahrer Frieden und wahre Erfüllung für dich möglich sein werden.
Personen werden auf mysteriöse Weise zu dir kommen, weil du Kenntnis heranbildest. Wenn du Beziehungen mit anderen auf einer persönlichen Ebene führst, hast du auch Beziehungen auf der Ebene von Kenntnis. Es ist diese Ebene, die du zu erfahren beginnen wirst, zunächst in kleinen Schritten. Schließlich, wenn du deine Vorbereitungen auf geeignete Weise fortführst, wird diese Erfahrung wachsen und sehr tiefgreifend für dich werden.
Du brauchst nicht nach Beziehungen zu suchen. Du musst dich lediglich deiner Vorbereitung widmen und darauf vertrauen, dass die Menschen zu dir kommen werden, wenn du sie brauchst. Dies erfordert, dass du deine Bedürfnisse im Gegensatz zu deinen Wünschen bewertest. Wenn deine Wünsche nicht deine echten Bedürfnisse abbilden, dann wirst du dein Leben schrecklich durcheinander bringen. Du wirst dir selbst und jenen, mit denen du Umgang hast, eine Last auferlegen, die sie nur unterdrücken kann, und dich ebenso. Ohne diese Unterdrückung werden die Menschen zu dir kommen können, wenn du sie wirklich brauchst.
Erinnere dich heute hieran zu jeder Stunde und lasse deinen Verstand in deinen beiden längeren Übungseinheiten in die Empfänglichkeit gehen. Lasse dich die Gegenwart deiner Lehrer spüren. Belaste dich nicht selbst mit Wünschen nach Beziehungen und deinen Forderungen nach Personen oder was sie möglicherweise besitzen sollen. Vertraue heute darauf, dass Kenntnis jede Person zu dir führen wird, wenn du sie wirklich brauchst.
ÜBUNG 130: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 131: Heute werde ich die Erfahrung des wahren Zwecks im Leben anstreben.

Strebe nach der Erfahrung des wahren Zwecks. Dies bildet die Grundlage für alle sinnvollen Beziehungen. Strebe nicht nach Beziehungen außerhalb dieses Rahmens, denn ihnen wird die Grundlage fehlen, und sie werden sich, auch wenn sie vielleicht sehr verlockend sind, als sehr schwierig für dich herausstellen. Ob du eine Ehe, eine große Freundschaft oder jemanden, der dir bei deiner Arbeit hilft, suchst, denke daran, dass Kenntnis alle Personen dann zu dir führen wird, wenn du sie wirklich brauchst.
Konzentriere dich daher heute auf deinen Zweck und nicht auf Beziehungen. Je größer deine Erfahrung des Zwecks, desto größer dein Verständnis von Beziehungen. Obwohl du sehen wirst, dass Menschen sich zum Vergnügen und zur Anregung treffen, gibt es eine viel größere Komponente bei ihrem Zusammentreffen. Nur wenige Menschen erkennen dies, aber dir ist es gegeben, dies durch Übung und Erfahrung zu erkennen. Du kannst dir gewiss sein, dass du dich für die wahre Erfahrung des Zwecks selbst öffnen wirst, falls du nicht versuchst, die Menschen in deine eigene Vorstellung vom Zweck einzufügen. Wenn du beginnst, dich selbst objektiv zu beobachten, dann wirst du beginnen, die Manifestationen deines eigenen Willens im Kontrast zur Kenntnis zu sehen, und dies wird für deinen Lernprozess sehr wichtig sein.
Erinnere dich heute zu jeder Stunde an deine Absicht, deinen Zweck zu verwirklichen. Lasse den heutigen Tag einen Schritt in diese Richtung sein – einen Schritt, der dir viele Jahre Zeit ersparen wird, einen Schritt, der dich für immer voranbringen wird, hin zu deinem Ziel der Kenntnis, denn Kenntnis zieht dich an. Lasse dich in deinen beiden tiefergehenden Übungszeiten von Kenntnis anziehen. Spüre die höhere Anziehungskraft in dir, die du auf natürliche Weise spüren wirst, falls du nicht mit kleinen Dingen beschäftigt bist.
ÜBUNG 131: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 132: Lass mich lernen, frei zu sein, damit ich mich anschließen kann.

Deine Unabhängigkeit von der Vergangenheit – von deinen früheren Urteilen, früheren Assoziationen, früheren Schmerzen, früheren Wunden und früheren Schwierigkeiten – verschafft dir Unabhängigkeit in der Gegenwart. Dies geschieht nicht, um deine Trennung zu festigen oder um sie noch vollständiger zu machen, sondern um dich stattdessen in die Lage zu versetzen, auf sinnvolle Weise in Beziehungen einzutreten. Lasse dies ein stillschweigendes Verständnis sein: Du kannst auf der Welt nichts ohne Beziehungen tun. Du kannst nichts erreichen; du kannst in keine Richtung voranschreiten; du kannst keine Wahrheit erkennen; du kannst ohne Beziehungen nichts von Wert beitragen. Während deine Unabhängigkeit von der Vergangenheit zunimmt, wächst damit also auch deine Aussicht auf Einbindung in die Gegenwart und die Zukunft. Denn Freiheit soll dich dazu befähigen, dich anzuschließen.
Denke an diese Leitidee zu jeder Stunde und betrachte sie heute im Lichte all deiner Erfahrungen. Lasse dich in deinen beiden Meditationsübungen von der Anziehungskraft der Kenntnis noch tiefer in dich selbst hineinziehen. Lasse dich diese Erfahrung von Freiheit haben.
ÜBUNG 132: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 133: Rückblick

Heute wollen wir die vergangene Vorbereitungswoche rekapitulieren. Gehe sie objektiv ohne Verdammung noch einmal durch, während du dir erneut deiner Fortschritte und deiner Grenzen bewusst wirst und deine Entschlossenheit stärkst. Denn es sind sowohl dein Verlangen nach Kenntnis als auch deine Aufnahmefähigkeit, die wir heranbilden möchten. Es ist das rechte Denken, das rechte Handeln und die wahre Motivation, die dich auf natürlich Weise in die Richtung, in die du gehen sollst, voranbringen werden. Jeder Schritt vorwärts wird dir ein größeres Gefühl für den Zweck, den Sinn und die Richtung im Leben vermitteln und dich davon befreien, Dinge lösen zu wollen, die gar keine Auflösung erfordern, und Dinge aus Furcht und Angst heraus verstehen zu wollen. Je mehr du dich in Frieden mit deiner Natur befindest, desto mehr kann deine Natur die Größe zum Ausdruck bringen, die du mitgebracht hast. Auf diese Weise wirst du zu einem Licht für alles um dich herum werden, und du wirst über die Ereignisse deines eigenen Lebens staunen, das selbst ein Wunder sein wird.
Führe deine Wiederholungsübung in deinem langen Übungszeitraum mit Tiefe und Aufrichtigkeit durch. Lasse dich heute durch nichts von deiner Übung abbringen. Es ist deine Übung, die dein Geschenk an Gott ist, denn du gibst dich selbst in deiner Übung, und du empfängst gleichfalls dein Geschenk.
ÜBUNG 133: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 134: Ich werde meinen Zweck nicht für mich selbst festlegen.

Du brauchst deinen Zweck nicht festzulegen, wenn dein Zweck mit der Zeit einfach hervortreten und dir bekannt sein wird. Lebe nicht nach deinen Definitionen. Lebe nach deiner Erfahrung und deinem Verständnis. Du brauchst deinen Zweck nicht festzulegen, und falls du es versuchen solltest, bedenke stets, dass dies nur ein vorübergehendes Hilfsmittel ist. Verleihe ihm keine große Glaubwürdigkeit. Auf diese Weise kann die Welt dich nicht erzürnen, denn was kann die Welt dir antun, außer Definitionen von dir selbst zu untergraben? Wenn du nicht nach deinen Definitionen lebst, kann die Welt dir keinen Schaden zufügen, denn sie kann den Ort der Kenntnis, der sich in dir befindet, nicht berühren. Nur Kenntnis kann Kenntnis berühren. Nur Kenntnis in anderen kann Kenntnis in dir berühren. Nur Kenntnis in dir kann Kenntnis in anderen berühren.
Definiere daher heute nicht deinen Zweck. Sei ohne Definitionen, sodass die Erfahrung des Zwecks wachsen kann. Und während sie wächst, wird sie dir den Inhalt deines Zwecks vermitteln, ohne Verzerrungen oder Täuschung. Du wirst ihn auf der Welt nicht zu verteidigen brauchen, sondern musst ihn nur wie einen Juwel in deinem Herzen tragen.
Erinnere dich zu jeder Stunde daran, deinen Zweck nicht festzulegen, und fange an, über die Belastung nachzudenken, die dies für dich hat, angesichts deiner bisherigen Erfahrungen. Sei in deinen beiden Meditationsübungen still. Bei jedem Ausatmen, sprich das Wort RAHN. RAHN. RAHN. Du brauchst beim Ausatmen nur das Wort RAHN in deiner Meditation auszusprechen. Konzentriere dich vollkommen hierauf. Dieses Wort wird dazu dienen, Uralte Kenntnis in dir zu stimulieren, und dir die Stärke verleihen, die du derzeit so nötig brauchst.
ÜBUNG 134: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 135: Ich werde heute mein Schicksal nicht festlegen.

So wie dein Zweck, so liegt auch dein Schicksal jenseits deiner Definition. Du brauchst nur einen Schritt in ihre Richtung zu machen, um die wachsende Präsenz der Kenntnis in deinem Leben zu spüren. Je näher du an der Kenntnis bist, desto mehr wirst du sie erfahren. Je mehr du sie erfährst, desto näher wirst du ihr sein wollen, weil dies eine natürliche Anziehungskraft ist. Dies ist wahre Liebe, die Anziehungskraft zwischen Gleichen. Dies ist, was dem Universum seine ganze Bedeutung verleiht. Dies ist, was das Leben vollständig miteinander verbindet. Befreie dich an diesem Tag von Definitionen und lasse dein Verstand seine natürliche Gestalt annehmen. Lasse dein Herz seinem natürlichen Lauf folgen. Lasse Kenntnis sich zum Ausdruck bringen mittels deines Verstandes, dessen äußere Struktur jetzt offen und frei wird.
Erinnere dich an deine Übung zu jeder Stunde. Setze heute in deinen beiden tiefgehenden Meditationen deine RAHN-Übung fort, und sprich das Wort RAHN bei jedem Ausatmen. Gestatte dir, die Präsenz deines eigenen Lebens zu spüren, die Präsenz deiner Lehrer und die Tiefe deiner eigenen Kenntnis. Übe heute deine Selbstdisziplin auf sinnvolle Weise aus, damit dein Verstand auf diese Weise zum Einsatz kommt. Denn wenn der Verstand in die Nähe seiner wahren Bestimmung gebracht wird, dann wird er hierauf entsprechend reagieren, und alles wird seinen natürlichen Lauf gehen. Dann wirst du spüren, dass Gnade bei dir ist.
ÜBUNG 135: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 136: Mein Zweck besteht darin, meine Kenntnis wiederzuerlangen und ihr zu ermöglichen, sich auf der Welt zum Ausdruck zu bringen.

Dies wird deine Frage bezüglich deines Zwecks beantworten. Während du diesen Zweck verfolgst, wird deine Berufung im Leben – welche eine ganz spezifische Rolle ist, die du auszufüllen hast – auf natürlich Weise Schritt für Schritt hervortreten. Deine Definition wird hierfür nicht erforderlich sein. Sie wird einfach hervortreten, und du wirst sie mit jedem Schritt tiefer und vollständiger begreifen, denn mit jedem Schritt wird sie immer vollständiger erfüllt werden.
Deine Kenntnis stellt deinen Zweck dar. Erinnere dich hieran zu jeder Stunde, und sei froh, dass eine Antwort gegeben worden ist. Aber die Antwort ist nicht einfach nur eine Idee. Sie ist eine Gelegenheit zur Vorbereitung, denn alle wahren Antworten auf alle echten Fragen sind eine Form der Vorbereitung. Es ist die Vorbereitung, die du benötigst, und nicht einfach nur Antworten. Dein Verstand ist bereits voll von Antworten, und was haben sie geleistet, außer die Last deines Denkens zu erschweren? Folge daher der Vorbereitung, die an diesem Tag und an jedem Tag in unserem Programm gegeben wird, damit du die Antwort auf deine Frage empfangen kannst. Dein Zweck besteht darin, deine Kenntnis wiederzuerlangen, und das ist es, was wir heute unternehmen werden.
Erinnere dich erneut an deine Affirmation zu jeder Stunde. Richte deine Gedanken während des ganzen Tages hierauf, damit sie heute der einzige Fokus deines Verständnisses sein kann. Fahre in deinen beiden längeren Meditationsübungen damit fort, das Wort RAHN zu wiederholen, welches Altes Wissen in dir stimulieren wird. Du brauchst die Wirkung dieser Übung nicht zu begreifen, um ihren vollen Nutzen zu empfangen. Um ihren vollen Nutzen zu empfangen, musst du lediglich so üben, wie es dargebracht wird.
ÜBUNG 136: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 137: Ich werde das Mysterium meines Lebens akzeptieren.

Dein Leben ist ein Mysterium. Deine Herkunft, dein Zweck hier und dein Zielort, wenn du von hier weggehst, sind sehr mysteriös. Sie können nur erfahren werden, um verstanden zu werden. Wie kannst du zu diesem Zeitpunkt das Mysterium deines Lebens begreifen? Du müsstest dich am Ende deines Lebens befinden, um zu verstehen, was sich bislang ereignet hat, aber du bist nicht am Ende deines Lebens auf der Welt. Du müsstest die Welt von deiner Uralten Heimat aus betrachten, um den wahren Sinn der Welt zu begreifen. Du bist jetzt auf der Welt, deshalb musst du für die Welt gegenwärtig sein. Dennoch kann dieses Mysterium erfahren werden und es muss erfahren werden. Du kannst es derzeit nicht verstehen, aber in diesem Augenblick kannst du es vollkommen erfahren. Innerhalb dieser Erfahrung wird es dir all die Dinge geben, die du jetzt brauchst, um den entscheidenden Schritt zu machen, der darauf wartet, von dir gemacht zu werden.
Belaste daher nicht deinen Verstand mit dem Verlangen nach Verständnis, denn du wirst das Unmögliche versuchen und dich lediglich selbst verwirren und die Last deines Denkens weiter vergrößern. Gib dich stattdessen hin, um das Mysterium deines Lebens zu erfahren, mit Erstaunen und Wertschätzung, dass die Welt viel größer ist als das, was deine Sinne bislang angezeigt haben und dass dein Leben viel größer ist als das, was deine Urteile hierzu festgelegt haben.
Wiederhole diese Leitidee zu jeder Stunde, und übe deine RAHN-Meditation heute zweimal mit großer Tiefe und Aufrichtigkeit. Lasse heute deine Übung dein Bekenntnis zur Kenntnis bekräftigen, denn du brauchst lediglich die Schritte so zu befolgen, wie sie dargebracht werden.
ÜBUNG 137: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 138: Ich brauche die Schritte lediglich so zu befolgen, wie sie dargebracht werden.

Die Wahrheit dessen ist vollkommen offenkundig, wenn du bloß an die vielen Dinge denkst, die du bisher gelernt hast, indem du einfach den Schritten bei der Vorbereitung gefolgt bist. Sich nicht zu beteiligen und dennoch zu versuchen, es zu begreifen, ist äußerst fruchtlos, äußerst frustrierend und ohne ein glückliches oder zufriedenstellendes Ergebnis. Wir bereiten dich darauf vor, am Leben teilzunehmen, und nicht darauf, darüber zu urteilen, denn das Leben wird eine größere Verheißung bereithalten, als deine Urteile sie jemals offenbaren könnten. Dein Verständnis entstammt deiner Teilnahme und ist das Ergebnis der Teilnahme. Lerne daher teilzunehmen und danach zu verstehen, denn dies ist die wahre Reihenfolge der Dinge.
Denke an diesem Tag an deine stündlichen Übungen und lassen deine beiden Meditationen in der Stille noch tiefgehender werden. Lasse dich nicht durch Gedanken der Furcht, der Angst oder des Selbstzweifels von deiner höheren Aktivität abhalten. Deine Fähigkeit, unabhängig von deinem emotionalen Zustand zu üben, zeigt, dass die Präsenz der Kenntnis bei dir ist, denn Kenntnis befindet sich jenseits aller emotionalen Zustände und wird von ihnen nicht eingeschränkt. Wenn du die Sterne sehen möchtest, musst du über die Wolken hinaus schauen. Was sind denn Ängste, außer Wolken, die durch deinen Verstand hindurch wandern? Sie ändern lediglich die Beschaffenheit der Oberfläche deines Verstandes, aber die Tiefe deines Verstandes bleibt auf ewig unverändert.
ÜBUNG 138: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 139: Ich bin auf die Welt gekommen, um zu dienen.

Du bist auf die Welt gekommen, um zu dienen, aber zunächst musst du empfangen. Zunächst musst du dasjenige verlernen, was du dir selbst beigebracht hast, damit du dasjenige zurückerlangen kannst, was du mitgebracht hast. Diese Vorbereitung ist sowohl für deinen Erfolg als auch für dein Glück von großer Bedeutung. Glaube nicht, dass du durch bloßes Verständnis in der Lage sein wirst, deine wahren Gaben zu erkennen und zu geben. Deine Mitwirkung ist deine Vorbereitung, denn du wirst vorbereitet, um dich am Leben zu beteiligen. Dadurch ziehen wir dich mehr und mehr in das Mysterium des Lebens und in die Manifestation des Lebens hinein. Hierdurch wirst du dem Mysterium voller Staunen als etwas Geheimnisvollem begegnen können, und du wirst in der Lage sein, mit der Manifestation des Lebens auf praktische Weise und mit Objektivität umzugehen. Damit wirst du in der Lage sein, eine Brücke von deiner Uralten Heimat zur manifesten Welt zu sein. Über diese Brücke hinweg kann sich die Weisheit der Kenntnis zum Ausdruck bringen, und du kannst deine höchste Erfüllung finden.
Übe deine RAHN-Meditation heute zweimal mit großer Tiefe und Konzentration, und denke an deinen Leitgedanken zu jeder Stunde, damit du heute alle Ereignisse zu deinem Wohl nutzen kannst.
ÜBUNG 139: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung

 

Schritt 140: Rückblick

Heute schließt du zwanzig Übungswochen ab. Du bist so weit gekommen, und von hier aus wirst du mit größerer Stärke und Gewissheit weiter voranschreiten, denn Kenntnis wird beginnen, dich in zunehmendem Maße zu führen und dich zu motivieren, während du ihr deine Achtsamkeit widmest. Du möchtest sowohl Diener als auch Herr gleichzeitig sein, weil der Diener in dir ist und weil der Herr in dir ist. Du persönlich bist nicht der Herr, aber der Herr ist in dir. Du persönlich bist ein Diener, aber du stehst in Beziehung zu dem Herrn, und daher ist euer Bund vollkommen. Dadurch finden all deine einzelnen Aspekte ihren rechtmäßigen Platz. Alle Dinge werden an einem einzigen Zweck und einem einzigen Ziel ausgerichtet und werden hiermit in Harmonie gebracht. Dein Leben ist einfach, weil es sich in Harmonie und im Gleichgewicht befindet. Kenntnis wird alle Dinge aufzeigen, die für dich getan werden müssen – körperlich, emotional und mental – um dieses Gleichgewicht zu entwickeln und es in deinen aktuellen Umständen zu erhalten. Glaube nicht, dass irgendein wichtiger Aspekt übersehen oder unerledigt gelassen wird.
Herzlichen Glückwunsch zu deiner bisherigen Leistung. Rekapituliere die letzten sechs Übungstage und schätze dein Verständnis hinsichtlich deines Fortschritts auf angemessene Weise ein. Erlaube dir, ein beginnender Schüler der Kenntnis zu sein, damit du so viel wie möglich empfangen kannst. Von hier wirst du fortfahren mit größerer Gewissheit und Schnelligkeit und mit größerer Mitwirkung, während du lernst, alle Dinge zu deinem Nutzen zu verwenden.
ÜBUNG 140: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 141: Heute werde ich zuversichtlich sein.

Sei heute zuversichtlich, dass du dich in der Vorbereitungphase auf dem Pfad zur Kenntnis befindest. Sei heute zuversichtlich, dass Kenntnis bei dir ist und zu dir hält und dass du jetzt Schritt für Schritt lernst, ihre Gnade, ihre Gewissheit und ihre Führung zu empfangen. Sei an diesem Tag zuversichtlich, dass du der Liebe Gottes entstammst und dass dein Leben auf dieser Welt, dieser kurze Besuch hier, lediglich eine Gelegenheit ist, um deine wirkliche Identität an einem Ort wiederherzustellen, an dem sie vergessen worden ist. Sei heute zuversichtlich, dass die Bemühungen, die du jetzt zu deinem eigenen Wohl unternimmst, dich zu dem großen Ziel führen werden, für das du hierhergekommen bist, denn diese Vorbereitung stammt aus deiner Uralten Heimat, um dir zu dienen, während du auf der Welt bist, denn du bist auf die Welt gekommen, um zu dienen.
Wiederhole diese Affirmation zu jeder Stunde und denke über sie im Lichte all der Dinge nach, die heute passieren. Wiederhole die Aussage in deinen beiden längeren Übungszeiten, und dann lasse dich in die Ruhe und in die Stille eintreten. Lasse deine Zuversicht Furcht, Zweifel und Ängste zerstreuen. Unterstütze heute deine Bemühungen, denn sie erfordern deine Unterstützung zugunsten einer größeren Gewissheit, die zu empfangen du jetzt lernst.
ÜBUNG 141: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 142: Ich werde heute beständig sein.

Übe heute beständig, unabhängig davon, was in deinem Innern oder außerhalb von dir geschieht. Diese Beständigkeit stellt eine größere Macht in dir dar. Diese Beständigkeit wird dir Gewissheit und Stabilität verleihen angesichts aller Störungen, angesichts aller äußerlichen Ereignisse und angesichts aller emotionalen Zustände in dir. Diese Beständigkeit wird dich stabilisieren und ausgleichen und mit der Zeit alles in dir in die richtige Ordnung bringen. Du übst Beständigkeit, damit du sie erlernen und erfahren kannst. Während du dies tust, wird sie dir diejenige Macht verleihen, die du benötigen wirst, um jemand sein zu können, der einen Beitrag auf dieser Welt leistet.
Übe daher heute beständig. Übe zu jeder Stunde, während du dich daran erinnerst, beständig zu sein. Übe in deinen beiden Meditationen, deinen Verstand gleichmäßig und fokussiert zu halten, und lasse ihn in sich selbst zur Ruhe kommen, damit er seine eigene Natur erfahren kann. Unterdrücke nicht, was in dir geschieht. Kontrolliere nicht, was außerhalb von dir geschieht. Bewahre einfach deine Beständigkeit, und alle Dinge werden ein richtiges Gleichgewicht und eine richtige Beziehung hierzu finden. Dadurch bringst du Kenntnis auf die Welt, denn Kenntnis ist vollkommen beständig. Dies wird aus dir eine Person von großer Präsenz und Macht machen. Andere werden mit der Zeit kommen, um deine Beständigkeit zu erleben, während sie immer vollkommener von dir empfangen und immer vollkommener von dir entwickelt wird. Sie werden Zuflucht in deiner Beständigkeit finden, und dies wird sie auch an ihren Zweck erinnern, der darauf wartet, entdeckt zu werden.
ÜBUNG 142: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 143: Heute werde ich still sein.

Sei heute still in deinen beiden Meditationsübungen, damit du die Präsenz der Kenntnis in dir empfangen kannst. Nimm dir in deiner allstündlichen Übung einen Moment der Stille, damit du erkennen kannst, wo du dich gerade befindest und was du tust. Auf diese Weise kannst du Zugang zu dem größeren Aspekt des Verstandes erlangen, damit er dir zu jeder Stunde dienen kann und damit du ihn in die Welt hinaustragen kannst. Sei heute still, damit du die Welt beobachten kannst. Sei heute still, damit du die Welt sehen kannst. Sei heute still, damit du die Welt hören kannst. Erledige deine täglichen Aufgaben, aber sei still in deinem Innern. Auf diese Weise wird sich die Kenntnis selbst darbieten und dann beginnen, dich so zu führen, wie es ihre Absicht ist.
ÜBUNG 143: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 144: Ich werde mich heute selbst ehren.

Ehre dich selbst wegen deines Erbes, wegen deines Schicksals und wegen deines Zwecks. Ehre dich selbst, weil das Leben dich ehrt. Ehre dich selbst, weil Gott in Gottes Schöpfung in dir geehrt wird. Dies überstrahlt all die Bewertungen, die du über dich selbst getroffen hast. Dies ist größer als jede Kritik, die du gegen dich selbst vorgetragen hast. Dies ist größer als jeder Stolz, den du dazu benutzt hast, deinen Schmerz zu stillen.
Erinnere dich in Einfachheit und Demut zu jeder Stunde daran, dich selbst zu ehren. Lasse dich heute in deinen beiden tieferen Übungen die Präsenz der Kenntnis erfahren, denn dies ehrt sowohl dich und es ehrt auch die Kenntnis. Ehre dich an diesem Tag selbst, damit Kenntnis geehrt werden kann, denn in Wirklichkeit bist du Kenntnis. Dies ist dein Wahres Selbst, aber es ist ein Selbst, das du erst jetzt wiederzuerlangen beginnst.
ÜBUNG 144: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 145: Ich werde heute die Welt ehren.

Ehre heute die Welt, denn sie ist der Ort, an den du gekommen bist, um Kenntnis wiederzuerlangen und ihre Gaben darzubringen. Dadurch bietet die Welt in ihrer Schönheit und in ihrer Bedrängnis das richtige Umfeld, damit du deinen Zweck erfüllen kannst. Ehre die Welt, weil Gott auf der Welt ist und die Welt ehrt. Ehre die Welt, weil Kenntnis auf der Welt ist und die Welt ehrt. Ehre die Welt, denn ohne dein Urteil wirst du erkennen, dass sie ein Ort der Gnade, ein Ort der Schönheit und ein Ort ist, der dich segnet, während du lernst, ihn zu segnen.
Wiederhole deine Lektion zu jeder Stunde. Erfahre in deinen beiden längeren Übungseinheiten die Liebe zur Welt. Lasse Kenntnis ihre Gnade darbringen. Du musst dabei nicht versuchen, liebevoll zu sein, sondern musst lediglich offen sein und zulassen, dass Kenntnis ihre große Zuneigung zum Ausdruck bringt.
Ehre heute die Welt, damit du dafür geehrt werden kannst, auf der Welt zu sein, denn die Welt ehrt dich, wenn du dich selbst ehrst. Die Welt wird anerkannt, wenn du dich selbst anerkennst. Die Welt braucht deine Liebe und deinen Segen. Sie braucht auch deine guten Werke. Auf diese Weise wirst du geehrt, denn du bist gekommen, um zu geben.

ÜBUNG 145: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 146: Ich werde heute meine Lehrer ehren.

Deine Lehrer, die mysteriös sind und die jenseits des Sichtbaren leben, bleiben bei dir, während du auf der Welt bist. Jetzt, wo du mit den Schritten zur Wiedererlangung von Kenntnis begonnen hast, wird ihre Aktivität in deinem Leben stärker und offenkundiger werden. Du wirst beginnen, hierauf zu achten, und ihr Verlangen, dass du dich entwickelst, wird größer werden, so wie dein Verlangen nach ihnen größer werden wird.
Gedenke zu jeder Stunde und in deinen beiden längeren Übungseinheiten deiner Lehrer, und denke aktiv über sie nach. Ehre daher deine Lehrer, denn dadurch wird verkündet, dass deine uralten Beziehungen tatsächlich lebendig und jetzt gegenwärtig sind, um dir Hoffnung, Gewissheit und Macht zu verleihen. Ehre deine Lehrer, damit du die Tiefe deiner eigenen Beziehung mit ihnen erfahren kannst. In deiner Beziehung zu deinen Lehrern steckt der Funke der Erinnerung, die dich an deine Uralte Heimat und an deine wahre Bestimmung erinnert. Ehre deine Lehrer, damit du geehrt werden kannst, denn es ist deine Ehre, die du zurückerlangen musst. Welche Fehler du auch immer begangen hast, es ist deine Ehre, die du zurückerlangen musst. Wenn dies aufrichtig getan wird, wird es in Demut und Einfachheit getan, denn wenn du dich selbst ehrst, ehrst du die Größe des Lebens, von dem du ein kleiner, aber wesentlicher Bestandteil bist
ÜBUNG 146: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 147: Rückblick

Lass dich in dieser Woche in deiner Wiederholungsübung die Lektionen erkennen, die dir dargeboten werden. Achte besonders darauf, die Ermächtigung zu erkennen, die dir angeboten wird, während du deinen Willen für das Gute ausübst. Beachte zudem die Notwendigkeit, dass du dich über dein derzeitiges Verständnis hinaus akzeptierst, dass du dich über deine derzeitige Selbsteinschätzung hinaus ehrst und dass du das Leben über deine eigenen Gedanken und Vorurteile hinaus erfährst. Erkenne die Gelegenheit, die dir dargeboten wird, und erkenne, dass jeder Moment, den du in aufrichtiger Bemühung verbringst, deinen Fortschritt enorm voranbringt und eine dauerhafte Weiterentwicklung für dich erzeugt. Wenn du darüber nachdenkst, was du der Welt schenken möchtest, dann schenke deine Weiterentwicklung. Hieraus werden alle guten Dinge, für die du gekommen bist, um sie gemäß deiner Natur und deiner Beschaffenheit darzubringen, vollständig dargebracht werden. Daher besteht deine Gabe an die Welt jetzt in deiner Vorbereitung, damit du lernen kannst zu geben.
Rekapituliere in deiner langen Übungseinheit die vergangene Woche – deine Lektionen, deine Übungen, deine Erfahrungen, deine Leistungen und deine Schwierigkeiten. Betrachte dies objektiv und bestimme, wie du dich deinen Übungen in Zukunft noch umfassender hingeben kannst.
ÜBUNG 147: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 148: Meine Übung ist mein Geschenk an Gott.

Deine Übung ist dein Geschenk an Gott, denn Gott will, dass du Kenntnis empfängst, damit du sie der Welt darbringen kannst. Dadurch wirst du als der Empfänger und als ein Vehikel für Kenntnis geehrt, Gott wird als Ursprung der Kenntnis geehrt, und alle, die sie empfangen, werden gleichfalls geehrt werden. Dies ist jetzt dein Geschenk – die Durchführung der wahren Vorbereitung, mit der du dich derzeit befasst.
Behandle daher jede Übungseinheit heute als eine Form des Gebens. Gib dich selbst zu jeder Stunde hin, in jedem Umstand, in welchem du dich gerade befindest. In deinen beiden tiefen Meditationsübungen, gib dich vollkommen hin. Komm nicht, um Ideen oder Informationen zu erbitten, sondern komm, um zu empfangen, und komm, um zu geben. Während du dich selbst hingibst, wirst du empfangen, und dadurch wirst du das uralte Gesetz lernen, wonach Geben Empfangen bedeutet. Dies muss vollständig in deiner Erfahrung entstehen, damit du seine Bedeutung und seine Anwendung auf der Welt umfassend begreifen kannst.
Deine Übung ist dein Geschenk an Gott. Deine Übung ist dein Geschenk an dich selbst. Komm heute zu deiner Übung, um zu geben, denn in deinem Geben wirst du die Fülle deiner eigenen Reichtümer erkennen.
ÜBUNG 148: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 149: Meine Übung ist mein Geschenk an die Welt.

Du gibst der Welt durch deine eigene Entwicklung zu dieser Zeit, denn du bereitest dich darauf vor, eine größere Gabe zu geben als du jemals zuvor gegeben hast. An jedem Tag, an dem du die Übung nach den Vorgaben des jeweiligen Schrittes, der dir dargebracht wird, ausführst, gibst du der Welt daher ein Geschenk. Weshalb dies geschieht? Es geschieht, weil du deinen Wert und deine Größe erkennst. Du erkennst deine Uralte Heimat und deine Uralte Bestimmung. Du erkennst diejenigen, die dich gesandt haben, und diejenigen, die dich empfangen werden, wenn du diese Welt verlässt. All dies wird der Welt jedes Mal dargebracht, wenn du aufrichtig übst, zu jedem Tag, zu jeder Stunde. Dies ist ein größeres Geschenk an die Welt, als du es derzeit verstehen könntest, aber mit der Zeit wirst du das umfassende Bedürfnis sehen, das es erfüllt.
Deshalb ist deine Übung ein Geschenk an die Welt, denn sie gibt das, was du in dir selbst bekräftigst. Was du in dir bekräftigst, bekräftigst du in allen Personen, unter allen Umständen, in allen Welten und in allen Dimensionen. Dadurch bekräftigst du die Realität der Kenntnis. Dadurch bekräftigst du deine Uralte Heimat, während du hier bist.
Gib der Welt zu jeder Stunde durch deine Übung des Gebens. Erinnere dich hieran. In deinen beiden längeren Übungszeiten gib dich vollkommen der Stille und der Ruhe hin. Gib von deinem Herzen und gib von deinem Verstand. Gib alles, von dem du erkennst, dass du es geben kannst, denn dies ist ein Geschenk an die Welt. Obwohl du noch nicht das Ergebnis erkennen kannst, habe Vertrauen, dass dieses Geben sich jenseits deines eigenen Verstandes ausdehnen und jeden Verstand im Universum berühren wird, denn jeder Verstand ist in Wirklichkeit miteinander verbunden.
ÜBUNG 149: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 150: Heute werde ich lernen zu lernen.

Heute lernst du zu lernen. Du lernst zu lernen, weil du lernen musst. Du musst lernen, wie man lernt, damit dein Lernen wirksam und nutzbringend sein kann, Tiefe und Beständigkeit hat und einen soliden Fortschritt schaffen kann, auf den du dich in Zukunft unter allen Umständen verlassen kannst. Glaube nicht, dass du den Prozess des Lernens bereits verstehst, denn du lernst erst jetzt hierüber, während du die Bedeutung des Fortschritts, die Bedeutung des Scheiterns, die Bedeutung der Ermutigung, die Bedeutung der Entmutigung, die Bedeutung der Begeisterung und die Bedeutung des Mangels an Begeisterung begreifst. Aus diesem Grunde rekapitulierst du am Ende einer jeden Woche deine Übungen, damit du deinen Fortschritt verstehen kannst und den Lernmechanismus begreifst. Es ist wichtig, dass du dies erkennst, denn bis du es tust, wirst du deine Schritte missverstehen, du wirst deine Handlungen falsch deuten, du wirst nicht verstehen, wie man einen Lehrplan befolgt, und du wirst niemals lernen, wie du selbst einen Lehrplan unterrichtest.
Daher lernst du heute zu lernen. Dies macht dich zu einem Schüler der Kenntnis, der am Anfang steht, wodurch du alle Rechte und jede Ermutigung erhältst, um alles, was notwendig ist, zu lernen, ohne Anmaßung, ohne Dünkel, ohne Verleugnung und ohne Falschheit irgendeiner Art. Während du lernst zu lernen, wirst du den Mechanismus des Lernens erkennen. Dies wird dir Weisheit und Mitgefühl im Umgang mit Menschen verleihen. Du kannst Menschen nicht aus Idealismus heraus lehren, denn dann belastest du sie mit der Bürde deiner eigenen Erwartungen. Du verlangst etwas von ihnen, das sogar das Leben nicht bieten kann. Aber die Gewissheit deiner Erfahrung und deine Kenntnis, die du anderen vermitteln wirst, werden richtig sein, und sie werden in der Lage sein, sie zu empfangen und sie auf ihre eigene Weise zu verwenden. Dann wirst du ihnen bei ihrem Lernen keine persönlichen Anforderungen aufbürden, sondern du wirst zulassen, dass die Kenntnis in dir der Kenntnis in ihnen gibt. Dann wirst du Zeuge sowohl des Lehrens als auch des Lernens sein.
Sei daher heute Zeuge deines eigenen Lernens, und lerne zu lernen. Erinnere dich zu jeder Stunde daran, dass du lernst zu lernen. Gestatte dir in deinen beiden Meditationsübungen, dich in die Stille und in den Frieden zu begeben. Beobachte dich selbst, wie du dich vorwärts bewegst und wie du dich zurückhältst. Betätige deinen Willen zu deinem eigenen Wohl auf mitfühlende und feste Weise, und urteile nicht über deinen Fortschritt, denn du bist nicht in der Lage zu urteilen, weil du lernst zu lernen.
ÜBUNG 150: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 151: Ich werde Angst nicht verwenden, um meine Urteile zu bestätigen.

Verwende Angst nicht, um deine Urteile über dich selbst und die Welt zu bestätigen, denn diese Urteile entstammen deiner Unsicherheit und deiner Angst. Daher fehlt ihnen die Grundlage der Kenntnis. Daher fehlen ihnen die Bedeutung und der Wert, die nur Kenntnis verleihen kann. Verlasse dich nicht auf deine Urteile über dich selbst und die Welt. Wenn du dich ihnen entziehst, wirst du erkennen, dass ihre Quelle Angst ist, denn du hast lediglich versucht, dich mit deinen Urteilen zu beruhigen, um dir eine trügerische Sicherheit, Stabilität und Identität zu verschaffen, die dir deiner Ansicht nach fehlen. Akzeptiere daher keinen Ersatz für Weisheit und Kenntnis, und lasse Weisheit und Kenntnis auf natürliche Weise entstehen.
Wiederhole deine Aussage zu jeder Stunde, und denke im Lichte all der Dinge, die sich heute ereignen, über sie nach. Denke in deinen beiden tiefergehenden Übungen über die Bedeutung der heutigen Leitidee nach, während du sie sorgfältig betrachtest. Setze deinen Verstand ein in einem Zustand der Arbeit, während du versuchst, die Bedeutung der heutigen Lektion zu durchdringen. Gebe dich nicht mit voreiligen Schlussfolgerungen zufrieden. Führe mit deinem Verstand in deinen Übungseinheiten eingehende Untersuchungen durch. Nutze deinen Verstand aktiv. Betrachte viele Dinge in dir, während du deine Konzentration auf den heutigen Leitgedanken aufrechterhältst. Wenn du dies tust, wirst du viele Dinge über Weisheit und Unwissenheit begreifen, und dein Verständnis wird aus Mitgefühl und wahrer Selbstwertschätzung hervorkommen. Denn du kannst nur von einem Ort der Selbstliebe dir selbst und anderen Verbesserungen anbieten.
ÜBUNG 151: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 152: Ich werde nicht der Angst in der Welt folgen.

Die Menschheit wird von Wellen der Angst beherrscht, die die Menschen hin und her ziehen, Wellen der Angst, die ihr Handeln, ihr Denken, ihre Schlussfolgerungen, ihren Glauben und ihre Vermutungen dominieren. Folge nicht den Wellen der Angst, die sich über die Welt hinweg bewegen. Bleibe stattdessen standhaft und still in der Kenntnis. Beobachte die Welt von diesem Punkt der Stille und Gewissheit aus. Lasse dich nicht von den Wellen der Angst beirren. Auf diese Weise wirst du in der Lage sein, einen Beitrag für die Welt zu leisten und nicht nur ihr Opfer zu sein. Du bist hier, um zu geben, nicht um zu urteilen, und in der Stille bist du ohne Urteil über die Welt. Erkenne also die Wellen der Angst, aber lasse dich nicht von ihnen berühren, denn in der Kenntnis können sie dich nicht berühren, denn Kenntnis befindet sich jenseits aller Angst.
Wiederhole deine heutige Leitidee zu jeder Stunde, und betrachte sie im Hinblick auf alles, was du heute erlebst. Setze in deinen beiden längeren Übungseinheiten deinen Verstand aktiv ein, um zu versuchen, die heutige Lektion zu begreifen. Auch dies ist eine Form der mentalen Anwendung. Wir werden heute nicht Stille und mentales Schweigen üben, sondern eine mentale Anwendung, damit du lernen kannst, auf konstruktive Weise zu denken. Denn wenn dein Verstand nicht still ist, sollte er konstruktiv denken. Er sollte erforschen. Verlasse dich nicht auf verfrühte Schlussfolgerungen. Verlasse dich nicht auf selbsttröstende Gedanken. Gestatte dir heute, verwundbar zu sein, denn du bist nur verwundbar für Kenntnis. Aber Kenntnis wird dich vor allen schädlichen Dingen auf der Welt schützen und dir eine Ruhe und eine Stabilität verleihen, die die Welt niemals wird ändern können. Lerne heute hierüber, damit du ein Ursprung der Kenntnis in der Welt sein kannst, damit dein Ursprung sich durch dich zum Ausdruck bringen kann.
ÜBUNG 152: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 153: Mein Ursprung möchte sich durch mich zum Ausdruck bringen.

Du wurdest geschaffen, um Ausdruck deines Ursprungs zu sein. Du wurdest geschaffen, um eine Erweiterung deines Ursprungs zu sein. Du wurdest geschaffen, um ein Teil deines Ursprungs zu sein. Dein Leben ist Kommunikation, denn Kommunikation ist Leben. Kommunikation ist die Erweiterung der Kenntnis. Sie ist nicht bloß die Übertragung von kleinen Gedanken von einem getrennten Verstand auf einen anderen. Kommunikation ist weitaus größer, denn Kommunikation schafft Leben und erweitert Leben, und dies umfasst alle Freude und alle Erfüllung. Dies umfasst die Tiefe aller Bedeutung. Hier vermischen sich Dunkelheit und Licht und beenden ihre Trennung. Hier vereinen sich alle Gegensätze und verschmelzen ineinander. Dies ist die Einheit allen Lebens.
Erfahre daher dich selbst als ein Vehikel der Kommunikation, und wisse, dass das, was du wahrlich kommunizieren möchtest, gleichfalls vollkommen zum Ausdruck gebracht werden wird, denn das Selbst, das du wirklich bist, ist eine Erweiterung desjenigen Selbst, welches das Leben selbst darstellt. Darin wirst du vollkommen bestätigt werden, und das Leben wird um dich herum bestätigt werden. Deine Gaben werden empfangen und durch das Leben zusammengeführt werden, denn ein Geben dieser Art kann nur ein höheres Ergebnis zur Folge haben, jenseits des Verständnisses der Menschheit.
Erinnere dich zu jeder Stunde daran, dass du dazu bestimmt bist, den Willen deines Ursprungs zum Ausdruck zu bringen. Lasse dich in deinen beiden heutigen Übungszeiten abermals in die Stille und in den Frieden eintreten. Lasse dich ein offenes Vehikel sein, durch das das Leben frei fließen kann, durch das das Leben sich heute zum Ausdruck bringen kann.
ÜBUNG 153: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 154: Rückblick

Gehe die Übung der vergangenen Woche noch einmal durch. Rekapituliere alle Anweisungen, die gegeben wurden, sowie deine Übungen. Denke darüber nach, wie tief du in den Frieden eingetreten bist. Denke darüber nach, wie tief du deinen Verstand zur Erforschung eingesetzt hast. Bedenke, dass deine Übung eine Form des Gebens ist. Widme dich deshalb der Überprüfung deiner Übungen. Erkenne, wie dein Geben noch umfassender und tiefer gestaltet werden kann, damit du einen immer größeren Lohn empfangen kannst, für dich und für die Welt.
Rekapituliere heute in deiner einen langen Übungseinheit die Übungswoche, die soeben abgeschlossen wurde. Denke daran, nicht über dich selbst zu urteilen. Denke daran, ein Zeuge deines Lernens zu sein. Denke daran, dass deine Übung eine Form des Gebens ist.
ÜBUNG 154: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 155: Die Welt segnet mich, während ich empfange.

Du lernst jetzt zu empfangen. Die Welt segnet dich, während du lernst zu empfangen, denn Kenntnis wird in dich strömen, während du zu einem offenen Gefäß für Kenntnis wirst. Und du wirst das, was das Leben ist, in dich selbst hineinziehen, denn das Leben wird immer von denjenigen angezogen, die geben.
Begreife dies heute in seiner vollen Tiefe, während du dich zu jeder Stunde daran erinnerst, dass das Leben dir gibt, wenn du still bist. Begib dich in deinen beiden Meditationsübungen abermals in die Stille und spüre, wie das Leben in dich hineingezogen wird. Dies ist eine natürliche Anziehung. Während dein Geben und deine Stille immer größer werden, wirst du spüren, wie das Leben in dich hineingezogen wird, denn du wirst mit der Zeit zu einer Nahrungsquelle für das Leben werden.
ÜBUNG 155: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 156: Ich werde mir heute keine Sorgen um mich machen.

Die Sorge um sich selbst ist eine Form der Denkgewohnheit, die aus negativer Fantasie und Irrtümern herrührt, die nicht korrigiert worden sind. Dies verschlimmert dein Gefühl des Versagens, wodurch dein Mangel an Selbstvertrauen und Selbstachtung beeinflusst wird. Unsere Lektion für heute besteht daher darin, dasjenige zu festigen, das echt in dir ist. Wenn du mit Kenntnis bist, wird sich Kenntnis um alle Dinge kümmern, die deine Aufmerksamkeit erfordern. Glaube nicht, dass irgendetwas, das in deinem Wohle liegt, unberücksichtigt bleiben wird. Alle Bedürfnisse, sowohl solche, die von einer höheren spirituellen Art sind, als auch solche, die von der alltäglichsten Art sind, werden befriedigt und von dir verstanden werden, denn in der Kenntnis gibt es keine Vernachlässigung. Du, der du an Vernachlässigung gewöhnt bist, der du deinen Verstand in der Vergangenheit nicht auf eine angemessene Art genutzt hast, der du nicht in der Lage gewesen bist, die Welt zu sehen oder zu hören, kannst jetzt Trost finden, denn du brauchst heute nicht um dich besorgt zu sein.
Hierzu musst du deine Zuversicht und dein Vertrauen erweitern, dass Kenntnis für dich sorgen wird. Dies wird dir im Laufe der Zeit ermöglichen, das Geschenk der Kenntnis zu empfangen, das alle Zweifel und Verwirrung zerstreuen wird. Du musst dich auf diese Erfahrung vorbereiten. Darin musst du deinen Glauben und dein Vertrauen erweitern. Sei an diesem Tag zuversichtlich. Erkenne diejenigen Dinge, die deine Aufmerksamkeit erfordern, auch wenn sie alltäglicher Natur sind, und kümmere dich gut um sie, denn Kenntnis verfolgt nicht die Absicht, dich aus der Welt herauszuholen, sondern dich in die Welt hinein zu bringen, denn du bist hierhergekommen, um zu geben.
Festige dein Verständnis der heutigen Leitidee, indem du sie zu jeder Stunde wiederholst und ihr einen Moment des wahren Nachdenkens widmest. Festige heute deine Übung, indem du sie in deinen tieferen Übungen nutzt, in denen du dich in die Ruhe und in die Stille begibst. Du kannst nur dann in die Stille und die Ruhe eintreten, wenn du ohne Sorge um dich selbst bist. Dadurch wird dein Bekenntnis, dich deiner Übung zu widmen, zu einer Bekräftigung der Sicherheit und der Gewissheit, die bei dir weilen.
ÜBUNG 156: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 157: Ich bin nicht allein im Universum.

Du bist nicht allein im Universum, denn du bist Teil des Universums. Du bist nicht allein im Universum, denn dein Verstand ist mit dem Verstand aller anderen verbunden. Du bist nicht allein im Universum, denn das Universum ist bei dir. Du lernst jetzt, mit dem Universum zu sein, damit deine Beziehung mit dem Leben vollkommen zurückerlangt werden kann und damit sie sich in deiner Welt zum Ausdruck bringen kann. Die Welt setzt hierfür ein schlechtes Beispiel, denn die Menschheit hat ihre Beziehung mit dem Leben verloren und versucht nun verzweifelt, in den Bereichen der Einbildung und der Fantasie dasjenige zu finden, was verloren gegangen ist. Freue dich daher heute, dass dir die Mittel zur Wiedererlangung des Lebens dargebracht wurden, sodass du dich deiner Übung und deiner Bestimmung widmen kannst. Auf diese Weise wirst du bestätigt. Du bist nicht allein im Universum. Die Tiefe dieses Leitgedankens ist weitaus größer, als sie auf den ersten Blick zu sein scheint. Er ist eine Aussage der absoluten Wahrheit, aber er muss erfahren werden, um verstanden zu werden.
Rufe dir daher zu jeder Stunde diese Aussage in Erinnerung. Versuche, sie zu spüren, egal in welchem Umstand du dich auch befinden magst. Versuche in deinen beiden längeren Meditationsübungen, deine vollständige Einbindung in das Leben zu erfahren. Du brauchst an keine Ideen zu denken oder Bilder zu sehen, sondern lediglich die Gegenwart des Lebens, von dem du ein Teil bist, zu spüren. Du befindest dich im Leben. Du bist in das Leben eingetaucht. Das Leben umschließt dich. Jenseits aller Bilder, die die Welt präsentieren kann, jenseits aller Handlungen, die die Welt vorführen kann, befindest du dich in der liebenden Umarmung des Lebens.
ÜBUNG 157: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 158: Ich bin reich, daher kann ich geben.

Nur die Reichen können geben, denn sie sind nicht mittellos. Nur die Reichen können geben, denn sie fühlen sich mit einem Besitztum nicht wohl, wenn es nicht gegeben wird. Nur die Reichen können geben, denn sie können ihren Besitz nicht verstehen, bis er gegeben wird. Nur die Reichen können geben, denn sie möchten Dankbarkeit als einzige Belohnung für sich erfahren.
Du bist reich und du kannst geben. Du besitzt bereits einen Reichtum an Kenntnis, und das ist das größtmögliche Geschenk. Jede andere Handlung, jeder andere Gefallen, jeder andere Gegenstand, der eine Gabe ist, ist nur dann sinnvoll, sofern er mit Kenntnis erfüllt ist. Dies ist das unsichtbare Wesen aller wahren Gaben und allen wahren Gebens. Du hast einen großen Vorrat dieses Wesens, das du zu empfangen lernen musst. Du bist reich, mehr als dir bewusst ist. Auch wenn du finanziell arm bist, auch wenn du glaubst, dass du allein bist, bist du reich. Dein Geben wird dies heute demonstrieren. Dein Geben wird die Quelle, die Tiefe und die Bedeutung deines Reichtums demonstrieren und all dein Geben mit dem Wesen des Gebens selbst erfüllen. Du wirst mit der Zeit feststellen, dass du geben wirst, ohne es zu versuchen, und dass dein Leben selbst ein Geschenk sein wird. Dann wird dein Leben den Reichtum demonstrieren, den jeder Mensch besitzt, den sie aber noch nicht zu empfangen gelernt haben.
Wiederhole diese Leitidee zu jeder Stunde, und erfahre in deinen beiden Meditationsübungen deinen eigenen Reichtum. Erfahre die Gegenwart und die Tiefe der Kenntnis. Sei der Empfänger von Kenntnis, und gib dich selbst der Kenntnis hin, denn indem du dich deiner Übung widmest, bestätigst du bereits deinen eigenen Reichtum, der nur bestätigt zu werden braucht, um in vollem Umfang erkannt zu werden.
ÜBUNG 158: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 159: Die Armen können nicht geben. Ich bin nicht arm.

Die Armen können nicht geben, denn sie sind mittellos. Sie sind darauf angewiesen, zu empfangen. Du bist nicht mittellos, denn die Gabe der Kenntnis ist bei dir. Daher bist du in der Lage zu geben, und in deinem Geben wirst du deinen Wert erkennen, und jedes Gefühl des Elends wird von dir weichen. Sei zuversichtlich, dass Kenntnis für alle materiellen Dinge sorgen wird, die von dir wirklich benötigt werden. Obwohl sie möglicherweise nicht das bereitstellt, was du dir wünschst, wird sie das bereitstellen, was du brauchst, und zwar in der richtigen Menge. Dadurch wirst du alles haben, was du benötigst, damit du entsprechend deinem Charakter und deiner Berufung auf der Welt einen Beitrag leistest. Aber du wirst nicht mit dem belastet werden, das dich nur belasten kann. Du wirst genau das haben, was du brauchst, und die Welt wird dich nicht mit ihren Entbehrungen oder ihren Exzessen belasten. Dadurch wird sich alles in einem perfekten Gleichgewicht befinden. Kenntnis wird dir geben, was du brauchst, und was du brauchst, ist das, was du wirklich willst. Du kannst deine Bedürfnisse noch nicht einschätzen, denn du hast dich in dem verirrt, was du willst. Aber deine Bedürfnisse werden sich durch Kenntnis offenbaren, und mit der Zeit wirst du die Natur von Bedürfnissen und wie sie erfüllt werden können verstehen.
Du bist nicht arm, denn die Gabe der Kenntnis ist bei dir. Wiederhole die heutige Aussage zu jeder Stunde und denke über sie nach, während du andere beobachtest. Lasse dich in deinen tieferen Übungseinheiten den Reichtum der Kenntnis, den du jetzt besitzt, erfahren.
ÜBUNG 159: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 160: Die Welt ist arm, aber ich bin es nicht.

Die Welt ist arm, aber du bist nicht arm. Ungeachtet deiner Umstände ist dies wahr, weil du dabei bist, den Reichtum der Kenntnis wiederzuerlangen. Begreife daher die Bedeutung von Armut. Begreife daher die Bedeutung von Reichtum. Glaube nicht, dass diejenigen, die mehr Gegenstände besitzen als du, auf irgendeine Weise reicher sind als du, denn ohne Kenntnis sind sie verarmt und werden Dinge nur erwerben, um ihrem Elend und ihrer Ungewissheit entgegenzuwirken. Auf diese Weise wird sich ihre Armut durch ihre Anschaffungen noch verschlimmern.
Die Welt ist arm, aber du bist es nicht, denn du hast Kenntnis mit in die Welt gebracht, wo Kenntnis in Vergessenheit geraten und geleugnet worden ist. Mit der Wiedererlangung deines eigenen Reichtums wird die Welt daher ihren Reichtum ebenfalls zurückerlangen, du wirst Kenntnis in allen anregen, und ihr Reichtum wird beginnen, sich in deiner Gegenwart und in der Gegenwart der Kenntnis, die dich leitet, zu offenbaren.
Verlange daher nichts von der Welt, außer jene wenigen materiellen Dinge, die du brauchst, um deine Aufgabe zu erfüllen. Dies ist eine kleine Bitte angesichts der Gabe, für die du gekommen bist, um sie darzubringen. Und wenn deine Forderungen nicht dasjenige übersteigen, was du brauchst, dann wird die Welt sie dir mit Freude erfüllen im Austausch für eine größere Gabe, die du besitzt.
Denke zu jeder Stunde über die heutige Leitidee nach. Lasse keine Stunde ohne diese Erkenntnis verstreichen. Stärke deine Entschlossenheit, jede Übung unter allen Umständen des Tages zu nutzen, damit dein Leben in all seinen Ereignissen sinnvoll sein kann. Begib dich heute in deinen beiden längeren Übungseinheiten in die Stille und in den Frieden, um mehr über den Reichtum zu lernen, den du besitzt.
ÜBUNG 160: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 161: Rückblick

Denke heute in deiner Wiederholungsübung über jede Lektion und jede Übung aus jedem Tag der vergangenen Woche nach. Lerne mehr über den Prozess des Lernens. Erkenne, dass du, um dies zu lernen, dein Leben nicht mit Verdammung betrachten kannst, denn du lernst zu lernen. Erkenne, dass Reichtum in deinem Leben offenkundig ist angesichts der Übungen, die du durchführst, was du nicht könntest, wenn du ohne Kenntnis wärest. Du unternimmst diese Vorbereitung aufgrund von Kenntnis, und an jedem Tag bekennst du dich zu deiner Übung aufgrund von Kenntnis. Jeden Tag erfüllst du deine Übung aufgrund von Kenntnis. Ohne deine Leugnung oder Einmischung wird die Kenntnis selbst dich auf diese Weise in deiner Vorbereitung leiten und herkommen, während du jeden Schritt durchführst. Wie einfach ist Erfolg doch auf diese Weise. Wie einfach ist es doch zu empfangen, ohne Leugnung oder dein Beharren. Denn ohne Einbildung ist das Leben offenkundig. Seine Schönheit ist offenkundig. Seine Gnade ist offenkundig. Sein Zweck ist offenkundig. Die Arbeit, die es erfordert, ist offenkundig. Sein Lohn ist offenkundig. Sogar die Schwierigkeiten dieser Welt sind offenkundig. Alles wird offenkundig, wenn dein Verstand still und klar wird.
Gehe daher in einer langen Übungseinheit noch einmal die Übungen der Woche durch. Widme dem deine volle Aufmerksamkeit. Widme dich deiner Übung und wisse, dass die Kenntnis in dir dich motiviert.
ÜBUNG 161: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 162: Ich werde heute keine Angst haben.

Lasse heute nicht zu, dass Angst deinen Verstand vereinnahmt. Lasse die Gewohnheit der negativen Fantasie nicht deine Aufmerksamkeit und deine Emotionen erfassen. Beteilige dich am Leben, so wie es wirklich ist, was du ohne Verdammung wahrnehmen kannst. Angst ist wie eine Krankheit, die kommt und dich überwältigt. Aber du brauchst dich der Angst nicht zu unterwerfen, weil dein Ursprung und deine Wurzeln tief in der Kenntnis eingepflanzt sind, und du wirst jetzt immer stärker mit Kenntnis.
Erinnere dich zu jeder Stunde daran, dich nicht von Angst überwältigen zu lassen. Wenn du ihre Auswirkungen zu spüren beginnst, in welcher Weise sie ihren Einfluss auch immer auf dich ausübt, ziehe dich von ihr zurück und berufe dich auf deine Treue zur Kenntnis. Gib Kenntnis dein Vertrauen. Widme dich heute in deinen beiden tiefergehenden Übungseinheiten der Kenntnis. Gib deinen Verstand und dein Herz hin, damit du in dieser Gewissheit, in die die Angst niemals eintreten kann, gestärkt werden kannst. Deine Furchtlosigkeit in der Zukunft darf nicht auf einem Schein beruhen, sondern muss auf deiner Gewissheit in Kenntnis beruhen. Auf diese Weise wirst du eine Zuflucht der Ruhe und eine Quelle des Reichtums für andere sein. Dies ist deine Bestimmung. Aus diesem Grund bist du auf in Welt gekommen.
ÜBUNG 162: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 163: Ich werde heute Kenntnis spüren.

Spüre die unveränderliche Eigenschaft von Kenntnis, die dir jenseits deiner Gedanken und deiner Selbstbeschäftigung immer zur Verfügung steht. Spüre heute zu jeder Stunde die Kenntnis. Wiederhole den heutigen Leitgedanken, und nimm dir einen Moment Zeit, um ihre Präsenz zu spüren. Die Präsenz der Kenntnis ist etwas, das du überallhin mitnehmen kannst, wo immer du auch hingehst, in jede Begegnung, in jeden Umstand. Sie ist überall angemessen. Damit wirst du in der Lage sein, jeden Umstand und jedes Ereignis zu sehen. Du wirst in der Lage sein, zu hören. Du wirst in der Lage sein, zu geben. Du wirst in der Lage sein, zu verstehen. Diese Stabilität ist etwas, das die Welt dringend benötigt, und du, der du reich an Kenntnis bist, besitzt dies, um es zu geben.
Spüre an diesem Tag die Kenntnis in deinen tiefergehenden Übungseinheiten. Gib dich dem hin, denn dies ist dein Geschenk an Gott und an die Welt. Lasse diesen Tag einen Tag der Stärkung und einen Tag der Bestätigung sein. Lasse dich heute nicht von kleinen Misserfolgen von deiner größeren Aufgabe abhalten. Erkenne, dass dich alle Rückschläge bei deinem Fortschritt lediglich aufhalten können und dass du lediglich weiter vorwärts schreiten musst, um fortzufahren. Die Antwort auf jeden Misserfolg, egal ob groß oder klein, ist daher einfach die Entscheidung, weiter zu machen. Denn du brauchst bloß die Schritte zu befolgen, die hier dargebracht werden, um die Ergebnisse dieser Vorbereitung für dich zu erreichen. Wie einfach ist doch der Weg zur Kenntnis. Wie klar ist ihr Weg, wenn du seine Regeln Schritt für Schritt befolgst.
ÜBUNG 163: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 164: Heute werde ich das ehren, was ich weiß.

Ehre heute das, was du weißt. Halte dich an das, was du weißt. Erlaube deiner Kenntnis, dich gezielt zu führen. Versuche nicht, Kenntnis dazu zu verwenden, dich selbst zu verwirklichen, denn damit wirst du nur das verwenden, was du für Kenntnis hältst, und du wirst erneut eine Illusion für dich weben, die dich einfangen und dir das Leben, die Begeisterung und die Gewissheit entziehen wird. Lasse dich heute von Kenntnis bewegen. Gehe deinen normalen Aktivitäten nach. Befolge alle Vorgänge des Lebens, die zu deinen Pflichten gehören, aber lasse Kenntnis bei dir weilen, damit sie ihre mysteriöse Gabe überall dort, wo du hingehst, darbringen und dir konkrete Hinweise geben kann, wenn dies wirklich notwendig ist.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde und denke über sie nach im Lichte deiner unmittelbaren Umstände. Widme dich heute in deinen tiefergehenden Übungseinheiten wieder der Ruhe und dem Frieden. Ehre heute Kenntnis, indem du dich der Kenntnis hingibst und indem du bei der Kenntnis bleibst.
ÜBUNG 164: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 165: Meine Pflichten sind klein. Meine Mission ist groß.

Deine Pflichten auf der Welt sind klein. Sie sind dazu da, um jene Versorgung sicherzustellen, die du physisch benötigst, und um jene Bündnisse mit anderen aufrechtzuerhalten, die sowohl für dein Wohlbefinden als auch für ihr Wohlbefinden nützlich sind. Diese Pflichten sind wichtig, aber deine Mission ist größer. Untergrabe nicht deine Fähigkeit, deine Mission zu empfangen, indem zu deine Pflichten vernachlässigst. Dies ist lediglich eine Form der Selbstvermeidung. Führe deine Pflichten am heutigen Tag gezielt aus, mit Blick auf deine Arbeit und deinen Umgang mit anderen. Verwechsele dies nicht mit deiner Mission, die etwas viel Größeres ist, das du erst jetzt zu empfangen und zu erleben beginnst. Dadurch werden dir deine Pflichten ein Fundament bieten, während du dich darauf vorbereitest, Kenntnis wiederzuerlangen und beizutragen.
Denke daran, dass alle Verwirrung die Verwechslung verschiedener Ebenen ist. Verwechsle Mission nicht mit Pflicht. Dies ist eine sehr wichtige Unterscheidung, die du treffen musst. Deine Aufgaben auf der Welt sind spezifisch, aber deine Mission ist viel größer. Wenn deine Mission beginnt, sich in dir, der du sie zu empfangen lernst, zum Ausdruck zu bringen, dann wird sie auch einen viel spezifischeren Einfluss auf deine Pflichten ausüben. Dies geschieht für dich schrittweise und auf ganz natürliche Weise. Dies erfordert lediglich, dass du selbstdiszipliniert, beständig und zuverlässig genug bist, um ihre Schritte befolgen zu können.
Führe daher heute deine Pflichten aus, damit du ein beginnender Schüler der Kenntnis sein kannst. Erinnere dich an deine Übung zu jeder Stunde, und setzte in deinen beiden längeren Übungseinheiten deinen Verstand aktiv ein, um über die heutige Leitidee nachzudenken. Ihre wahre Bedeutung ist nicht oberflächlich, und du musst sie erforschen, um ihren vollen Wert zu begreifen. Gebe dich nicht mit voreiligen Schlussfolgerungen zufrieden. Stehe nicht außerhalb von Kenntnis, und versuche nicht, selbstständig über sie zu urteilen. Gehe in sie hinein, damit du heute ein Schüler sein kannst, denn du bist jetzt ein Schüler der Kenntnis. Du widmest dich jetzt in deiner Vorbereitung der Welt.
ÜBUNG 165: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 166: Meine Mission ist groß. Daher habe ich die Freiheit,
kleine Dinge zu tun.

Nur in deinen grandiosen Vorstellungen, die eine Tarnung für Furcht, Angst und Verzweiflung sind, würdest du die kleinen Dinge vermeiden, die auf der Welt von dir verlangt werden. Noch einmal, verwechsele nicht die Größe deiner Mission mit der Kleinheit deiner Pflichten. Größe kommt in den kleinsten Dingen zum Ausdruck, in der winzigsten Handlung, in dem flüchtigsten Gedanken, in der einfachsten Geste und in den alltäglichsten Umständen. Bewahre daher deine kleinen Handlungen in der Welt, damit sich Kenntnis mit der Zeit durch sie zum Ausdruck bringen kann. Handlungen in der Welt sind klein im Gegensatz zur Größe von Kenntnis. Vor deiner Vorbereitung wurde die Welt als groß und Kenntnis als klein erachtet, aber jetzt lernst du, dass das Gegenteil wahr ist – dass Kenntnis groß und die Welt klein ist. Dies bedeutet auch, dass deine Aktivitäten auf der Welt klein sind, aber sie sind Vehikel, durch die Kenntnis sich zum
Ausdruck bringen kann.
Sei daher zufrieden, kleine Dinge auf der Welt zu tun. Sei einfach und bescheiden auf der Welt, damit Größe ungehindert durch dich fließen kann.
Diese Übung erfordert zu jeder Stunde eine Wiederholung sowie ein tiefes Nachdenken in deinen beiden längeren Übungseinheiten, in denen du deinen Verstand aktiv damit beschäftigen wirst, die Bedeutung der heutigen Leitidee zu erfassen. Nutze deinen Verstand zur Erforschung. Lasse dich über diese Dinge nachdenken. Verlasse dich nicht auf Schlussfolgerungen, sondern setze deine Erkundung fort. Dies ist die richtige Anwendung deines Verstandes, die dich zu einem größeren Verständnis führen wird. Hier webt der Verstand nicht bloß Visionen und Illusionen, um sich selbst von seiner eigenen Angst zu befreien. Hier untersucht der Verstand seinen eigenen Inhalt. Hier arbeitet der Verstand zum Wohle von Kenntnis, so, wie es seiner Bestimmung entspricht.
ÜBUNG 166: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 167: Mit Kenntnis bin ich frei auf der Welt.

Mit Kenntnis bist du frei auf der Welt. Du hast die Freiheit, dich anzuschließen. Du hast die Freiheit, zu gehen. Du hast die Freiheit, Vereinbarungen zu treffen. Du hast die Freiheit, Vereinbarungen zu beenden und zu ändern. Du hast die Freiheit, dich zu ergeben. Du hast die Freiheit, dich loszulösen. In Kenntnis bist du frei.
Um die wahre Bedeutung dessen zu verstehen und ihren unmittelbaren Wert für dich in deinen aktuellen Umständen zu erkennen, musst du begreifen, dass du Kenntnis nicht benutzen kannst, um dich selbst zu verwirklichen. Dies muss stillschweigend vorausgesetzt werden. Verliere dies niemals aus den Augen, denn wenn du glaubst, dass du Kenntnis dazu benutzt, dich zu verwirklichen, dann wirst du Kenntnis missverstehen und sie nicht erfahren. Du wirst lediglich versuchen, deine Illusionen und deine Fluchtversuche zu festigen. Dies kann die Wolken, die ihre Schatten jetzt auf dich werfen, nur noch dunkler machen. Dies kann dich als eine Form vorübergehender Stimulation nur enttäuschen und dein Gefühl der Isolation und des Elends nur noch verschlimmern.
Es gibt jetzt keine Einschränkungen, denn Kenntnis wird dich lediglich dort darbringen, wo du dargebracht werden sollst, und sie wird sich dort durch dich zum Ausdruck bringen, wo sie zum Ausdruck gebracht werden soll. Dies wird dich von allen unangemessenen Verwicklungen und Bindungen befreien und dich zu jenen Personen führen, die auf dich warten. Dies wird dich zu denjenigen Umständen führen, die zu deinem größten Nutzen sind und zum Nutzen anderer, die daran beteiligt sind. Hier ist Kenntnis der Führer. Hier bist du der Empfänger. Hier bist du jemand, der einen Beitrag leistet. Es gibt keine größere Freiheit als diese, denn hierin bist du frei.
Erinnere dich an diesen Leitgedanken zu jeder Stunde, und begib dich in deinen beiden tieferen Meditationsübungen wieder in die Stille und in die Ruhe. Lasse deinen Verstand abermals ruhig sein, denn darin bist du frei. Bereite dich auf deine Übungen vor, indem du diesen Gedanken wiederholst und dich deiner Übung hingibst. Ohne deine Herrschaft wird dein Verstand frei sein und seine eigene Tiefe in der Kenntnis erfahren.
ÜBUNG 167: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 168: Rückblick

Rekapituliere die Woche, die soeben vergangen ist. Gehe jede Lektion, so wie sie dargebracht wurde, und jede Übung, die du erfahren hast, noch einmal durch. Wiederhole die ganze Woche, damit du den Lernprozess, den du jetzt unternimmst, festigen kannst. Bedenke, dass du jetzt lernst zu lernen. Bedenke, dass du ein beginnender Schüler der Kenntnis bist. Bedenke, dass deine Einschätzung, sofern sie nicht aus Kenntnis hervorgeht, nicht hilfreich sein wird. Ohne diese Einschätzung wird es offensichtlich sein, wie du deine Beteiligung stärken, wie du deine Vorbereitung stärken und wie du Anpassungen in deinem äußeren Leben durchführen kannst, um dich bei deinem Vorhaben zu unterstützen. Dies kann ohne Selbstverdammung getan werden. Es kann getan werden, weil es notwendig ist, und du bist in der Lage, auf das, was notwendig ist, zu antworten, ohne dich selbst oder die Welt zu bestrafen. Diese Vorbereitung ist notwendig, denn sie repräsentiert deinen Willen.
Rekapituliere heute in deiner langen Übungseinheit die Woche mit Aufrichtigkeit und Tiefe. Widme dem deine volle Aufmerksamkeit, damit du die Gaben, auf die du dich jetzt vorbereitest, empfangen kannst.
ÜBUNG 168: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 169: Die Welt ist in meinem Innern. Dies weiß ich.

Die Welt ist in deinem Innern. Du kannst sie spüren. Durch Kenntnis kannst du die Präsenz aller Beziehungen spüren. Dies ist die Erfahrung Gottes. Aus diesem Grunde sind deine sinnvollen Beziehungen mit anderen Personen so verheißungsvoll, denn in echter Vereinigung mit anderen kannst du damit beginnen, die Vereinigung mit allem Leben zu erfahren. Aus diesem Grunde strebst du wirklich nach Beziehungen. Dies ist dein wahrer Beweggrund in Beziehungen – um Vereinigung zu erfahren und um deinen Zweck zum Ausdruck zu bringen. Die Menschen denken, dass ihre Beziehungen dazu dienen, ihre Fantasien zu erfüllen und sich gegen ihre eigene Angst zu verbarrikadieren. Dies muss verlernt werden, damit der wahre Zweck von Beziehungen enthüllt und verstanden werden kann. Daher steht das Verlernen an erster Stelle im Lernprozess. Dabei lernst du, wie man lernt. Dabei lernst du, wie man empfängt.
Übe an diesem Tag zu jeder Stunde, und denke dabei an deine Leitidee. Verwende heute in deinen tiefergehenden Meditationen wieder das Wort RAHN, um dich noch tiefer in die Tiefen der Kenntnis zu führen. Wiederhole die Leitidee zu Beginn deiner Übung und dann, bei jedem Ausatmen, wiederhole das Wort RAHN leise zu dir selbst. Lasse deinen Verstand hierdurch zentriert werden. Lasse dich hierdurch mit der Tiefe der Kenntnis verbinden. Hier gehst du noch tiefer, als du zuvor gegangen bist. Darin wirst du alles finden, was du suchst, und es wird keine Verwirrung über die Welt geben.
ÜBUNG 169: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 170: Heute befolge ich den Uralten Brauch
der Vorbereitung.

Diese Vorbereitung, die du jetzt durchführst, ist in ihrem Ursprung uralt. Sie ist seit Jahrhunderten angewandt worden, in dieser Welt und in anderen Welten. Sie wird nur in ihrer Sprache und in ihrer Bedeutung an deine aktuelle Zeit angepasst, aber sie bereitet den Verstand in derjenigen Weise vor, auf die ein Verstand schon immer auf dem Weg der Kenntnis vorbereitet worden ist, denn Kenntnis ändert sich nicht und die Vorbereitungen passen sich lediglich an aktuelle Ereignisse und an das aktuelle Verständnis an, damit sie für die Empfänger von Nutzen sein können. Doch der wahre Mechanismus der Vorbereitung bleibt unverändert.
Du führst jetzt einen uralten Brauch zur Wiedererlangung von Kenntnis durch. Aus dem Großen Willen des Universums stammend, ist diese Vorbereitung für die Weiterentwicklung von Schülern der Kenntnis ersonnen worden. Du arbeitest jetzt gemeinsam mit vielen anderen Personen, sowohl auf dieser Welt als auch auf anderen Welten. Denn Kenntnis wird auf allen Welten gelehrt, auf denen intelligentes Leben existiert. Auf diese Weise werden deine Bemühungen durch die Bemühungen all derjenigen, die sich mit dir vorbereiten, unterstützt und ausgebaut. Damit repräsentierst du eine Gemeinschaft von Lernenden. Glaube daher nicht, dass deine Bemühungen ein einzelnes Ereignis darstellen. Glaube daher nicht, dass du ganz allein auf der Welt die Wiedererlangung von Kenntnis anstrebst. Glaube daher nicht, dass du nicht Teil einer Gemeinschaft von Lernenden wärest. Dies wird mit der Zeit noch offenkundiger für dich sein, wenn du beginnst, diejenigen zu erkennen, die sich zusammen mit dir vorbereiten. Dies wird mit der Zeit noch offenkundiger sein, wenn deine Erfahrung mit der Präsenz deiner Lehrer sich zunehmend vertieft. Dies wird mit der Zeit noch offenkundiger sein, wenn die Ergebnisse deiner Kenntnis sogar für dich offenkundig werden. Dies wird mit der Zeit noch offenkundiger sein, wenn du dein Leben als Bestandteil einer Größeren Gemeinschaft von Welten betrachtest.
Erinnere dich zu jeder Stunde an deine Übung. Empfange in deinen tiefergehenden Übungen in der Stille die Unterstützung all derer, die zusammen mit dir üben. Erinnere dich daran, dass du nicht allein bist und dass ihr Lohn dir ebenso gegeben wird, wie dein Lohn ihnen gegeben wird. Dadurch habt ihr an euren Erfolgen gemeinsam Anteil. Die Macht deiner Anstrengungen wird dadurch so sehr von den Bemühungen und dem Geben anderer unterstützt, dass sie deine eigenen Fähigkeiten bei weitem übertrifft. Wenn dies erkannt wird, wird es dir jede Art von Ermutigung geben und den Gedanken für immer verbannen, dass du unzureichend seist für die Aufgaben, die dir aufgetragen sind. Denn dein Geben wird ergänzt durch das Geben anderer, und dies repräsentiert den Willen Gottes im Universum.
ÜBUNG 170: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 171: Mein Geben ist eine Bestätigung meines Reichtums.

Dein Geben ist eine Bestätigung deines Reichtums, weil du von deinem eigenen Reichtum gibst. Wir sprechen hier nicht über das Geben von Gegenständen, denn du kannst deine gesamten Besitztümer verschenken und hast dann keine mehr übrig. Aber wenn du Kenntnis schenkst, vermehrt sich Kenntnis. Und wenn du dein Geschenk eines Gegenstands mit Kenntnis erfüllst, vermehrt sich Kenntnis. Aus diesem Grund wirst du, wenn du Kenntnis empfängst, sie geben wollen, denn dies ist der natürliche Ausdruck deiner eigenen Empfänglichkeit.
Wie kannst du Kenntnis erschöpfen, wenn Kenntnis die Macht und der Wille des Universums ist? Wie klein ist doch dein Vehikel, und wie groß ist die Substanz, die sich durch dich zum Ausdruck bringt. Wie groß ist doch deine Beziehung zu dem Leben, und wie groß bist dann du, der du mit dem Leben bist. Hier gibt es keine Verblendung. Hier gibt es keine Selbsterhöhung, denn du erkennst, dass du klein und groß zugleich bist, und du anerkennst den Ursprung deiner Kleinheit und den Ursprung deiner Größe. Du anerkennst den Wert deiner Kleinheit und den Wert deiner Größe. Du anerkennst dann alles Leben, und nichts bleibt unberücksichtigt bei deiner großen Selbsteinschätzung, die aus der Liebe und wahrem Verständnis hervorgeht. Dies also ist das Verständnis, das du im Laufe der Zeit heranbilden musst, wobei du erneut erkennen musst, dass deine Bemühungen, dies zu tun, durch die Bemühungen anderer, die ebenfalls Schüler der Kenntnis auf deiner Welt sind, ausgebaut werden. Sogar Schüler in anderen Welten ergänzen deine Bemühungen, denn in der Kenntnis gibt es weder Zeit noch Distanz. Daher steht dir jetzt viel Unterstützung zur Verfügung, und darin erkennst du deine wahre Beziehung zu dem Leben.
Übe heute zu jeder Stunde, und lasse dich in deinen tiefergehenden Meditationen von dem Wort RAHN in die Kenntnis führen. Empfange schweigend und in Stille, während du in die Tiefen der Kenntnis hinabsinkst, jenen Frieden und jene Bestätigung, die dein Geburtsrecht sind.
ÜBUNG 171: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 172: Ich muss meine Kenntnis wiedererlangen.

Du musst deine Kenntnis wiedererlangen. Sie ist nicht bloß eine Vorliebe, die mit anderen Vorlieben konkurriert. Die Tatsache, dass sie ein Erfordernis im Leben ist, verleiht ihr jene Notwendigkeit und jene Bedeutung, die sie wirklich verdient. Glaube nicht, dass deine Freiheit auf irgendeine Weise durch diese Notwendigkeit eingeschränkt wird, denn deine Freiheit ist das Ergebnis dieser Notwendigkeit und wird aus dieser Notwendigkeit hervorgehen. Hier betrittst du eine Welt der kraftvollen Führung anstatt der beiläufigen Entscheidungen. Hier wirst du ernsthaft in das Leben eingebunden, anstatt ein entfernter Beobachter zu sein, der lediglich deine eigenen Gedanken beobachten kann.
Die Notwendigkeit der Kenntnis ist also die Wichtigkeit, die sie für dich und für deine Welt besitzt. Heiße die Notwendigkeit daher willkommen, denn sie befreit dich von dem Ärgernis und dem Unvermögen der Ambivalenz. Sie errettet dich aus sinnlosen Entscheidungen und leitet dich zu dem, was wirklich entscheidend für dein Wohl und für das Wohl der Welt ist. Kenntnis ist eine Notwendigkeit. Dein Leben ist eine Notwendigkeit. Es besitzt Bedeutung nicht nur für dich allein, sondern auch für die Welt.
Wenn du dies in Wahrheit begreifen kannst, wird es jedes Gefühl der Unwürdigkeit oder Trägheit überwinden, das du möglicherweise noch besitzt. Denn wenn dein Leben eine Notwendigkeit ist, dann besitzt es einen Zweck, einen Sinn und eine Richtung. Wenn dein Leben eine Notwendigkeit ist, dann sind alle anderen Leben ebenfalls eine Notwendigkeit. Darin wirst du dir wünschen, niemandem zu schaden, sondern du wirst versuchen, die Kenntnis in jedem zu bekräftigen. Diese Notwendigkeit geht daher einher mit der Stärke und der Ausrichtung, die du benötigst, und versorgt dich mit der Gnade und der Tiefe, die du für dich empfangen musst. Ein notwendiges Leben ist ein sinnvolles Leben. Kenntnis ist eine Notwendigkeit. Gib dich selbst deiner Notwendigkeit hin, und du wirst spüren, dass du selbst eine Notwendigkeit bist. Dies wird dein Gefühl der Unwürdigkeit und der Schuld zerstreuen und dich in eine Beziehung mit dem Leben zurückbringen.
Übe erneut zu jeder Stunde, und lasse dich in deinen beiden Meditationsübungen von dem Wort RAHN noch tiefer in die Präsenz der Kenntnis selbst hineintragen. Die Macht dieses Wortes, eines Wortes, das in deiner eigenen Sprache unbekannt ist, wird mit deiner Kenntnis in Resonanz treten und sie stimulieren. Auf diese Weise sind die Wege mysteriös, aber das Ergebnis ist konkret.
ÜBUNG 172: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 173: Heute werde ich das tun, was notwendig ist.

Das zu tun, was notwendig ist, wird dich mit Kraft im Leben zum Einsatz bringen, denn das Leben auf der Welt, in all seinen Formen, ist mit dem verbunden, was notwendig ist. Dies erscheint für die Menschen auf den ersten Blick erdrückend, denn sie sind daran gewöhnt, in der Fantasie zu leben, wo sich alles nach ihren Vorlieben richtet und nichts wirklich notwendig ist.
Und dennoch, erst wenn etwas wirklich notwendig im Leben ist, selbst wenn es ein schlimmer Umstand ist, dann erst sind die Menschen in der Lage, sich kurzzeitig von ihren Fantasien zu befreien, und Zweck, Sinn und Führung zu spüren. Dies ist daher ein Geschenk an die Menschheit, aber die Menschen geben sich dieses Geschenk in der Regel nur unter schlimmen Umständen.
Es geschieht unter glücklicheren Umständen, dass du jetzt lernen musst, dies zu empfangen und die Notwendigkeit als eine rettende Gnade in deinem Leben willkommen zu heißen, denn du möchtest gebraucht werden, du möchtest eingebunden werden, du möchtest lebendig sein und du möchtest ein wesentlicher Bestandteil der Gemeinschaft sein. Dies alles ist notwendig. Es stellt nicht bloß eine Vorliebe von dir dar. Es kann nicht aus einer beiläufigen Entscheidung entstehen, sondern nur aus einer tiefen Überzeugung, denn dein größeres Geben muss einer tiefen Überzeugung entstammen, wenn es groß und vollkommen sein soll. Ansonsten wirst du beim Anblick der ersten Widrigkeit oder Enttäuschung abgeworfen werden und dich wieder in die Fantasie und in die Illusion zurückziehen.
Heiße daher die Notwendigkeiten dieses Tages willkommen. Erledige kleine Aufgaben ohne dich zu beschweren, denn sie sind klein. Befolge heute deine Vorbereitungsprozedur, denn sie ist notwendig und sie ist groß. Verwechsele das Große nicht mit dem Kleinen, denn das Kleine ist lediglich da, um das Große zum Ausdruck zu bringen. Versuche nicht, das Kleine groß zu machen oder das Große klein. Begreife ihre wahre Beziehung zueinander, denn in dir ist sowohl das Große als auch das Kleine. In dir möchte sich das Große durch das Kleine zum Ausdruck bringen.
Führe daher heute deine alltäglichen Aktivitäten durch. Tue, was heute notwendig ist. Erinnere dich zu jeder Stunde an unsere heutige Leitidee und widme dich deiner Übung, damit dein Tag ein Tag des Gebens und des Empfangens sein kann. Begib dich in deinen tieferen Meditationsübungen in die Stille, während du das Wort RAHN verwendest, damit es dich tief in die Meditation hineinführt. Tue dies, weil es notwendig ist. Tue dies mit Notwendigkeit, und du wirst die Macht deines eigenen Willens spüren.
ÜBUNG 173: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 174: Mein Leben ist notwendig.

Dein Leben ist notwendig. Es ist kein biologischer Zufall. Es ist nicht nur einem bloßen zufälligen Umstand geschuldet, dass du auf dieser Welt angekommen bist. Dein Leben ist notwendig. Wenn du dich nur daran erinnern könntest, was du durchgemacht hast, um auf diese Welt zu kommen, und an die Vorbereitung, die erforderlich war – sowohl in dieser Welt als auch darüber hinaus -, damit du hier erscheinen konntest, dann würdest du die Bedeutung deiner Anwesenheit hier und die Bedeutung der Kenntnis, die du in dir trägst, erkennen. Dein Leben ist notwendig. Dies ist keine Form des Dünkels. Es ist einfach eine Erkenntnis der Wahrheit. In deiner Selbsteinschätzung ist dein Leben entweder erbärmlich oder grandios. Doch die Notwendigkeit deines Lebens hat nichts mit deinen Einschätzungen zu tun, obwohl deine Einschätzungen dich näher an oder weiter weg von dieser einen wahren Erkenntnis führen können.
Dein Leben ist notwendig. Begreife dies, und es wird dein Gefühl der Selbstbeurteilung und Verdammung verbannen. Begreife dies, und es wird Demut in deine eigenen grandiosen Vorstellungen tragen. Begreife dies, und deine Pläne können dann im Laufe der Zeit an die Kenntnis angeglichen werden, denn dein Leben ist notwendig.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde, und denke über sie nach, unabhängig von deinen Gefühlen, deinen Umständen und unabhängig davon, welche Gedanken gerade deinen Verstand beherrschen, denn Kenntnis ist größer als Gedanken und soll die Gedanken steuern. In deinen beiden Meditationsübungen, lasse dich durch das Wort RAHN tief in die Übung hineinführen. Spüre die Notwendigkeit deines eigenen Lebens – seinen Wert und seine Bedeutung. Das ist etwas, das du unmittelbar erfahren kannst. Deine Einschätzung ist hierfür nicht erforderlich. Es erfordert nicht, dass du dich selbst für größer als andere hältst. Es ist lediglich eine tiefe Erfahrung der Realität, denn dein Leben ist notwendig. Es ist notwendig für dich. Es ist notwendig für deine Welt. Es ist notwendig für das Leben selbst.
ÜBUNG 174: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 175: Rückblick

Erkenne bei deiner Wiederholung der Übungen dieser Woche erneut den Wert deiner Hingabe an die Übung. Dich deiner Übung hinzugeben ist daher der erste Schritt zum Verständnis der wahren Bedeutung von Geben und der wahren Bedeutung von Zweck in der Welt.
Rekapituliere in deiner einen längeren Übungseinheit die Woche, die soeben vergangen ist. Prüfe dein Engagement bei der Übung eines jeden Tages, und denke über die Bedeutung des Leitgedankens eines jeden Tages nach. Widme dem heute deine gesamte Aufmerksamkeit während deiner langen Übungseinheit, und erkenne, während du Zeuge deiner eigenen Entwicklung bist, dass du dich darauf vorbereitest, anderen zu geben.
ÜBUNG 175: Eine lange Übungseinheit.

 

Schritt 176: Ich werde heute der Kenntnis folgen.

Erfahre dich selbst zu jeder Stunde des Tages, wie du der Kenntnis folgst. Treffe bei Bedarf kleine Entscheidungen über kleine Dinge, aber treffe keine großen Entscheidungen ohne Kenntnis. Du hast einen persönlichen Verstand, um kleine, unbedeutende Entscheidungen zu treffen. Aber größere Entscheidungen sollten mit Kenntnis getroffen werden.
Folge heute der Kenntnis zu jeder Stunde. Lasse ihren Frieden und ihre Sicherheit bei dir weilen. Nimm ihre allumfassende Ausrichtung wahr. Lasse dich von ihrer Kraft beeinflussen. Gestatte ihr, sich dir hinzugeben, so wie du jetzt lernst, dich ihr hinzugeben.
Begib dich heute in deinen beiden längeren Meditationsübungen tief in die Kenntnis hinein, während du das Wort RAHN verwendest. Begib dich hinein in die Präsenz des Lebens. Begib dich tief in diese Erfahrung hinein. Fahre fort, deinen Verstand auf dieses Ziel zu lenken. Fahre fort, alles beiseite zu legen, das dich beeinflusst oder zurückhält. Auf diese Weise trainierst du den Verstand und bereitest ihn zudem auf das vor, was für ihn vollkommen natürlich ist.
Folge an diesem Tag der Kenntnis. Wenn Kenntnis auf etwas hinweist und du dir dessen sehr gewiss bist, dann befolge es und sei achtsam. Schaue, was passiert, und versuche zu lernen, Kenntnis von deinen Impulsen, deinen Wünsche, deinen Ängsten und deinem Vermeidungsverhalten zu unterscheiden. Dies muss durch Erfahrung erlernt werden. Auf diese Weise werden Kenntnis und all das, was lediglich vortäuscht, Kenntnis zu sein, voneinander getrennt und als Gegensätze einander gegenüber gestellt werden. Dies wird dir mehr Gewissheit und mehr Selbstvertrauen verleihen, was du in den kommenden Zeiten benötigen wirst.
ÜBUNG 176: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 177: Ich werde heute lernen, ehrlich zu sein.

Es gibt eine größere Ehrlichkeit, die darauf wartet, von dir entdeckt zu werden. Es gibt eine größere Ehrlichkeit, die du zu deinem eigenen Wohl nutzen musst. Es reicht nicht, bloß zu wissen, wie du dich fühlst. Es ist vielmehr erforderlich zu fühlen, was du weißt. Dies stellt eine größere Ehrlichkeit dar und eine Ehrlichkeit, die sich in Harmonie mit dem Leben selbst befindet, eine Ehrlichkeit, die die wahre Weiterentwicklung aller Wesen auf der Welt widerspiegelt. Dies sind nicht lediglich der Ausdruck und die Forderung, dass deine persönlichen Vorhaben umgesetzt werden. Es ist vielmehr das Verlangen, dass sich die Notwendigkeit des Lebens in dir auf eine Weise zum Ausdruck bringen kann, die wahrhaft dem Leben selbst entspricht. Die Form sowie die Art und Weise dieses Ausdrucks werden in den Botschaften enthalten sein, die du anderen überbringen musst, wenn die Zeit reif hierfür ist.
Lerne daher, dasjenige zu spüren, was du weißt. Dies ist eine größere Ehrlichkeit. Sie erfordert sowohl Offenheit und als auch Zurückhaltung. Sie erfordert Selbstkontrolle. Sie erfordert Objektivität gegenüber deinem Leben. Sie erfordert Ruhe und Frieden sowie die Fähigkeit, deinen Verstand aktiv zur Erforschung einzusetzen. Auf diese Weise wird alles, was du bisher gelernt hast, in deine heutige Übung eingebracht und dafür genutzt.
Erinnere dich zu jeder Stunde an die heutige Übung, und denke ernsthaft hierüber nach in dem Moment, in dem du dich gerade befindest. Begib dich heute in den längeren Übungseinheiten erneut in die Stille, und bringe deinen Verstand in diese sinnvolle Aktivität ein. Der Verstand muss in die Nähe seiner Uralten Heimat gebracht werden, damit er Trost und Frieden finden kann. Dies erfordert zu Beginn Selbstdisziplin, aber sobald diese Anstrengung geleistet ist, läuft der Prozess an und für sich auf ganz natürliche Weise ab.
Lerne heute, ehrlicher zu werden. Lerne, eine höhere Ebene der Ehrlichkeit wahrzunehmen, eine wahre Ebene der Ehrlichkeit, die deine ursprüngliche Natur bekräftigt und deinen höchsten Zweck nicht aufgibt.
ÜBUNG 177: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

Schritt 178: Ich werde heute jener gedenken, die mir gegeben haben.

Dies ist ein besonderer Tag der Anerkennung der Präsenz echter Beziehungen in deinem Leben. Es ist ein besonderer Tag der Anerkennung der Gaben, die dir dargebracht worden sind. Es ist ein Tag der Dankbarkeit
Wiederhole daher zu jeder Stunde diese Aussage und nimm dir einen Moment Zeit, um dir diejenigen, die dir gegeben haben, ins Gedächtnis zu rufen. Versuche sehr sorgfältig an jene Personen zu denken, die dir einen Nutzen gebracht haben, indem sie entweder ihre Weisheit oder ihre Irrtümer vorgeführt haben. Denke an diejenigen, die sowohl den Weg, der zu gehen ist, als auch jenen Weg, der nicht einzuschlagen ist, verdeutlicht haben. Während du in deinen beiden längeren Übungseinheiten tiefgehender hierüber nachforscht, versuche noch sorgfältiger nachzudenken, und lasse jede Person, die dir in den Sinn kommt, Gegenstand deiner Untersuchung sein. Dies ist eine Zeit der aktiven Übung in deinen Meditationseinheiten.
Wiederhole in deinen längeren Übungseinheiten zu Beginn der Übung diese Aussage, und lasse einzelne Personen zu dir kommen. Lerne, ihren Beitrag zur Wiedererlangung von Kenntnis zu erkennen. Lerne, ihren Beitrag zu deinem körperlichen und emotionalen Wohlbefinden zu erkennen. Lerne zu erkennen, wie sie dir gedient haben. Auf diese Art und Weise kann deine gesamte Vorstellung vom Geben und Nehmen sowie vom Dienst auf der Welt erweitert und fortentwickelt werden. Dies wird dir einen klaren Blick auf die Welt vermitteln, sodass du lernen kannst, mitfühlend zu sein gegenüber dir selbst und gegenüber anderen.
Dies ist daher ein Tag der Bestätigung und ein Tag der Dankbarkeit. Lasse deine Übungen sinnvoll und wirksam sein, damit du ihren Lohn empfangen kannst.
ÜBUNG 178: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 179: Heute werde ich der Welt dafür danken,
dass sie mich lehrt, was wahr ist.

Die Welt lehrt dich in ihrer Erhabenheit und in ihrer Torheit das, was du würdigen musst, und das zu erkennen, was wahr ist. Der Gegensatz muss beim Lernen klar erkennbar sein, damit du diese Unterscheidung treffen kannst. Um unterscheiden zu können zwischen dem, was wahr ist, und dem, was falsch ist, und zwischen dem, was sinnvoll ist, und dem, was sinnlos ist, musst du beim Lernen den Gegensatz wahrnehmen. Du musst das Sinnlose kosten, um seine wahre Natur und seinen wahren Gehalt festzustellen, und du musst das Sinnvolle kosten, um dessen wahre Natur und dessen wahren Gehalt festzustellen. Die Welt bietet dir laufend die Gelegenheit, beides zu tun.
Zu dieser Zeit besteht dein Bedürfnis darin, in zunehmendem Maße das Wahre zu kosten, und aus diesem Grund betonen wir dies jetzt in deiner täglichen Übung. Du musst dem Falschen bereits so ausgiebig nachgegangen sein, dass es deinen Verstand und deine Aufmerksamkeit beherrscht hat. Jetzt füttern wir dich mit dem Wahren, aber du musst auch lernen, von dem zu profitieren, was das Falsche dir gegeben hat. Dann wirst du das Falsche nicht weiter zu untersuchen brauchen. Das Falsche hat sich dir bereits gezeigt. Jetzt lernst du, seine Erscheinung zu erkennen und einen Nutzen aus dem zu ziehen, was es dir bieten kann. Den einzigen Nutzen, den das Falsche dir bieten kann, ist, zu lernen, seinen fehlenden Gehalt zu erkennen, damit du den Wunsch haben kannst, das Wahre zu kennen und eine größere Aufnahmefähigkeit zu erlangen, um es empfangen zu können.
Daher danke heute der Welt dafür, dass sie dich unterstützt, für ihre Erhabenheit und für ihre Torheit, für ihre Momente der Inspiration und für ihre großen Vorführungen der Illusion. Die Welt, die du bislang siehst, besteht weitgehend aus den Fantasien von Individuen, aber es gibt für dich eine größere Welt zu sehen, eine Welt, die es tatsächlich gibt, eine Welt, die Kenntnis, Wertschätzung sowie wahren Einsatz in dir hervorbringen wird. Denn es ist dein Zweck, der Evolution dieser Welt zu dienen, so wie es der Zweck der Welt ist, deiner Evolution zu dienen.
Untersuche heute in deinen beiden längeren Übungseinheiten diesen Gedanken aktiv mit deinem Verstand. Setze deinen Verstand dafür ein, zu verstehen, wie die Welt dich unterstützt hat. Denke sorgfältig hierüber nach. Dies ist keine oberflächliche Untersuchung. Es ist eine Untersuchung, die du mit Notwendigkeit und mit Ernsthaftigkeit ausführen musst, denn sie wird deine Erfahrung im Leben bestimmen, sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft.
Denke zu jeder Stunde an unsere heutige Aussage und vergiss sie nicht, wenn du die Welt betrachtest. Lasse nicht zu, dass dieser Tag für dich verschwendet wird. Dieser Tag ist ein Tag der Erkenntnis, ein Tag der Dankbarkeit und ein Tag der Weisheit.
ÜBUNG 179: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 180: Ich klage, weil mir Kenntnis fehlt.

Wenn du über das Leben klagst, verlangst du nach Kenntnis. Kenntnis hat ihre eigene Erklärung über das Leben, aber sie ist sehr verschieden von dem Wehklagen, das du in dir selbst und um dich herum hörst. Deshalb, während du dich heute der Kenntnis näherst, erkenne die Natur der Klagen – wie sie deine Schwäche und die Herrschaft der Welt über dich betonen, und wie sehr sie im Gegensatz zu dem, was du jetzt lernst, stehen. Du lernst jetzt, deine Größe und deine Herrschaft über die Welt zu entdecken. Du befindest dich in einer Beziehung zu der Welt. Lasse diese Beziehung gesund und sinnvoll werden. Lasse die Welt dir ihren Beitrag geben. Lasse deinen Beitrag der Welt gegeben werden.
Danke deshalb der Welt heute erneut für das, was sie dir gegeben hat. Begib dich heute in deinen tiefergehenden Meditationsübungen in die Stille und in die Ruhe. Verwende das Wort RAHN, um dir dabei zu helfen, tief darin einzutauchen. Verwende das Wort RAHN, um deinem Verstand und deinem Denken Orientierung zu verleihen, damit dein Verstand mit dem Klang dieses uralten Wortes vereinigt werden kann.
Dies ist ein Tag des bedeutenden Beitrags. Klage nicht über diesen Tag. Erkenne, dass alles, was geschieht, dir eine Gelegenheit bietet, um deine Übung anzuwenden und die wahren Fähigkeiten deines Verstandes zu entwickeln. Dein Klagen wäre lediglich eine Verleugnung des Beitrags der Welt an dich. Daher leugne dies nicht. Klage heute nicht über die Welt, damit du ihre Gaben empfangen kannst.
ÜBUNG 180: Zwei 30-minütige Übungseinheiten.

 

Schritt 181: Heute empfange ich die Liebe der Kenntnis.

Die Kenntnis besitzt den wahren Samen der Liebe, nicht jener Liebe, die ein bloßes Gefühl ist, nicht jener Liebe, die eine Form von Berauschung ist, die um ein dringendes Verlangen, welches aus Angst hervorgeht, kreist. Kenntnis ist der Samen der wahren Liebe, nicht jener Liebe, die erobern, besitzen und beherrschen will, sondern jener Liebe, die anderen dienen, sie stärken und sie befreien will. Werde heute der Empfänger dieser Liebe, damit sie durch dich in die Welt fließen kann, denn ohne deine Leugnung wird sie dies ganz sicher tun.
Wiederhole diese Aussage zu jeder Stunde, und spüre ihre volle Auswirkung, unabhängig von dem Umstand, in dem du dich befindest. Lasse jeden Umstand deine Übung unterstützen, und du wirst feststellen, dass deine Übung eine immer mächtigere Wirkung auf dein äußeres Leben ausüben wird. Begib dich heute in deinen beiden tiefergehenden Übungen in die Präsenz der Kenntnis hinein und empfange ihre Liebe. Bekräftige deine Würdigkeit und deine Empfänglichkeit. Gib deine Vermutungen über dich und die Welt auf, und lasse dich eine Erfahrung machen, die dir die Wahrheit jenseits aller Vermutungen vorführen wird. Darin besteht deine heutige Übung. Dies ist dein Geschenk an dich selbst, an deine Welt und an deinen Schöpfer, damit du das Geschenk der Liebe empfangen kannst.
ÜBUNG 181: Zwei 30-minütige Übungseinheiten. Stündliche Übung.

 

Schritt 182: Rückblick

Der heutige Tag markiert einen wichtigen Wendepunkt in deiner Vorbereitung. Der heutige Tag markiert den Abschluss der ersten Etappe deiner Vorbereitung und den Beginn einer neuen Etappe. Rekapituliere die vergangene Woche in einer langen Übungszeit, und dann nimm dir Zeit, um darüber nachzudenken, wie weit du gekommen bist und wie weit du noch gehen musst. Erkenne deine wachsende Macht und Stärke. Denke an dein äußeres Leben, und erkenne, wie viel hier noch erreicht werden muss, sowohl zu deinem eigenen Wohl als auch für das Wohlergehen anderer. Erkenne, wie wenig du weißt und wie viel dir zur Verfügung steht. Lasse dich nicht von Selbstzweifeln von deinen Bemühungen abbringen, denn du brauchst nur teilzunehmen, um das größte Geschenk, das das Leben zu bieten hat, zu empfangen.
Gehe die letzte Woche noch einmal durch und denke jetzt darüber nach, was sich bislang in deiner Vorbereitung ereignet hat. Beobachte die Entwicklung, die sich in diesen vergangenen Monaten in dir ereignet hat – das wachsende Gefühl der Präsenz, das wachsende Gefühl innerer Gewissheit, das wachsende Gefühl innerer Macht. Trage dem Umstand Rechnung, dass dein äußeres Leben begonnen hat, sich zu öffnen. Bestimmte Dinge, die zuvor festgelegt waren, sind jetzt aufgelockert worden, sodass sie zu deinen Gunsten neu geordnet werden können. Lasse dein äußeres Leben neu geordnet werden, jetzt, wo du nicht mehr versuchst, es für deinen persönlichen Schutz zu beherrschen. Während in dir eine größere Gewissheit entsteht, müssen die äußeren Umstände zu deinem eigenen Wohl neu geordnet werden. Auf diese Weise wirst du zu einer Quelle der Veränderung und nicht lediglich zu ihrem Empfänger.
Erkenne, wie weit du gekommen bist, aber bedenke, dass du ein beginnender Schüler der Kenntnis bist. Lasse dies deinen Ausgangspunkt sein, damit du nur wenig vermuten und viel empfangen kannst. Von diesem großen Standpunkt aus wirst du in der Lage sein, über die Vorurteile und die Verdammung der Menschheit hinaus zu schauen. Du wirst in der Lage sein, über eine persönliche Sichtweise hinaus zu blicken und eine Vision von der Welt zu haben, die die Welt unbedingt empfangen muss.
ÜBUNG 182: Eine lange Übungseinheit.